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16.03.2015, 22:05

Überblick: Darmstadt überglücklich - FCI-Vorsprung schmilzt

Leipzig schielt wieder nach oben

Leipzig setzte sich gegen Düsseldorf durch und überholte die Fortuna in der Tabelle. Am Sonntag schmolz der Vorsprung von Spitzenreiter Ingolstadt nach der Pleite gegen den KSC. Im Keller schickte Aalen Aue ans Tabellenende. Braunschweig kann doch noch gewinnen, der SVS verlieren. Das Traditionsduell gegen Nürnberg gewann am Samstag Lautern. St. Pauli und Frankfurt trennten sich remis.

Leipzig hält Fortuna nieder, Aksoys erste Niederlage

Befreiter Jubel: Leipzigs Rodnei brachte RB gegen Düsseldorf auf die Siegerstraße.
Befreiter Jubel: Leipzigs Rodnei brachte RB gegen Düsseldorf auf die Siegerstraße.
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RB Leipzig ist endgültig zurück in der Erfolgsspur, bezwang Fortuna Düsseldorf am Montagabend verdient mit 3:1 und schielt nun sogar wieder etwas nach oben. Allerdings beträgt der Rückstand auf den Tabellendritten Kaiserslautern acht Punkte. Und Trainer Achim Beierlorzer muss in Heidenheim auf Teigl verzichten, der seine 5. Gelbe Karte sah. Die Fortunen boten vor allem in Hälfte eins zu wenig, verloren erstmals unter Interimstrainer Taskin Aksoy und fielen auf Rang sieben zurück. Leipzig erwischte einen perfekten Start, ging früh durch Rodnei in Front (7.), der nach einer Kaiser-Ecke am zweiten Pfosten abstaubte. Die Sachsen spielten schnell und schnörkellos, kamen immer wieder zu guten Chancen. Die Fortuna konnte sich aber auf einen gut aufgelegten Keeper Rensing verlassen. Düsseldorf selbst kam kaum gefährlich nach vorne, rückte nicht entscheidend nach. Ganz anders die Beierlorzer-Elf, die durch den klasse nachsetzenden Kimmich verdient auf 2:0 schraubte (28.). Leipzig war wacher, körperlich und gedanklich schneller, mannschaftlich kompakter und hatte den größeren Drang zum Tor als die Fortunen. Nach dem Seitenwechsel agierte Düsseldorf etwas couragierter und motivierter, tat sich gegen Leipzigs Pressing aber zunächst weiter schwer. Die Sachsen ließen die Zügel jedoch etwas schleifen und fingen sich prompt das 1:2 durch Pohjanpalo ein, der präzise vom Strafraum aus ins linke Eck abschloss (59.). Ein Weckruf für Leipzig, das sofort wieder die Lethargie ablegte, entschiedener agierte und folgerichtig durch Poulsens Schlenzer ins lange Eck zum 3:1 traf (71.). Düsseldorf war geschockt, die Überzeugung dahin, Leipzig hatte weitgehend leichtes Spiel.

Top-Duell: FCI verpasst den großen Schritt

Doppelpacker Hennings jubelt, FCI-Schlussmann Özcan ist enttäuscht.
Doppelpacker Hennings jubelt, FCI-Schlussmann Özcan ist enttäuscht.
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Der Vorsprung von Ingolstadt auf die Verfolger schmilzt weiter. Der Tabellenführer unterlag im Topspiel dem Viertplatzierten Karlsruher SC mit 1:3. Nach dem 3:0 in Aue schien die Krise des FCI vorbei, die Badener holten die Oberbayern aber wieder auf den harten Boden zurück. 2015 bleiben die Schanzer vor allem zu Hause ein Wackelkandidat und warten auf einen Heimdreier (0/1/2). "Karlsruhe auf Distanz halten" hieß die Devise vor dem Spiel, Mission gescheitert. Zwar brachte Hartmann den FCI mit den Pausenpfiff zurück ins Spiel und investierte in Durchgang zwei auch mehr, doch außer einem Hartmann-Pfostenschuss sprang nichts heraus. Vielmehr setzte Hennings mit zwei Kontertoren den Spitzenreiter unter Druck.

