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20.04.2015, 22:15

Kellerkind Fürth rettet spät ein 2:2 - Braunschweig patzt

Heißes 1:1: Zoller kontert Poulsen - Später Löwen-Dreier

Am Montag wurde es im Topspiel zwischen Lautern und Leipzig beim 1:1 hitzig. Am Sonntag kam Aufstiegsaspirant Darmstadt gegen Heidenheim nur zu einem Punkt. Den holte sich ganz spät auch Fürth, das sich aber nicht von hinten absetzen kann. Aue zog im Keller mit einem Dreier nach. 1860 vergab am Samstag gegen Bochum Riesenchancen, siegte aber in letzter Minute noch - genau wie Aalen, das Braunschweigs Aufstiegsträumen den vielleicht entscheidenden Dämpfer verpasste. Primus Ingolstadt feierte am Freitag gegen Düsseldorf einen Last-Second-Dreier, Verfolger KSC patzte in Sandhausen. St. Pauli jubelte gegen Nürnberg spät.

Festung Fritz-Walter-Stadion - Gelb-Rot für Forsberg

Simon Zoller
Erzielte das 1:1, freute sich innig und musste angeschlagen vom Feld: FCK-Stürmer Simon Zoller.
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Die Festung der 2. Liga steht auf dem Betzenberg: In der laufenden Saison hat es bislang noch keine Mannschaft geschafft, drei Punkte aus dem Fritz-Walter-Stadion zu entführen. Elfmal siegte Kaiserslautern - Düsseldorf, Bochum und Darmstadt zählten bis dato zu dem elitären Kreis, der immerhin einen Punkt entführen konnte.

Hinzu kam am Montagabend Leipzig, das die Nagelprobe definitiv Bestand: Poulsen brachte RB zunächst mit Auge in Front - Ersatztorwart Marius Müller parierte beinahe (16.). Außerdem kamen Teigl und Reyna zu aussichtsreichen Gelegenheiten. FCK-Stürmer Zoller, der noch vor der Pause angeschlagen raus musste, hatte allerdings etwas gegen die Halbzeitführung und erzielte freistehend mit dem Außenrist das 1:1 (20.), gleichbedeutend mit dem Endstand. Das Hauptthema der zweiten 45 Minuten war nämlich Härte und Einsatzwille: Rudelbildungen sowie zahlreiche Fouls der offensichtlichen und versteckten Art fehlten keineswegs. Da Lauterns Joker Jacob, Demirbay und Ring zudem aus guter Lage vergaben, endete die hitzige Begegnung im Großen und Ganzen gerecht mit 1:1. Ein Platzverweis durfte dabei nicht fehlen: Forsberg handelte sich die Ampelkarte ein (89.).

Der Punkt half den nun seit sieben Partien ungeschlagenen Roten Teufeln etwas mehr, wenngleich ein Dreier den Abstand zu Darmstadt und Karlsruhe (beide nur Remis) weiter vergrößert hätte. Leipzig, weiterhin sechs Zähler Rückstand, verpasste dagegen den Sprung heran an die Aufstiegsränge.

Darmstadt: 50 Punkte, aber nicht zufrieden

Marcel Heller (li.)
Gegen Heidenheim im Vorwärtsgang: Darmstadts Marcel Heller (li.).
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Darmstadt hat die 50-Punkte-Marke zwar geknackt und bleibt mittendrin im Aufstiegsrennen, musste beim 1:1 gegen Heidenheim aber dennoch einen empfindlichen Dämpfer einstecken. Schließlich hatten die heimstarken Lilien (9/5/1) in der Schlussphase mit einer Führung im Rücken gegen dezimierte Gäste alle Trümpfe in der Hand, gaben sie aber leichtfertig ab. Auf Gelb-Rot gegen Heise und Rückstand reagierte FCH-Trainer Frank Schmidt mit einem Dreifachwechsel (77.) und wurde schon eine gute halbe Minute später durch ein Jokertor belohnt: Niederlechner traf und rettete dem Team von der Ostalb beim Aufstiegsaspiranten einen Zähler.

