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20.11.2014, 17:35

"Beförderung" zur Nummer zwei

Schäfer glaubt nicht mehr an weitere Einsätze

Das Aus kam über Nacht. Von einem Tag zum anderen musste Raphael Schäfer nach der 0:3-Niederlage in Heidenheim am siebten Spieltag seinen Platz im Tor des 1. FC Nürnberg räumen - den Platz, den der 35-Jährige zuvor in stolzen 250 Bundesliga- und 72 Zweitligaspielen eingenommen hatte. Gegen Spitzenreiter Ingolstadt erwartet den 35-Jährigen eine Beförderung, doch an weitere Einsätze will er vorerst nicht mehr glauben.

Raphael Schäfer
Weiterhin auf dem Abstellgleis, aber wenigstens wieder auf der Ersatzbank: Nürnbergs langjähriger Stammkeeper Raphael Schäfer.
© imagoZoomansicht

Sportlich hatte sich der Schlussmann, einer der wenigen Lichtblicke im Nürnberger Abstiegsjahr 2013/14, kaum etwas zuschulden kommen lassen; von dem Fehler, der der SpVgg Greuther Fürth beim 1:5-Derbydebakel am zweiten Spieltag das Führungstor ermöglichte, einmal abgesehen. Schäfer lasse sich nicht mehr "emotionalisieren", meinte Trainer Valerien Ismael und baute im folgenden Heimspiel gegen Kaiserslautern auf den 21-jährigen Patrick Rakovsky, der die langjährige Nummer 1 der Franken in der laufenden Saison bereits in den Spielen gegen den FSV Frankfurt (0:1) und in Berlin (4:0) vertreten hatte.

So weit, so verständlich. Mit der Aufgabe, den Generationswechsel zwischen den Pfosten voranzutreiben, war Ismael schließlich bereits beim Club angetreten. Doch im Kaiserslautern-Spiel und in den folgenden fünf Begegnungen saß Schäfer nicht einmal mehr auf der Bank, sondern wurde fortan als Torhüter Nummer 3 hinter Rakovsky und dem erst während der Saison aus Hannover gekommenen Samuel Radlinger (22) geführt. Eine brutale, nicht mehr nachvollziehbare Demontage des langjährigen Leitwolfs, der sich plötzlich "Gedanken über meine Zukunft machen" musste.

Heute ist Ismael Vergangenheit; der neue Trainer René Weiler behandelte in den bislang fünf Trainingseinheiten dieser Woche - am Donnerstag gab der Schweizer seinen Schützlingen nun doch frei - alle drei Torhüter gleich. Er habe noch keine Entscheidung in der Torhüterfrage gefällt, erklärte er am Mittwoch.

Weiler wird die Baustelle im Tor nicht wiedereröffnen

Die Baustelle Tor freilich wird der Fußballlehrer nicht noch einmal eröffnen. Rakovsky wird auch am Sonntag in Weilers Premierenspiel gegen den FC Ingolstadt zwischen den Pfosten stehen, und Schäfer geht mittlerweile davon aus, dass er kein Spiel mehr für den Club bestreiten wird; in der Winterpause sollen Gespräche über eine Auflösung seines bis 2016 laufenden Vertrags aufgenommen werden.

Eine Beförderung freilich winkt dem 35-Jährigen in Nürnberg doch noch einmal: Weiler erwägt, Schäfer in der Partie gegen den Spitzenreiter als Torhüter Nummer 2 auf die Bank zu setzen. Wenigstens etwas.

Harald Kaiser

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5 Leserkommentare

kgmattlat
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27.11.2014 | 14:29

Es war schon überfällig das man im Tor mit dem Generationswechsel begonnen hat. Man hätte schon beim [...]
Maids2000
Beitrag melden
21.11.2014 | 17:35

Ja, so etwas gibt´s halt auch nur in Nürnberg. Man ersetzt den notenmäßig drittbesten Bundesliga-Torwart [...]
Malleole
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21.11.2014 | 16:45

m.E. haben die FCN-Verantwortlichen lediglich den richtigen Zeitpunkt für ein sauberes Ende verpaßt. [...]
Rabenschar
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21.11.2014 | 13:25

Undank ist der Welten Lohn. Da haben die beim Club wohl vergessen was der gute Schäfer die letzten jahre [...]
Robrob1112
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20.11.2014 | 21:39

Es ist doch so ein Riesenschmarrn, Schäfer rauszunehmen. Er ist der Club, und wenn man unbedingt den [...]

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zum Thema

weitere Infos zu R. Schäfer

Vorname:Raphael
Nachname:Schäfer
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:30.01.1979

weitere Infos zu Rakovsky

Vorname:Patrick
Nachname:Rakovsky
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:02.06.1993

weitere Infos zu Sahin-Radlinger

Vorname:Samuel
Nachname:Sahin-Radlinger
Nation: Österreich
Verein:Hannover 96
Geboren am:07.11.1992


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