Keller-Duell: Aalen schickt Aue ans Ende

Die Aalener Vereinsspitze hatte Trainer Stefan Ruthenbeck das Vertrauen ausgesprochen und so vor dem Kellerduell für Ruhe gesorgt. Der VfR stärkte dann seinem Coach auf dem Rasen den Rücken mit einem 3:0-Sieg im "Sechs-Punkte-Spiel" gegen Aue. Die Ruthenbeck-Elf gab mit dem Dreier die Rote Laterne an Erzgebirge weiter. Von Beginn an hatte der VfR mehr vom Spiel und belohnte sich nach zwei Standardsituationen durch Hofmann und Quaner, sowie einem Kontertor von Steinhöfer. Von den "Veilchen" kam wenig - zu wenig. Vorne waren die Gäste viel zu harmlos, auch die Einwechslung von Jugendspieler Sonntag durch Trainer Tomislav Stipic half an diesem Sonntag nichts.

Omladic stoppt zwei Serien

Eintracht Braunschweig hat die Talfahrt gestoppt und den ersten Sieg 2015 eingefahren (1/1/4). Das ausgerechnet in Sandhausen, das im neuen Jahr noch ungeschlagen war (3/2/0) und damit einen Vereinsrekord aufgestellt hatte. Sandhausen erwischte den besseren Start, ohne die Eintracht in große Bedrängnis zu bringen. Für Aufregung war kurz vor der Pause gesorgt, als Ryu im Strafraum zu Fall kam, Schiedsrichter Christian Dietz aber nicht pfiff. In Durchgang zwei gab es wenige Höhepunkte, für den entscheidenden sorgte Omladic. Der zirkelte einen Freistoß zum Sieg für die Elf von Torsten Lieberknecht in die SVS-Maschen.

Nürnberg hat im Klassiker nichts zu melden

Springbock: Karim Matmour jubelt gemeinsam mit Philipp Hofmann über dessen soeben erzieltes 2:0.
Springbock: Karim Matmour jubelt gemeinsam mit Philipp Hofmann über dessen soeben erzieltes 2:0.
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Für Nürnberg war das Traditionsduell am Samstag auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern so etwas wie die letzte Chance, um sich ernsthaft im Aufstiegsrennen anzumelden. Drei Punkte und die Franken wären wieder dick im Geschäft gewesen, das war auch Wolfgang Wolf, der Leiter der Fußballabteilung beim FCN, klar: "Wir sind in der Pflicht, wenn wir oben herankommen wollen, müssen wir heute punkten - am besten dreifach." Doch ohne Polak (5. Gelbe) erwischte der Club in einem unterhaltsamen Spiel einen Kaltstart und lag zur Pause bereits 0:2 zurück - Ring nach Eckball (15.) und Hofmann nach Konter (31.) trafen für die Pfälzer. Durchgang zwei hatte nicht mehr viel zu bieten, da sich die Pfälzer auf Ergebnisverwaltung verstanden und Nürnberg lange Zeit nichts mehr zuzusetzen hatte. Erst in der absoluten Schlussphase kamen die Franken wieder besser auf, bis auf Schöpfs Anschlusstreffer in der 90. Minuten war für die Gäste aber nicht drin.

Frankfurts Serie hält auch am Kiez

Beim 2:0 in Braunschweig hatte St. Pauli dank defensiver Stabilität und enormer Kopfballstärke wieder ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet. Dieser Sieg sollte nun am heimischen Millerntor gegen den FSV Frankfurt, immerhin die beste Mannschaft der Rückrunde im Unterhaus, vergoldet werden. Die Hessen kamen mit einer Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge nach Hamburg, wo sie dann mit einer ähnlichen Spielanlage wie die Gastgeber loslegten. Hinten kompakt, vorne vertraute man auf Nadelstiche. Bis zur Pause neutralisierten sich beide Klubs: Doch nach Wiederanpfiff schlug Thy blitzartig zu und legte im Namen der Kiez-Kicker vor (46.). Ein schwerer Fehler von Maier brachte die Gäste dann aber zurück: Kauko bedankte sich und glich aus - 1:1 (58.). Danach mühten sich beide Klubs, das Pendel wollte aber auf keine Seite mehr ausschlagen, sodass es schlussendlich beim leistungsgerechten Unentschieden blieb.

