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11.05.2015, 22:13

Überblick: St. Pauli überrascht den FCK - Auch Aue wehrt sich

Darmstadt macht Riesenschritt Richtung Oberhaus

Darmstadt 98 hat die Bundesliga fest wie nie zuvor im Visier! In Karlsruhe gewannen die Lilien mit 1:0. Ingolstadt unterlag am Sonntag in Bochum und verpasste es somit, den Aufstieg bereits perfekt zu machen. Die Ambitionen von Braunschweig erlitten in Nürnberg einen jähen Dämpfer, für Fürth wird nach der Pleite in Heidenheim die Luft immer dünner. Nach 1860 (in Frankfurt) und Aalen (in Düsseldorf) fuhren am Samstag im Abstiegskampf auch Aue (in Berlin) und St. Pauli (gegen Aufstiegskandidat Kaiserslautern) Siege ein.

Kempe und Gondorf
Auf Aufstiegskurs: Der Treffer von Tobias Kempe (#11) reichte Darmstadt zum Sieg in Karlsruhe.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Montag stieg der Aufstiegsgipfel im Wildpark: Karlsruhe empfing Darmstadt - und hätte der Partie beinahe früh die richtige Würze gegeben. Nach einer Ecke war Gordon mit dem Kopf zur Stelle, scheiterte aber am Querbalken (5.). Die Darmstädter versteckten sich jedoch keineswegs, so dass die Spielanteile bis Mitte der ersten Hälfte ausgeglichen waren. Kurz vor der Pause drehten dann die Hessen noch einmal auf, Sailer (44., Keeper Orlishausen parierte) und eine Minute später Behrens aus der Distanz hatten aussichtsreiche Gelegenheiten. Nach Wiederanpfiff tat sich zunächst nicht mehr viel in den Strafräumen. Aber dann: Heller nahm bei einem Konter in der eigenen Hälfte Fahrt auf und legte nach bärenstarkem Sprint im Strafraum quer zu Kempe, der nur noch einzuschieben brauchte - 1:0 Darmstadt (66.)! Der KSC bemühte sich redlich, kam aber gegen die gut gestaffelte Abwehr der Schuster-Elf kaum zu Chancen. Kurz vor Schluss vereitelte Holland noch ein Eigentor von Bregerie - nach fünf Minuten Nachspielzeit hatten es die Hessen geschafft. Der Aufsteiger liegt damit auf Rang zwei, während Karlsruhe zwei Punkte hinter den drittplatzierten Lauterern liegt.

Bochum verhindert Ingolstadts Aufstiegsparty

Michael Gregoritschs Elfmetertor sorgte für die Wende: Bochum schlug Ingolstadt mit 3:1.
Michael Gregoritschs Elfmetertor sorgte für die Wende: Bochum schlug Ingolstadt mit 3:1.
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Am Sonntag hat der FC Ingolstadt es versäumt, den Aufstieg perfekt zu machen: 1:3 unterlagen die Schanzer beim VfL Bochum. Nachdem beide Teams lange Zeit kein Risiko eingehen wollten, fiel der Führungstreffer der Ingolstädter in der 32. Minute nach einem Blackout der Bochumer Hintermannschaft, die nicht in der Lage war, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Der für den gesperrten Hartmann in die Startelf gerückte Hinterseer staubte zum 1:0 ab. Der VfL war in der Folge im Spiel nach vorne weiter nicht wirklich gefährlich, kam aber unmittelbar vor der Pause wie aus dem Nichts zum Ausgleich: Einen alles andere als unumstrittenen Elfmeter verwandelte Gregoritsch zum 1:1 (45.+1). Nach der Pause steigerte sich Bochum dann immer mehr und wurde mit dem Kopfballtreffer von Forssell (72.) zur 2:1-Führung belohnt. Damit nicht genug: Nach einem sehenswerten Konter und einer ungewöhnlichen Kombination legte Tasaka (83.) zum am Ende nicht einmal unverdienten 3:1 für den VfL nach. Eine Vorentscheidung fiel mit diesem Spiel dann doch: Mit dem Dreier gegen den voraussichtlichen künftigen Erstligisten hat das Team von Coach Gertjan Verbeek den Ligaverbleib auch trotz der Siege der Konkurrenz perfekt machen können.

Brauschweiger Aufstieg wird unwahrscheinlicher

Eintracht Braunschweig rechnete sich noch Chancen auf den Aufstieg aus, doch derartige Ambitionen erlitten mit einem 1:3 beim 1. FC Nürnberg einen gehörigen Dämpfer. Ein kurioses Eigentor brachte das Team von Trainer René Weiler in Führung: In der 31. Minute wollte Reichel eine Flanke von Pinola wegköpfen, traf jedoch nur das eigene Tor. Nach der Pause legte Blum mit einer starken Einzelaktion nach (52.) und Burgstaller (67.) machte schließlich alles klar. Der Ehrentreffer von Berggreen (68.) folgte zwar prompt, blieb aber folgenlos. Braunschweig ist mit der Niederlage noch nicht ganz aus dem Aufstiegsrennen, doch das Erreichen des Relegationsplatzes ist deutlich unwahrscheinlicher geworden.

Für Fürth wird die Luft immer dünner

Alles lief an diesem Spieltag gegen Greuther Fürth: Nicht nur, das die Konkurrenz im Abstiegskampf punkten konnte, selber blieben die Franken beim 0:3 in Heidenheim chancenlos. In der 25. Minute nutzte Göhlert das Unvermögen der Fürther Hintermannschaft zur verdienten Führung, in der 42. Minute legte Heise nach. Auch hier sah die Defensive der Gäste nicht gut aus. Die endgültige Entscheidung kann nach der Pause: Nach einem Foul von Zulj an Leipertz im Strafraum flog dieser mit Rot vom Platz, Schnatterer (49.) machte vom Punkt aus alles klar. Fürth war in Unterzahl nicht mehr zu Gegenwehr in der Lage, Heidenheim brachte das Ergebnis über die Zeit und hat damit den Klassenerhalt ebenfalls sicher gemacht.

