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15.09.2014, 22:10

1860 und SVS mit erstem Sieg - Lage bei Union spitzt sich zu

Nürnberg ohne Esprit - Fortuna rückt vor

Am Montagabend beschlossen Nürnberg und Düsseldorf den 5. Spieltag, der vor allem für die Franken nicht schön war. Am Sonntag hatte 1860 den Krisengipfel am Millerntor mit 2:1 gegen St. Pauli gewonnen - das Meggle-Debüt floppte, Löwen-Trainer Moniz bejubelte den ersten Sieg. Auch Sandhausen konnte den ersten Dreier einfahren. Die Lage bei Union verschärft sich weiter, während die Wende in Aue auf sich warten lässt.

Premiere: Sergio da Silva Pinto bejubelt sein erstes Tor für die Fortuna.
Premiere: Sergio da Silva Pinto bejubelt sein erstes Tor für die Fortuna.
© Getty ImagesZoomansicht

Club ideenlos - Pinto jubelt

Zum Abschluss traten am Montag mit Nürnberg und Düsseldorf zwei mäßig gestartete Aufstiegsanwärter gegeneinander an, bei denen die Formkurve zuletzt aber wieder nach oben zeigte. Der Club wollte endlich wieder oben anknüpfen, legte gegen die Rheinländer aber einen desolaten Auftritt hin. Offensiv ideenlos und defensiv anfällig, das war der Club, der folglich gegen die Fortuna keinen Auftrag hatte und mit 0:2 verlor. Vor der Pause stellte Hoffer auf 1:0 (23.), während im zweiten Durchgang, in dem HSV-Leihgabe Jonathan Tah sein Debüt für die Fortunen gab, da Silva Pinto einen sehenswerten Angriff per feinem 16-Meter-Schuss ins lange Eck zum 2:0-Endstand abschloss (62.).

Big Points für Moniz im Krisengipfel

Am Sonntag stand am Millerntor der Krisengipfel des 5. Spieltags statt. Die Hamburger hatten in der Länderspielpause den Trainer ausgetauscht - von Vrabec zu Meggle. Bei den Münchner Löwen erhielt Ricardo Moniz eine weitere Bewährungschance. Trotz der angespannten Situation bei beiden Klubs entwickelte sich eine muntere Partie, in dem jedoch die spielerischen Elemente etwas zu kurz kamen. Immerhin fielen im ersten Abschnitt drei Tore. Den Anfang machten die Sechziger, die dank Leonardos Elfmeter in Führung gingen. Die Kiez-Kicker antworten mit dem strammen Schuss von Verhoek zum Ausgleich, doch unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff schloss der Münchner Stark eine schöne Kombination des TSV zum 2:1 ab.

Die Löwen jubelten zweimal am Millerntor.
Die Löwen jubelten zweimal am Millerntor.
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Im zweiten Abschnitt mühte sich die Meggle-Elf anfänglich druckvoll um den Ausgleich, doch insgesamt hatte sie in der Offensive zu wenig Durchschlagskraft. So verzeichneten die Hamburger ein Chancenplus gegen gut verteidigende Münchner, die dank ihrer Effektivität den ersten Dreier der laufenden Runde einfuhren. In der hektischen Schlussphase musste Meggle sogar noch auf die Tribüne.

Fürstner patzt vorne und hinten - Wooten sagt danke

In Sandhausen wollte der SVS gegen die SpVgg Greuther Fürth den ersten Dreier landen und schaffte diesen in der Schlussphase - 1:0 dank Wooten. Nach einer ausgeglichenen und schwachen ersten Halbzeit nahm das Duell im zweiten Durchgang etwas mehr Fahrt auf. Fürstner versagte allerdings mit einem schwach geschossenen Elfmeter - Sandhausens Keeper Riemann hielt den Flachschuss fest. Kurz darauf köpfte Fürths Gießelmann an den Pfosten. Die Elf von Trainer Alois Schwartz hatte gegen die Franken in der Offensive einige gute Ansätze, doch es sprang nur eine hochkarätige Chancen heraus - Wooten schob im ersten Durchgang das Leder hauchdünn am langen Pfosten vorbei. Besagter SVS-Profi zeichnete sich dann auch für den Siegtreffer verantwortlich, als Fürstner im eigenen Strafraum nicht klären konnte und Wooten vollstreckte.

Schnatterer & Co. verschärfen die Union-Krise

Union Berlin versuchte nach dem Mattuschka-Theater wieder zur sportlichen Normalität zurückzukehren, doch beim Aufsteiger aus Heidenheim ging der Schuss einmal mehr nach hinten los. Die von Norbert Düwel trainierten Eisernen verloren beim FCH mit 1:3, sind weiter ohne Sieg und gehen im Umbruchsjahr weiter schweren Zeiten entgegen. Nach torloser erster Hälfte hatten die Berliner zunächst die besseren Aktionen vor dem FCH-Gehäuse, doch dann trat Heidenheims Schnatterer auf den Plan und versenkte einen Rückpass mit etwas Glück zur Führung. Union war geschockt und kassierte kurz darauf den zweiten Gegentreffer - Niederlechner verlängerte einen Schnatterer-Freistoß zum 2:0 in die Maschen. Der Widerstand der Köpenicker war vorerst gebrochen, doch Heidenheim konnte trotz bester Chancen den Sack nicht endgültig zumachen - Unions Köhler brachte die Eisernen per Elfmeter nochmal ran, dann schoss Schnatterer einen Strafstoß daneben. Zielsicherer war dann der Joker Bagceci, der in der Nachspielzeit den 3:1-Endstand besorgte.

