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31.12.2014, 13:34

Darmstadt ringt mit schweren Bedingungen rund ums Stadion

Fritsch: "Notfalls spielen wir Champions League"

Sportlich läuft es rund: Darmstadt 98 überwintert in der 2. Bundesliga als Aufsteiger auf einem hervorragenden dritten Platz. Und genau das bereitet den Verantwortlichen Sorgen: Sie müssen sich mit den Auflagen für ein Erstliga-Stadion beschäftigen. Der Zeitplan für die erneuerte Arena gerät in Verzug; doch Präsident Rüdiger Fritsch lässt sich nicht beunruhigen - und scherzt von der Champions League.

Rüdiger Fritsch
Tut Spekulationen um einen Aufstieg als albern ab: 98-Präsident Rüdiger Fritsch bleibt bescheiden.
© imagoZoomansicht

Underdog hin, begrenzte Möglichkeiten her: Zur Winterpause ist der SV Darmstadt 98 zumindest sportlich ein Kandidat für den Aufstieg in die Bundesliga. Von der Euphorie unterm Weihnachtsbaum lässt sich einer indes nicht anstecken. "Darmstadt 98 jetzt mit der 1. Liga in Verbindung zu bringen, ist albern", findet Präsident Rüdiger Fritsch. Fragen, ob man sich auch mit einem Plan B zum Aufstieg befasse, blockt er in diesen Tagen ab.

Sollte der Höhenflug anhalten, müssen sie sich spätestens im Frühjahr auch beim SV 98 mit den Herausforderungen eines Aufstiegs befassen. Schließlich räumt auch Fritsch ein, man werde den Gang in Liga eins natürlich antreten, sollte er sich ergeben: "Wir werden sicher nicht absichtlich die letzten drei Spiele verlieren. Notfalls spielen wir auch in der Champions League."

Diese "Sorge" müssen die Darmstädter zwar nicht haben, sich aber mindestens mit den Bedingungen auseinandersetzen, die die DFL in Sachen Erstliga-Stadien vorgibt. Hier erledigte die Stadt als Eigentümer des Merck-Stadions am Böllenfalltor in Zusammenarbeit mit den 98ern diesen Sommer bereits die wichtigsten Hausaufgaben, installierte eine Rasenheizung, helleres Flutlicht und Schalen auf allen Sitzplätzen, schuf mehr Raum für die Fernsehteams und optimierte die Sicherheit. Die Kapazität von 16 150 Plätzen selbst bei Risikospielen übersteigt die Mindestanforderung der DFL an ein Erstliga-Stadion (15 000 Plätze) knapp.

Zeitplan für den Stadion-Neubau kann wohl nicht eingehalten werden

Die Haupttribüne des Merck-Stadions am Böllenfalltor
Vor dem Umbau: Die Haupttribüne des Merck-Stadions am Böllenfalltor soll erneuert werden.
© imago

Während die Finanzierung des sukzessiven Neubaus des Stadions an selber Stelle steht, verzögern sich Businessplan, Parlamentsdebatte und Ausschreibung um mehrere Wochen. Der für den Sommer geplante Baubeginn der mindestens 18 000 Fans fassenden Arena, in der alle alten Tribünen abgerissen werden und die Laufbahn wegfallen sollen (Gesamtkosten: 28 Millionen Euro) dürfte nicht gehalten werden, ebenso wenig die Fertigstellung zu Saisonbeginn 2016/17. "Die Stadt muss sich damit beschäftigen", betont Fritsch, man sei künftiger Mieter, aber nicht Bauherr.

An der Stadt liege es auch, bessere Trainingsbedingungen zu schaffen: "Wir zahlen doch keine horrende Miete nur für einen Hauptplatz", sagt Fritsch. Trainer Dirk Schuster hatte kürzlich die Bedingungen mit nur einem - dürftigen - Rasenplatz fürs Training kritisiert. Besser werde es allerdings erst im Zuge der Gesamtentwicklung des Stadions und der Fläche ringsherum, so Fritsch: "In den nächsten anderthalb Jahren passiert nichts."

Jens Dörr

Tabellenrechner 2.Bundesliga
31.12.14
 
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Merck-Stadion am Böllenfalltor

Stadionkapazität: 17.000

Vereinsdaten

Vereinsname:SV Darmstadt 98
Gründungsdatum:22.05.1898
Mitglieder:7.600 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Nieder-Ramstädter Straße 170
64285 Darmstadt
Telefon: (0 61 51) 66 66 98
Telefax: (0 61 51) 66 66 99
E-Mail: info@sv98.de
Internet:http://www.sv98.de/