Lautern patzt erneut - St. Pauli nach der Pause hellwach

Jan-Philipp Kalla feiert sein Tor zum 1:0 in Kaiserslautern
Den "Betze" gestürmt! Jan-Philipp Kalla und St. Pauli fügten dem FCK die erste Heimniederlage zu.
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Geht dem 1. FC Kaiserslautern im Aufstiegsrennen die Luft aus? Die Pfälzer kassierten am Samstag gegen Kellerkind St. Pauli die erste Heimniederlage der Saison und müssen nach nur einem Sieg aus fünf Spielen nun gehörig zittern - während die Hamburger, die bisher schlechteste Auswärtsmannschaft, ihren Aufwärtstrend bestätigten. Nachdem der FCK, bei dem der genesene Sippel nur auf der Bank saß, im ersten Durchgang deutlich mehr vom Spiel gehabt hatte und unter anderem Aluminium streifte (Demirbay, 37.), schlug St. Pauli nach Wiederanpfiff eiskalt zu: Kalla nutzte einen unglücklich von Demirbay verlängerten Pass zur Führung (47.), Halstenberg verwandelte acht Minuten später einen von Rückkehrer Heintz an Buchtmann verursachten Foulelfmeter zum 2:0-Endstand. Der FCK verdaute den Schock zwar, brachte sich mit miserabler Chancenverwertung aber um eine mögliche Wende.

Wieder Mugosa: Aue lässt sich nicht abschütteln

Doch nicht nur St. Pauli wehrt sich vehement gegen die Drittklassigkeit. Erzgebirge Aue feierte nämlich im Parallelspiel ebenfalls einen Auswärtssieg. Mit 2:1 setzte sich die Stipic-Elf bei Union Berlin durch, dessen Serie von sechs Spielen ohne Niederlage damit ein Ende fand. Angreifer Mugosa, der vorige Woche gegen den KSC (3:1) einen Doppelpack geschnürt hatte, war mit der Pike erfolgreich (23.), scheiterte aber auch im Eins-gegen-Eins an Haas (34.). Als die gedankenschnelleren Gäste dann tatsächlich erhöhten (Fandrich, 62.), konterte Union sofort durch Joker Kobylanski (64.). Dennoch reichte es zum wichtigen Dreier für Aue - was bedeutete, dass die letzten Vier in der Tabelle an diesem Spieltag allesamt auswärts gewonnen haben!

Glückliche Löwen vermiesen Möhlmanns Jubiläum

Valdet Rama lässt sich feiern
Lebenszeichen: Valdet Rama schoss 1860 München zum Sieg in Frankfurt.
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Befreiungsschlag für 1860 München! Beim FSV Frankfurt setzten sich die Löwen am Freitag glücklich mit 1:0 durch. Rama verwertete sechs Minuten vor Schluss ein schönes Adlung-Zuspiel - es war ein Tor aus dem Nichts. Denn der FSV, nun seit zehn Spielen sieglos, legte im 500. Zweitligaspiel von Benno Möhlmann als Trainer einen engagierten Auftritt hin, hatte deutlich mehr vom Spiel und Pech, als Valloris Tritt gegen Aoudia keinen Elfmeter nach sich zog (24.). 1860 blieb in der Offensive einmal mehr harmlos und durfte am Ende dennoch jubeln. Das große Zittern aber geht auch zwei Spieltage vor Schluss unvermindert weiter.

Aalen jubelt auswärts - Fortuna-Fans reagieren sarkastisch

Das liegt auch am VfR Aalen: Das bisherige Schlusslicht, die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga, fuhr bei Fortuna Düsseldorf, der schlechtesten Rückrundenmannschaft, einen weitgehend ungefährdeten 2:0-Sieg ein. Nach einer einstudierten Ecke war Ademi zur Stelle (27.). Und dann verursachte Schauerte, der auch schon beim 0:1 nicht ganz auf der Höhe war, auch noch einen Elfmeter, den Gjasula zum Endstand verwandelte (70.). Der Rest war Häme für Fortuna, das auch mit den Debütanten Pluntke und Akca die Wende nicht schaffte. Die Fans sangen "Oh, wie ist das schön" und ließen "La Ola" durchs Stadion schwappen. Das entsprach eher den Gefühlen des VfR - die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt.

0:4 vor Henry! Sandhausen führt Leipzig vor

Thierry Henry in Leipzig
Ein Weltstar in Leipzig: Thierry Henry sah die RB-Blamage live vor Ort.
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Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hatte vor dem Heimspiel gegen Sandhausen betont, dass die letzten drei Spiele keine Auswirkung auf die Trainerfrage haben würden und er sich in engem Austausch mit Achim Beierlorzer befände. Doch, was dann folgte, wird auch er nicht erwartet haben, die Sachsen blamierten sich vor den Augen von Weltstar Thierry Henry, der vor seinem Karriereende für die New York Red Bulls stürmte, bis auf die Knochen: Völlig verdient setzten sich die Sandhäuser mit 4:0 durch und machten so - in ihrem 100. Zweitligaspiel übrigens - den eigenen Klassenerhalt rechnerisch perfekt. Thiede überwand zunächst Keeper Bellot, der für den an der Achillessehne verletzten Coltorti das RB-Tor hütete, aus der Drehung (36.), Bouhaddouz legte binnen 21 Minuten die weiteren Treffer im Alleingang nach (54./59./74.) und traf dazwischen auch noch den Pfosten (65.)!

kon

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