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18.08.2015, 08:38

Doppelsünder: Koblenz, Bielefeld und der SVS

Sandhausen & Co.: Punktabzüge und deren Folgen

Verstöße gegen Lizenzauflagen, wie in der aktuellen Saison gegen den SV Sandhausen geahndet, sind in der Geschichte der 2. Liga keine Seltenheit. Eher selten allerdings waren die auferlegten Punktabzüge entscheidend, wenn der bestrafte Verein am Ende der Spielzeit abgestiegen ist oder eventuell gesteckte Ziele nicht erreichte. Ein Überblick.

Alois Schwartz
Richtig: Drei Minuspunkte sind die Hypothek für das von Alois Schwartz betreute Sandhausen in dieser Saison.
© imagoZoomansicht

Kickers Offenbach war der erste Klub, der mit einem Handicap in eine Saison starten musste. 1984/85 bekam das Team vom Bieberer Berg einen Zwei-Punkte-Abzug aufgebrummt - am Ende fehlten deren vier, um den Abstieg zu verhindern.

Im Laufe der Saison 1993/94 besiegelt war der Abstieg von Rot-Weiss Essen: Dem Traditionsklub wurde die Lizenz entzogen, alle Spiele zugunsten des Gegners gewertet. Aber auch sportlich hätte es mit dem vorletzten Platz nicht zum Klassenerhalt gereicht.

Unterschiedlich war das Schicksal zweier Traditionsklubs in der Saison 1995/96: Während der 1. FC Nürnberg, mit satten sechs Minuszählern Hypothek gestartet, mit neun Punkten Rückstand auf das rettende Ufer den bitteren Weg in die dritthöchste Spielklasse antreten musste, blieb dieser Hertha BSC (drei Minuspunkte) erspart: Die "Alte Dame" schaffte den Klassenerhalt aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem Chemnitzer FC.

TuS Koblenz unbeeindruckt

Knapp dem Abstieg entrinnen konnte 1996/97 auch der FC Gütersloh, der drei Punkte Abzug kompensierte und mit deren zwei mehr auf der Habenseite als Waldhof Mannheim drin blieb. Während auch TuS Koblenz gleich zwei Jahre hintereinander Minuspunkte wegsteckte - 2007/08 sechs, 2008/09 drei - und den Klassenerhalt stemmte, war 2002/03 für den SSV Reutlingen eine Bürde von sechs Zählern zu groß - deren vier fehlten den Baden-Württembergern zum Happy-End.

Bielefeld - einmal Daumen rauf, einmal runter

Ambivalente Erfahrungen sammelte Arminia Bielefeld, ebenfalls zwei Spielzeiten hintereinander belastet: Souverän absolvierten die mit vier Minuspunkten belegten Ostwestfalen die Saison 2009/10 und beendeten diese auf Platz 7. Im folgenden Jahr wurden dem DSC drei Punkte abgezogen, entscheidend war dies aber für den Abstieg nicht - als Schlusslicht fehlten der Arminia nicht weniger als 16 Zähler zum rettenden Ufer.

Dieses erreichte 1860 München nach Zwei-Punkte-Hypothek 2010/11 mit Platz 9. Dieselbe Minuszahl lastete 2014/15 auch auf dem VfR Aalen. Das Team von der Ostalb konnte die erst im Laufe der Saison ausgesprochene Strafe nicht mehr aufholen - und stieg als Letzter mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und deren sechs auf Platz 15 ab.

Sandhausen: Zweimal drei 2014/15 und 2015/16

2014/15 sammelte auch der SV Sandhausen erste Erfahrungen mit Punkteabzügen. Drei Zähler - spät in der Spielzeit aufgebürdet - konnte Alois Schwartz mit seinen Schützlingen aufgrund eines Punktepolsters aber wegstecken, genauso viele betrug am Ende der Vorsprung auf Relegations- und Abstiegsplatz. Auch in der laufenden Saison startete der SVS mit einer Drei-Punkte-Hypothek - und scheint auf bestem Wege, auch diese Bürde unbeeindruckt wegzustecken. Nach drei Spielen hat das Team vom Hardtwald bereits sechs (zählbare) Punkte gesammelt und dabei satte 13 Tore erzielt.

jch

 
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