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20.11.2014, 14:14

Kaiserslauterns Vorsitzender steht zur Wiederwahl

Rombach: "Eine ideale Partnerschaft"

Prof. Dr. Dr. Dieter Rombach (61) ist seit Dezember 2008 Vorsitzender des Aufsichtsrates des 1.FC Kaiserslautern. Der Gründer und geschäftsführende Leiter des Frauenhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern steht bei der Jahreshauptversammlung  des Zweitligisten am Sonntag (14 Uhr, Veranstaltungszelt auf dem Parkplatz Süd 1 am Fritz-Walter-Stadion) für eine dritte dreijährige Amtsperiode im höchsten Vereinsgremium zur Wiederwahl. Auch seine Kollegen Ottmar Frenger, Gerhard Theis und Jürgen Kind kandieren erneut. Zu seinen Ambitionen äußert sich Prof. Rombach im kicker-Interview.

Steht am Sonntag für eine dritte Amtsperiode im höchsten Vereinsgremium zur Wiederwahl: Kaiserslauterns Vorsitzender Prof. Dr. Dr. Dieter Rombach.
Steht am Sonntag für eine dritte Amtsperiode im höchsten Vereinsgremium zur Wiederwahl: Kaiserslauterns Vorsitzender Prof. Dr. Dr. Dieter Rombach.
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kicker: Herr Rombach, Sie spüren oft Gegenwind als Aufsichtsratschef. Was reizt Sie, erneut für einen Platz im höchsten Klubgremium zu kandidieren?

Prof. Dr. Dr. Dieter Rombach: Also einen solch großen Gegenwind verspüre ich nicht. Die Verantwortung, den vor sechs Jahren eingeschlagenen Weg, der im Moment sportlich und finanziell sehr erfolgreich  aussieht, weiter zu führen und nachhaltig zu machen, das ist meine Motivation. Es ist ein Punkt erreicht, der zufriedenstellend ist. Die Betze-Anleihe ins Nachwuchsleistungszentrum investieren zu können bietet die Möglichkeit, nachhaltig dafür zu sorgen, dass wir finanziell gesichert dastehen und wir uns eine wettbewerbsfähige Mannschaft leisten können. Die EU-Genehmigung ermöglicht, das geplante Zukunftskonzept umzusetzen. Das ermutigt mich, für eine dritte Amtsperiode zu kandidieren.

kicker: Nach einem Fehlbetrag von knapp zwei Millionen Euro im Etat 2012/13 kann Vorstandschef Stefan Kuntz am Sonntag einen kleinen Bilanzgewinn vermelden. Wie hoch ist der und wie ist der FCK am Jahresende 2014 finanziell aufgestellt?

Rombach: Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr die volle Stadionmiete mit 3,2 Millionen bezahlt und haben eine wettbewerbsfähige Mannschaft mit einem ausgeglichenen Budget. Es ist kein riesen Überschuss, aber wir haben im Prinzip eine schwarze Null geschrieben.

kicker: Ein Kritikpunkt an Ihnen war die vorzeitige Verlängerung des noch ein Jahr laufendenden Vertrages von Stefan Kuntz bis 2017. Fühlten Sie sich im Mai unter Druck gesetzt?

Rombach: Nein, überhaupt nicht. Wer Verantwortung übernimmt, muss Entscheidungen treffen, wenn sie anstehen. Wir waren damals der Meinung, als die Fans mit dem Kauf der Betze-Anleihe in wenigen Tagen dem Verein und Vorstand so ein Vertrauen ausgesprochen haben, dass ein Signal gesendet werden muss: Die Umsetzung erfolgt mit denselben Personen. Kontinuität ist Voraussetzung für Erfolg. Das haben wir bei Stefan Kuntz gesehen und deshalb den Vertrag verlängert. Ich glaube, die Mitglieder erwarten von uns, Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.  

Im Moment ist es eine ideale Partnerschaft zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und sportlicher Leitung einschließlich des Trainers.Prof. Dr. Dr. Dieter Rombach

kicker: Sie sagen, Kontinuität ist wichtig. Der Vertrag von  Kosta Runjaic endet am Saisonende. Sollte der Vorstand den erfolgreichen Trainer langfristig binden?

Rombach: Im Moment ist es eine ideale Partnerschaft zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und sportlicher Leitung einschließlich des Trainers. Ich bin überzeugt, dass der Vertrag über kurz oder lang verlängert wird. Stefan Kuntz hat das ja schon kommuniziert.

kicker: Begrüßen Sie es, dass mit Mathias Abel ein ehemaliger Spieler bereit ist, im Aufsichtsrat Verantwortung zum übernehmen?

Rombach: Für mich ist nicht die Frage, ob einer Spieler war oder nicht. Unsere Hauptaufgabe ist, das Finanzielle zu beaufsichtigen. In den Aufsichtsrat gehören Menschen, die betriebswirtschaftliche Kompetenz  haben. Und die vor allen Dingen unabhängig in dem Sinne sind, dass sie keine Ambitionen haben, eine bezahlte Tätigkeit im Verein zu haben. Trifft das auf die Kandidaten zu, habe ich keine Probleme mit deren Kandidatur.

kicker: Ihr Wunsch für die Jahreshauptversammlung?

Rombach: Dass dort, wo es unterschiedliche Meinungen gibt, anständig diskutiert wird.  Ohne, dass unter der Gürtellinie ausgeteilt wird.

Uli Gerke

kicker Edition 40 Jahre Kult
 
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