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25.09.2014, 22:05

7. Spieltag: 1860, FCN und Braunschweig tiefer in der Krise

Remis beim Schlagabtausch in Bochum - SV98 oben

An der Castroper Straße hätte am Donnerstag sowohl Bochum als auch Düsseldorf auf Platz eins springen können, doch durch das 1:1 bleiben Darmstadt und Leipzig oben. Am Mittwoch schoss Darmstadt Frankfurt ab, Leipzig gewann 3:1 gegen den KSC. Weiter in der Krise stecken 1860, Nürnberg und Braunschweig, das St. Paulis Tief vorerst zu beenden half. Fürths Heimbilanz bekam derweil gegen Aalen Kratzer.

Weis und Halloran verpassen das Siegtor

Gregoritsch köpft schulmäßig ein für Bochum, doch zum Sieg reichte dies nicht.
Gregoritsch köpft schulmäßig ein für Bochum, doch zum Sieg reichte dies nicht.
© picture allianceZoomansicht

Der VfL Bochum hat am Donnerstagabend die Tabellenspitze nicht zurückerobern können. Die Mannschaft von Peter Neururer musste nach einer starken ersten Hälfte gegen Fortuna Düsseldorf mit einem 1:1 zufrieden sein. Damit bleiben die beiden Aufsteiger aus Darmstadt und Leipzig ganz oben. Das Führungstor für die Bochumer erzielte VfL-Offensivmann Gregoritsch mit einem mustergültigen Kopfball. Die Düsseldorfer hingegen enttäuschten im ersten Abschnitt, als die Reck-Elf fast keine Offensivaktionen hatte und nicht immer konsequent verteidigte. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Fortuna die Schlagzahl, wurde wesentlich mutiger und hatte durch Avevor und Liendl zunächst Schusschancen. Der VfL stand nun wesentlich tiefer und lauerte auf Konter, doch so richtig konnten die Hausherren diese nicht setzen. Vielmehr versenkte Pohjanpalo eine Schauerte-Flanke etwas kurios (er schoss sich an die Brust) zum Ausgleich. Bochum war sichtlich angeschlagen und hätte fast das 1:2 kassiert, doch Halloran scheiterte alleine vor VfL-Torwart Esser. Seitens der Bochumer vergab Weis eine Großchance, so dass das 1:1 letztlich ein gerechtes Ergebnis war. Im Übrigen war es das vierte 1:1 im vierten Bochumer Heimspiel.

Heidenheim stößt Club tiefer in die Krise

Niklas Stark und Marc Schnatterer
Heidenheims Kapitän Schnatterer (re.) dreht jubelnd ab, Nürnbergs Stark konnte das Führungstor nicht verhindern.
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"Wir wollen auch endlich mal zu null spielen", sagte Coach Valerien Ismael vor der Partie seines 1. FC Nürnberg beim 1. FC Heidenheim. Dieser Wunsch zerstob am Mittwochabend aber bereits nach wenigen Minuten, Schnatterer (3.) und Kraus (9.) trafen früh für den 1. FCH. Die mit Händen greifbare Verunsicherung beim Club nahm noch mehr zu, die Ostalbstädter hatten bis zum Pausenpfiff leichtes Spiel, die harmlosen Angriffe des Rekordabsteigers zu unterbinden.

Zwar waren die Franken im zweiten Abschnitt um eine Antwort bemüht, doch die Anstrengungen blieben Stückwerk. Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft, die Abwehr präsentierte sich weiterhin löchrig. Schäfer musste gegen den durchgebrochenen Niederlechner die Grätsche auspacken, Mayer verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:0-Endstand (60.). Heidenheim feierte den vierten Sieg vor eigenem Publikum, Nürnberg musste die dritte Pleite in Folge quittieren und erzielte dabei nicht ein einziges Törchen! Zudem muss der 1. FCN im nächsten Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern auf Polak verzichten, der Kapitän flog mit der Ampelkarte vom Platz.

Aufsteiger Darmstadt und Leipzig mischen weiter oben mit

Das Hessenderby zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem FSV Frankfurt war eine klare Angelegenheit für den Aufsteiger. Darmstadt siegte souverän mit 4:0 und stürzte die Elf von Trainer Benno Möhlmann noch tiefer in die Krise. Bereits zur Pause führten die Lilien mit 3:0 und schalteten im zweiten Durchgang einen Gang zurück. Während Darmstadt damit die richtige Antwort auf die erste Saisonniederlage am letzten Wochenende gegen Braunschweig (0:2) gab und seine Position in der Spitzengruppe festigte, musste Frankfurt die zweite heftige Pleite in Folge hinnehmen und wartet nun schon seit vier Partien auf einen Dreier. Kurios: Alle vier Tore für die Lilien fielen jeweils nach Eckbällen!

Das Verfolgerduell zwischen RasenBallsport Leipzig und dem Karlsruher SC endete mit einem 3:1 für die Sachsen. Beide Teams boten ein intensives und enges Match. Leipzig hatte in Hälfte eins mehr vom Spiel, doch die gut sortierte Abwehr der Badener ließ nur ganz wenig zu. Zudem offenbarte der KSC bei seinen schnellen Gegenstößen mehr Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor. Die Elf von Trainer Alexander Zorniger kam nach dem 1:1 zur Pause aber wacher aus der Kabine und ging durch einen Doppelschlag von Poulsen (48., 58.) schnell in Führung. Von diesen Rückschlag erholte sich der KSC nicht mehr, souverän brachten die Sachsen ihren vierten Saisonsieg unter Dach und Fach, wodurch sie weiterhin ordentlich oben mitmischen.