Joker Benatelli hat es eilig

Mit dem zweiten Sieg aus den letzten acht Spielen (2/2/4) hat sich Aue im Abstiegskampf zurückgemeldet. Gegen den FSV Frankfurt schickte Coach Tomislav Stipic Stürmer Wood wieder ins Rennen, dennoch wollte es in der Offensive nicht wirklich klappen. Stipic reagierte nach einer knappen Stunde, brachte Benatelli und durfte nur Sekunden später zum Jubellauf ansetzen. Sein Joker hatte per Kopf gestochen und Erzgebirge damit im Abstiegskampf nach den Dreiern von Aalen, St. Pauli und 1860 nachgezogen. Beim FSV ist laut Geschäftsführer Sport Uwe Stöver "Sand im Getriebe", in Aue konnte die Möhlmann-Elf dies nicht widerlegen.

Fürth: Die Abstiegsränge rücken näher

Die Konkurrenz punktet fleißig - und Fürth? Auch gegen Union Berlin konnten die Franken nicht den erhofften Dreier einfahren und haben nur noch drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Die Bilanz des neuen Trainers Mike Büskens (0/4/3, 6:11 Tore) liest sich wie die eines Absteigers. Gegen die "Eisernen" schafften es die Fürther aber immerhin, zweimal einen Rückstand dank Freis und einem späten Treffer von Wurtz jeweils auszugleichen. Union ist nun seit vier Spielen ungeschlagen (1/3/0).

Hain erlöst die Münchner Löwen - Bochum baut eklatant ab

1860 München feiert das 1:1
Ja, sie leben noch: 1860 München feierten gegen Bochum einen Heimsieg in letzter Minute.
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Der rechte Oberschenkel von Stephan Hain hat 1860 München neuen Glauben im Abstiegskampf verschafft: In letzter Minute traf der Löwen-Angreifer zum 2:1-Heimsieg gegen den VfL Bochum. Vorher sah alles nach einem klaren Fall von "So steigt man ab" aus: Weiterhin ohne Torjäger Okotie (Innenbandverletzung) zeigten die Löwen in jeder Halbzeit ein anderes Gesicht. In der ersten hatten sie es einzig Keeper Eicher zu verdanken, dass nur Geburtstagskind Gregoritsch (21) sehenswert für Bochum traf (16.), vorausgegangen war ein Fehlpass von Sanchez. Vor allem Terodde verpasste es zweimal nachzulegen. In der zweiten drückten plötzlich die zuvor so fahrigen Löwen gegen eklatant abbauende Gäste. Wolf markierte nach einem starken Antritt das 1:1 (56.), Adlung (74.) und Vallori (79.) vergaben freistehend zwei von mehreren Riesenchancen - bis Hain in der letzten Minute der Nachspielzeit goldrichtig stand.

Gikiewicz' Patzer bringt Aalen in die Spur

Nach oben schielten sie schon, am Sonntag wollten die Löwen aus Braunschweig eigentlich die Aufstiegsränge richtig ins Visier nehmen. Stattdessen schauen sie nun betreten zu Boden: Beim VfR Aalen setzte es eine 1:2-Niederlage. Nachdem die Gäste vor der Pause nicht einen Schuss aufs Tor zustandegebracht hatten, traf Boland mit Wucht zur überraschenden Führung (51.) - die aber nicht lange halten sollte: BTSV-Keeper Gikiewicz ließ sich nach einem Rückpass von Quaner düpieren, der ausglich (54.). Weiter 15 Minuten später schob ihm Ofosu-Ayeh den Ball aus sehr spitzem Winkel durch die Beine. Der VfR verdiente sich die drei Punkte mit einem leidenschaftlichen Auftritt und verließ mit dem nun schon sechsten Spiel ohne Niederlage in Folge den letzten Tabellenplatz.

