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30.12.2015, 12:15

St. Pauli: Japaner vor dem "Comeback"

Miyaichi steht in den Startlöchern

Der FC St. Pauli hat nach der schweren letzten Saison eine starke zweite Jahreshälfte gespielt und ist weiter im Rennen um die Aufstiegsplätze - doch die jüngsten Ergebnisse geben ein wenig Grund zur Sorge. Nur vier Punkte aus den vergangenen fünf Spielen ließen die Kiez-Kicker von Platz zwei auf vier rutschen. Da kommt gerade recht, dass eine Offensivkraft zum neuen Jahr dem Angriff neuen Esprit verleihen könnte. Ryo Miyaichi steht in den Startlöchern.

Das Comeback naht: St. Paulis Ryo Miyaichi.
Das Comeback naht: St. Paulis Ryo Miyaichi.
© Getty ImagesZoomansicht

Für Ryo Miyaichi verlief der Start bei St. Pauli eigentlich recht vielversprechend. Der im Sommer vom FC Arsenal nach Hamburg gewechselte Flügelflitzer hinterließ sofort einen glänzenden Eindruck bei seinen neuen Mitspielern und beim Trainerteam. Besonders seine Schnelligkeit ("Ryo ist eine Rakete", Co-Trainer Abder Ramdane) sollte die Gegner in dieser Saison vor große Probleme stellen. Doch dann kam der Schock: Im Saisoneröffnungsspiel gegen Rayo Vallecano riss sich der 23-jährige Japaner das Kreuzband, das Fußballjahr 2015 war für ihn bei St. Pauli beendet, bevor es überhaupt richtig begonnen hatte.

Doch langsam naht das Comeback des Mittelfeldspielers, der in England (Arsenal, Bolton Wanderers, Wigan Athletic) und den Niederlanden (Feyenoord Rotterdam, Twente Enschede) wichtige Erfahrungen sammeln konnte. Miyaichi galt in Japan als Supertalent und auch heute hält man in Fernost noch große Stücke auf seine Fähigkeiten.

An Motivation mangelt es dem Mann, der immer gute Laune verbreitet, nicht. "Ich habe ein straffes Programm vor mir und werde jeden Tag hart arbeiten", sagt Miyaichi auf der Vereinswebsite. Lange Monate sind ins Land gezogen, in denen er Reha bestritt. "Es war eine sehr harte Zeit", erzählt er, der mit zarten 18 Jahren den Sprung nach Europa wagte. "Als Fußballer möchte man immer mit dem Ball am Fuß auf dem Rasen stehen. Drinnen im Kraftraum mein Programm abzuspulen, während ich den anderen dabei zuschauen konnte, wie sie sich draußen verausgabten, war manchmal schwer." Aber die schwierige Phase neigt sich dem Ende entgegen. Inzwischen fühle sich sein Knie "von Tag zu Tag besser" an, so Miyaichi, der die Zeit nutzte, um sich im Fitnessbereich bestens in Form zu bringen. "Ich fühle mich deutlich stärker, als vor der Verletzung."

Damit er möglichst schnell auf dem Platz stehen und dem Team von Trainer Ewald Lienen weiterhelfen kann, muss er ein spezielles Programm absolvieren, das ihm die Trainer auferlegt haben. Es gebe für ihn daher keine Zeit zum Ausruhen. Im Trainingslager wird Miyaichi schon mit dabei sein - bis er dann auch die Liga aufmischen kann, ist es also wohl nur noch eine Frage der Zeit.

kid

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