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21.04.2015, 23:12

Nürnberg drohen "keine Horrorszenarien"

Bader: Kein Verkauf von Leistungsträgern

Am Dienstagmorgen stellte der FCN die Meldung auf die vereinseigene Webseite. "Der 1. FC Nürnberg hat von der DFL im Lizenzierungsverfahren 2015/16 für die 2. Bundesliga in der ersten Entscheidung erwartungsgemäß die Lizenz mit Auflagen und Bedingungen erhalten. Konkret verlangt die DFL die weitere sukzessive Verbesserung des negativen Eigenkapitals, die der Verein in den vergangenen Jahren regelmäßig erfüllt hat."

Martin Bader
Blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft: Martin Bader.
© imagoZoomansicht

Zwei nüchterne Sätze, die schnell eine lebhafte Diskussion auslösten im Umfeld des Traditionsklubs und immer wieder die gleiche Frage aufwarfen: Wird der Club diese sportlich so ernüchternde Zweitligasaison am 30. Juni auch finanziell mit einem dicken Verlust abschließen?

"Ein Abstieg ist nun mal nicht lustig", meint Dr. Mario Hamm, der beim FCN seit der Entlassung von Finanzvorstand Ralf Woy im Februar dieses Jahres interimsweise die Bereiche Finanzen und Verwaltung verantwortet. "Da erwischt es jeden Klub, weil dir mit einem Schlag 12 bis 14 Millionen Cash fehlen."

Alle Spekulationen freilich, der Club werde die Saison mit einem Minus von zwei Millionen Euro oder mehr beenden, bezeichnet der 33-Jährige als "unseriös". In den zweieinhalb Monaten bis zur Bilanzerstellung könne noch so viel passieren, "es gibt sehr viele Faktoren, die das Ergebnis bis dahin beeinflussen können".

So darf der Club auf Nachschläge aus den vor Saisonbeginn vollzogenen Transfers von Josip Drmic, Mike Frantz und Adam Hlousek hoffen, selbst an einem Weiterverkauf längst transferierter Spieler wie Ilkay Gündogan oder Philipp Wollscheid würden die Franken partizipieren.

Den Verkauf eines Leistungsträgers jedenfalls plant Sportvorstand Martin Bader nicht ein, wenn er erklärt, dem Club werde es auf jeden Fall gelingen, die Bedingung der DFL zu erfüllen und das negative Eigenkapital von rund 1,7 Millionen Euro bis zum Jahresende um fünf Prozent zu verringern. "Das", so Bader, "haben wir in den letzten Jahren immer geschafft, und das werden wir auch in diesem Jahr schaffen".

"Völlig entspannt" verfolgt auch Hamm die aktuellen Debatten. Zahlen nennt der Finanzfachmann des FCN nicht, nur so viel sagt er: "Für alle, die jetzt die Horrorszenarien an die Wand malen, kann es bei der Bilanzpressekonferenz eine große Überraschung geben."

Harald Kaiser

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