Sobiech sorgt für Party-Stimmung am Kiez

Einen Schritt voraus: St. Paulis Sobiech im Duell mit Mlapa (li.).
Einen Schritt voraus: St. Paulis Sobiech im Duell mit Mlapa (li.).
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Am Freitag wollte St. Pauli im engen Abstiegsrennen vorlegen und mit einem Sieg gegen den seit sechs Spielen sieglosen 1. FC Nürnberg die Konkurrenz im Keller unter Druck setzen. Bitter für Nürnberg war, dass sich Kapitän Polak beim Aufwärmen verletzte und kurzfristig ausfiel. Der FCN hatte in den vergangenen Wochen enorme Probleme mit der Chancenverwertung gehabt, wollte sich dieser Bürde nun aber am Kiez entledigen. Das klappte nicht so wirklich, wie Kerk bei Pinolas guter Hereingabe rasch zur Schau stellte (4.). Die Partie war im Allgemeinen kein Offensivspektakel, klare Chancen absolut selten. Einzige Ausnahme in Durchgang eins: Verhoek, der in der 28. Minute in Schäfer seinen Meister fand. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zwar offener, keineswegs aber hochklassiger. Als sich schon alles auf ein 0:0 eingerichtet hatte, schlug allerdings ausgerechnet der Ex-Fürther Sobiech für die Kiez-Kicker zu: Nach einer Ecke von links war der Abwehrhüne zur Stelle und sorgte für den vielumjubelten 1:0-Siegtreffer (90.).

Matip macht den Audi-Sportpark zum Tollhaus

Verfolgungsjagd: Danilo Soares im Duell mit Düsseldorfs Joel Pohjanpalo (re.).
Verfolgungsjagd: Danilo Soares im Duell mit Düsseldorfs Joel Pohjanpalo (re.).
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Als weitaus unterhaltsamer entpuppte sich derweil die Partie Ingolstadt gegen Düsseldorf. " Wir dürfen jetzt auf keinen Fall nachlassen", hatte FCI-Torwart Özcan vor dem Duell gewarnt und erlebte dann sein blaues Wunder. Nachdem Pohjanpalo früh das erste Ausrufezeichen gesetzt hatte (8.), holte sich Bodzek wegen einer Notbremse gegen Lex glatt Rot ab und verursachte zudem noch einen Strafstoß. Eine Dreifachbestrafung für die Düsseldorfer gab es allerdings nicht, denn Rensing parierte den Elfer von Morales (30.). Das kam die Schanzer teuer zu stehen, denn kurz darauf schlug es hinter Özcan ein: Pohjanpalo nutzte Danilos Fehlpass aus und traf zum 1:0 (33.). Der FCI war danach bemüht, das Spiel zu drehen, tat sich aber gegen überraschend defensivstarke Düsseldorfer enorm schwer.

Ralph Hasenhüttl hatte nach Wiederanpfiff jedoch die zündende Idee, als er Hartmann für Levels brachte (61.). Der Joker zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen umgehend zurück und traf zum nicht unverdienten 1:1 (65.). Ein glückliches Händchen bewies aber auch Fortuna-Coach Taskin Aksoy, der im Sommer von Frank Kramer ersetzt wird: Der für Pohjanpalo gekommene Bebou schloss einen Konter prima ab und brachte die Rheinländer abermals in Front. Wer aber gedacht hatte, der FCI würde sich nach dem neuerlichen Nackenschlag geschlagen geben, der sah sich getäuscht, denn die Schanzer sorgten doch noch für die Wende: Zuerst glich Leckie nach einem Freistoß per Kopf aus (86.), ehe in der sechsten Minute der Nachspielzeit Matip - erneut nach Freistoß - per Kopf in die Maschen zum 3:2 einnickte und den Audi-Sportpark zum Tollhaus machte.

Nullnummer zwischen Sandhausen und KSC

Das Ziel des SV Sandhausen ist klar: Die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz abschließen. Mit Aufstiegsaspirant Karlsruhe, der mit einer imposanten Serie von zehn ungeschlagenen Spielen in Folge angereist kam, hatte der SVS aber alles andere als Kanonenfutter zu Gast. Spielerisch war im Hardtwald dann jedoch nicht viel geboten, vielmehr beschränkten sich beide Mannschaften auf Zweikämpfe und viel Laufarbeit. Nach vorne lief hüben wie drüben nicht viel zusammen, sodass Einschussgelegenheiten absolute Raritäten waren und es bei der Nullnummer blieb. "Im Endspurt darf man sich keinen Fehler erlauben, wenn man ins Oberhaus will - und das wollen wir", hatte KSC-Kapitän Orlishausen vor dem Duell unmissverständlich klar gestellt. Ob das 0:0 am Ende zu wenig war, das wird sich erst nach der Endabrechnung zeigen.

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