Lautern zeigt sich gut erholt

Alexander Ring
Traf gekonnt aus 18 Metern zum Sieg für Lautern gegen Union Berlin: Alexander Ring.
© imago

Gut erholt zeigte sich auch der 1. FC Kaiserslautern von der ersten Saisonniederlage am letzten Wochenende (1:2 bei der SpVgg Greuther Fürth). Die Pfälzer dominierten von Beginn an die Partie gegen den 1. FC Union Berlin und boten ihren Fans eine nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugende Vorstellung. Einzig die Chancenverwertung blieb mangelhaft, sodass es zur Pause nur 1:0 stand. Auch im zweiten Abschnitt setzte sich die Dominanz der Roten Teufel gegen zu passive Eiserne fort, doch weiterhin ließ die Elf von Trainer Kosta Runjaic beste Chancen liegen. Hofmann brachte sogar das Kunststück fertig, in der 76. Minute den Ball aus rund einem Meter (!) über das Tor zu schießen. So musste bis zum Schlusspfiff um die verdienten drei Punkte gezittert werden. Durch den vierten Heimsieg hat der FCK wie Darmstadt und Leipzig 14 Punkte auf den Konto.

St. Pauli feiert das Ende der Niederlagenserie

Thomas Meggle musste am Dienstag gegen Braunschweig noch einmal das Geschehen von der Tribüne aus ansehen. Was er von dort sah, dürfte ihm durchaus gefallen haben. Denn nach drei Niederlagen in Serie präsentierten sich die Kiezkicker agil und bissig. Der Lohn wurde geradezu erzwungen: In eine Kringe-Hereingabe warf sich Sobiech ohne Rücksicht auf Verluste, mit einem Abwehrbein am Kopf drückte er den Ball zur Pausenführung über die Linie. Die Hamburger überzeugten vor allem mit großem Einsatz und ließen der Eintracht so nur wenige Möglichkeiten. Es blieb bis zum Schlusspfiff eng, aber am Ende stand der viel umjubelte Heimsieg des FC St. Pauli.

Jubeltraube: St. Paulis Spieler scharen sich um Siegtorschütze Lasse Sobiech.
Jubeltraube: St. Paulis Spieler scharen sich um Siegtorschütze Lasse Sobiech.
© picture alliance

Moniz greift zum Systemwechsel - Wootens Serie hält

Hohe Ambitionen hat der TSV 1860 München, dazu passt nur ein Sieg aus sechs Saisonpartien nicht. In Sandhausen ordnete Trainer Ricardo Moniz einen Systemwechsel vom 4-3-3 hin zum 4-2-2-2 an. Vorteile konnten sich die Löwen damit aber auch nicht erarbeiten, Sandhausen hielt dagegen, musste aber schon im ersten Durchgang den Ausfall von Zillner verkraften. Nach der Pause verschaffte sich der SVS dann ein Übergewicht, ließ die Chancen aber zunächst ungenutzt. Als Kübler mit Gelb-Rot vom Platz musste witterten die Löwen Morgenluft, aber der Schuss ging nach hinten los: Wooten schloss kurz vor Schluss einen Konter präzise ab und sorgte damit für das dritte 1:0 des SVS in Serie - jeweils traf der Angreifer.

Stipic ergattert einen Punkt bei der Rückkehr

Eine brisante Rückkehr feierte Aues Trainer Tomislav Stipic: Bis zu seiner Berufung zum Cheftrainer des FC Erzgebirge hatte er Ingolstadt II trainiert - am Dienstag gastierte er mit seiner neuen Mannschaft bei seinem alten Verein. Den Schwung aus dem 3:0 gegen St. Pauli schienen die Auer zunächst mitnehmen zu können, Löning köpfte zur Gästeführung ein. Doch lange konnte sich das Schlusslicht nicht an der Führung erfreuen: Quasi im Gegenzug durfte Hinterseer allzu leicht das 1:1 markieren. Ingolstadt war anschließend klar überlegen, konnte seine Chancen aber - wieder einmal - nicht nutzen. So blieb es bei der für Aue glücklichen Punkteteilung.

Fürther Punktverlust zum Jubiläum

Am Tag des 111-jährigen Bestehens hatte die SpVgg Greuther Fürth den VfR aus Aalen zu Gast. "Mit unserer Heimstärke kann das Ziel nur ein Sieg sein", hatte Stiepermann die Devise ausgegeben - doch an die mochten sich die Aalener nicht halten. "Das Ergebnis besitzt Priorität", hatte Trainer Stefan Ruthenbeck ausgegeben, Ludwig folgte ihm aufs Wort und stellte auf 1:0 für die Gäste, als ihn die Fürther unbedrängt zum Abschluss kommen ließen. Nach der Pause drehten die Franken auf und kamen durch Weilandt, der sich im Strafraum geschickt um den Gegenspieler drehte, zum verdienten Ausgleich. Nach Rot für den Ex-Fürther Drexler schnupperte das Kleeblatt sogar noch am Sieg, den aber Torwart Fejzic - ein weiterer früherer Fürther - mit einer starken Parade gegen Schröck verhinderte, so dass die SpVgg die ersten Heimpunkte in dieser Saison liegen ließen.

 
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