5:0! Darmstadt bleibt auf der Erfolgswelle

Sulu und Bregerie
Jubel mit Calvin: Die Darmstädter Romain Bregerie (re.) und Aytac Sulu feiern im Schatten der Comicfigur.
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Sowohl Darmstadt (Gondorf und Stroh-Engel) als auch Union (Kreilach) mussten am Freitag auf wichtige gesperrte Spieler verzichten. Die seit 15 Spielen ungeschlagenen Lilien setzten im Sturm auf König, der allerdings in der 22. Minute die erste Großchance liegen ließ. Halb so wild: Die Darmstädter entschieden die Partie trotzdem noch vor der Pause. In der 34. Minute erzielte Balogun nach einem Ivana-Freistoß per Kopf die verdiente Führung. Schönheims zu kurzer Rückpass auf Amsif bracht den Köpenickern endgültig das Genick. Amsif wusste sich gegen Sailer nur mit einem Foul im Strafraum zu helfen, die "Dreifachbestrafung" fand ihre Anwendung: Rot für Amsif, der nun mit einer Sperre rechnen muss, Elfmeter für Darmstadt, 2:0 dank Bregerie (45.+2). Zehn Berliner agierten am Böllenfalltor nach Wiederanpfiff hilflos: Ivana (56.) per Flachschuss ins linke Eck und "Kopfballungeheuer" Sulu (80., 83.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Die Lilien mischen im Aufstiegsrennen weiter munter mit, während die "Eisernen" die Heimreise mit einer 0:5-Packung und der vierten Auswärtspleite in Folge antreten mussten.

Ex-Fürther Adlung setzt für die Löwen den Schlusspunkt

Unterdessen trafen sich zwei Krisenteams zum bayerischen Duell. Für die SpVgg Greuther Fürth begann die Begegnung gegen 1860 München nicht wie gewünscht. Nach fadem Beginn wurden die Franken ausgekontert, Vollmann schickte Simon mit einem herrlichen Pass in die Schnittstelle auf die Reise. Der Ungar umrundete Keeper Hesl und schob locker ein (33.). Das Kleeblatt präsentierte sich im Anschluss bemüht, aber wie so oft in den letzten Wochen in der Offensive ideenlos. Und bekam die Quittung: Vollmann sprintete an der behäbigen Abwehr vorbei und schloss zum 2:0 ab (65.), Adlung verpasste seinen ehemaligen Kollegen mit einem fulminanten Weitschuss in den Winkel den Todesstoß (71.). Die Spielvereinigung wartet nun seit vier Spielen auf einen Sieg.

Sestak Doppelpack - Bochum weiter offensivstark

Simon Terodde
Klappe, die 13.: Simon Terodde schlug für Bochum mal wieder zu.
© imago

Auch gegen Heidenheim war die neue offensive Handschrift des VfL-Trainers Gertjan Verbeek zu erkennen. Der VfL erzielte dank Terodde (13. Saisontreffer) in der 11. Minute das erste Tor des Spieltags, Wittek half mit einer unfreiwilligen Kopfballverlängerung ein wenig nach. Nur neun Minuten später vollstreckte Vorbereiter Sestak mit einem klasse Linksschuss selbst - 2:0. Heidenheim ließ die Köpfe in der attraktiven ersten Hälfte nicht hängen und verkürzte dank Leipertz per Elfmeter (Latza an Niederlechner, 41.). Es waren letztlich aber die Bochumer, die das bessere Ende für sich hatten. Sestak, bereits in der Vorwoche zweimal erfolgreich, schnürte in der 71. Minute seinen nächsten Doppelplack, der gerade eingewechselte Gregoritsch schlug in der 74. Minute zu und stellte auf 4:1. Terodde hätte sein Torkonto noch erhöhen können, scheiterte aber vom Elfmeterpunkt an Keeper Zimmermann (83.).

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