Darmstadt und Leipzig haben einen Lauf

Yussuf Poulsen
Erzielte die Führung für Leipzig: Yussuf Poulsen.
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Die Aufsteiger sind weiter nicht zu stoppen. In Leipzig fuhr RB gegen Braunschweig den dritten Saisonsieg ein. In einem temporeichen Spiel verlief bereits die Anfangsphase für die Hausherren absolut nach Wunsch. Durch einen Doppelschlag von Poulsen und Frahn lag das Team von Alexander Zorniger nach 20 Minuten mit 2:0 in Front. Allerdings stand beim zweiten Treffer Vorlagengeber Morys im Abseits. Bei den Gästen, die lange zu harmlos in der Offensive agierten, kam nach dem Wechsel nochmal Hoffnung auf, als Nielsen den Anschlusstreffer erzielte. Für Leipzig übrigens der erste Gegentreffer der laufenden Saison. Danach machten die Sachsen die Schotten wieder dicht und Poulsen traf nach einem Konter zum 3:1-Endstand.

Im Erzgebirge fand unter der Woche ein Total-Umbruch statt, die Stellen von Präsident, Vize-Präsident und Trainer wurden neu besetzt. An der Seitenlinie steht mit Tomislav Stipic ein noch weitgehend unbekannter Mann (zuletzt Ingolstadt II), der sich der "schwierigen sportlichen Situation" stellen möchte, wie er selbst betonte. Und auch seine Startelf wurde gleich mal auf vier Positionen im Vergleich zum letzten Spiel umgebaut - doch das alles half nichts. Beim 0:2 in Darmstadt setzte es die fünfte Saisonniederlage. Der Mannschaft war die Verunsicherung wegen des schlechten Saisonstarts anzumerken, sodass Darmstadt das bessere und vor allem im Vorwärtsgang das gefährliche Team war. Deshalb war die Führung durch einen Treffer von Heller kurz vor der Pause auch verdient. Nach dem Wechsel zeigte sich Aue deutlich verbessert, weil die Lilien deutlich Tempo rausnahmen. Doch Darmstadt hatte Stroh-Engel. Der Torjäger traf auch im fünften Spiel in Folge zum 2:0-Endstand.

Terodde abgemeldet - Bochum remis

Nach der Landerspiel-Pause ging es in der 2. Liga am Freitagabend los mit drei Partien, in denen drei Mannschaften nach Platz eins gierten. In Bochum kam es zum tabellarischen Spitzenspiel zwischen dem VfL und dem Karlsruher SC. Die Neururer-Elf konnte sich im bisherigen Saisonverlauf auf Torjäger Terodde (acht Pflichtspieltore) verlassen, doch der Ex-Unioner hing weitestgehend in der Luft. Die Badener jubelten in der 19. Minute dank des Kopfballtreffers von Torres. Die Gäste hätten bis zum Halbzeitpfiff sogar noch erhöhen können, die Westdeutschen dagegen kamen in der Offensive in den ersten 45 Minuten kaum zum Zug. Mit Wiederbeginn verflachte die Partie zusehends, doch dann stand Tasaka bei einem Flankenball goldrichtig und stocherte den Ball zum 1:1 über die Linie. Mit dem Ausgleichstor wurde Bochum etwas überlegen, doch für einen weiteren VfL-Treffer reichte es nicht.

Nur Orban für überlegenen FCK

Orban (re.) jubelt über das 1:0 für den FCK, Lakic gratuliert.
Orban (re.) jubelt über das 1:0 für den FCK, Lakic gratuliert.
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In Kaiserslautern herrschte vom Anpfiff weg heftiges Regenwetter und die Roten Teufel kamen mit diesen "Fritz-Walter-Bedingungen" bestens zurecht. Die Elf von Trainer Kosta Runjaic spielte entschlossen nach vorne und hatte eine Vielzahl von Torgelegenheiten, doch lediglich Orbans Abstauber zappelte nach einem Pfostentreffer von Demirbay im Netz. Die Hessen hatten im ersten Abschnitt große Probleme im Spielaufbau und kamen so gut wie nie in den Strafraum der Pfälzer. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FCK absolut am Drücker, auch wenn der zweite Treffer nicht fallen wollte. Der FSV erwischte dagegen einen rabenschwarzen Tag, ihr Trainer Benno Möhlmann schrie sich an der Linie die Seele aus dem Leib, aber nach vorne ging bei seiner Elf an diesem Tag nichts zusammen. Unter dem Strich war es ein hochverdienter Erfolg für die Runjaic-Elf, der die Pfälzer auf Platz zwei hievt.

Lex trifft erneut - Hübner als Wegbereiter gegen Ex-Klub

Das erste Tor des Spieltags fiel allerdings in Ingolstadt. Lex war nach zwölf Minuten mit der ersten Chance zur Stelle - der Stürmer traf per Hacke (12.), es war sein bisher vierter Saisontreffer. Die Führung beflügelte die Ingolstädter, erst Mitte der ersten Hälfte kamen die Aalener besser zurecht, auch wenn sich die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck keine Chancen herausspielen konnte. In der zweiten Halbzeit schien sich nichts zu ändern, die Audi-Städter hatten alles im Griff - und kassierten doch den Ausgleich durch einen von Ludwig abgefälschten Klauß-Schuss. Die Ingolstädter ließen sich von diesem Rückschlag allerdings nicht allzu sehr beirren und kamen ausgerechnet durch den Ex-Aalener Hübner auf die Siegerstraße. Nach einem Eckball stand der Innenverteidiger goldrichtig und vollstreckte. Den 4:1-Endstand besorgten Leckie und Hainault per Eigentor. Mit diesem Heimsieg springen die Ingolstädter auf Platz eins.

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