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01.11.2014, 13:08

Düsseldorf: Topspiel mit Nachwehen

Liendl: "Man muss auch mal seinen Mann stehen"

Die schwere Verletzung von Ingolstadts Abwehrspieler Danny da Costa überschattete das spielerisch enttäuschende Spitzenspiel. Prompt gab es heftige Vorwürfe vonseiten der Gäste, die Fortunen seien überhart eingestiegen; gleichzeitig klagten die Düsseldorfer über die "Fallsucht" der Gäste. Klar liegt der Fall bei da Costas offenem Unterschenkelbruch, bei dem kein Foul im Spiel war: Der Ingolstädter Verteidiger wurde im Kampf um den Ball unglücklich von Lukas Schmitz getroffen.

Michael Liendl
"Wenn man einen Gegenspieler berührt, ist das noch lange nicht überhart." Michael Liendl.
© imagoZoomansicht

Wer auf fußballerische Leckerbissen im Gipfel der beiden Topteams gehofft hatte, der wurde am Halloween-Abend mächtig enttäuscht. Die Partie war zwar hart umkämpft, und beide Parteien verteidigten ihr Terrain mit großem Einsatz. Spielerisch aber war es eher gruselig, was die 33.878 Zuschauer, darunter offiziell 65 Ingolstädter Fans, geboten bekamen. "Es kommt halt kein Spielfluss auf, wenn ständig Menschen am Boden liegen", merkte Düsseldorfs Sportvorstand Helmut Schulte nach dem 0:0 spitzzüngig an. Immer wieder wurde die Partie unterbrochen, immer wieder mussten Spieler behandelt werden, es gab deutlich mehr Fouls als sehenswerte Angriffszüge, und Torchancen blieben beiderseits äußerst selten.

Es war ein sehr, sehr hartes Spiel, manchmal an der Grenze des Erlaubten.FCI-Trainer Ralph Hasenhüttl

Und die Ingolstädter Kritik? "Man muss im Fußball auch mal seinen Mann stehen und stehen bleiben", schimpfte Fortunas Spielmacher Michael Liendl. "Wenn man einen Gegenspieler berührt, ist das noch lange nicht überhart." Dabei sorgte auch Schiedsrichter Felix Zwayer für einige Verwirrung, der fünf Gelbe Karten verteilte, zwei für Düsseldorf, drei für Ingolstadt, dabei aber mitunter sehr kleinlich, mal aber auch sehr großzügig pfiff, und in einigen Szenen überhaupt nicht im Bilde war. So hatte zum Beispiel Düsseldorfs Innenverteidiger Bruno Soares Glück, der den Ingolstädter Alfredo Morales Ende der ersten Halbzeit knapp vor der Strafraumlinie mit rüdem Ellbogeneinsatz ins Gesicht stoppte; hier hätte Zwayer zwingend Gelb zeigen müssen, ließ aber stattdessen weiterlaufen.

Schmitz und Pinto angeschlagen

Sehr hart also wurde die Partie geführt, und die 90 Minuten waren von übergroßem Respekt geprägt. Neben der schlimmen Verletzung von Danny da Costa gab es auch auf Düsseldorfer Seite zwei Blessuren: Lukas Schmitz schied mit Verdacht auf Zehenbruch aus, Sergio da Silvo Pinto, der aus kurzer Distanz einen Schuss von Konstantin Engel gegen den Kopf bekommen hatte, hielt zwar durch bis zum Abpfiff, begab sich aber am Samstag wegen starker Kieferschmerzen zum Arzt. Ein Sonderlob für das "Schlachtross" hatte Oliver Reck aber nach dem Spiel auch parat. "Es ist unglaublich, wie Sergio Pinto sich in so ein Spiel reinwühlt", lobte der Fortuna-Trainer, "das ist absolut vorbildlich."

Oliver Bitter

 
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weitere Infos zu Liendl

Vorname:Michael
Nachname:Liendl
Nation: Österreich
Verein:1860 München
Geboren am:25.10.1985


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