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11.08.2014, 22:07

Überblick: Leipzig rasiert Löwen - Bochum fertigt Aue ab

Club kommt im Derby in Fürth unter die Räder

Das mit Spannung erwartete Franken-Derby rundete am Montagabend den 2. Spieltag ab. Fürth fügte dabei dem Nachbarn aus Nürnberg eine schmerzhafte Niederlage zu. Lautern verpasste in Sandhausen den Sprung an die Spitze, 1860 leckt nach dem 0:3 gegen Leipzig die Wunden. Aufsteiger Darmstadt kassierte in Ingolstadt spät den Ausgleich. Am Freitag konnten sowohl der KSC als auch Aalen Siege einfahren. Union und Düsseldorf trennten sich remis. Am Samstag gab es reichlich Tore bei klaren Siegen von Braunschweig und Bochum.

Jubel und Trauer nahe beieinander: Fürths Baba und Club-Kapitän Pinola.
Jubel und Trauer nahe beieinander: Fürths Baba und Club-Kapitän Pinola.
© Getty ImagesZoomansicht

In der kicker-Trainerumfrage wurden sowohl Fürth (zehn Stimmen) als auch Nürnberg (14) unter die drei Top-Favoriten für den Aufstieg getippt, zumindest die SpVgg hat im traditionsreichen Franken-Derby am Montagabend diese Einschätzung untermauert. "Wir werden ganz normal arbeiten und tun gut dran, ganz bei uns zu bleiben", hatte ein entspannter Kleeblatt-Coach Frank Kramer vor der Partie erklärt, sein Team agierte von Beginn an entsprechend abgeklärt. Ehe sich der Club versehen hatte, lag er schon 0:2 hinten. Erst ermöglichte Derby-Routinier Schäfer mit einem Fauxpas Baba das 1:0, dann zeigte sich Sukalo vom Punkt eiskalt. Eine Vorentscheidung nach 17 Minuten? Die nervösen Nürnberger fingen sich nur langsam und meldeten sich nach einer Standardsituation durch Ersatz-Kapitän Pinola, der Polak (Rippenbruch) vertrat, noch vor der Pause zurück.

Im zweiten Durchgang drückte zunächst der FCN, doch die Ismael-Elf hatte Pech, als ein Füllkrug-Freistoß am Innenpfosten landete. Fürth indes nutzte die nächsten krassen Aussetzer in der Abwehr der Gäste. Baba avancierte mit seinem zweiten Treffer zum Derby-Helden, Weilandt und Zulji schraubten das Ergebnis noch in die Höhe. Fürth schiebt sich mit nun vier Zählern im Tableau am Club (drei Punkte) vorbei und kann zudem in den nächsten Wochen vom Sieg gegen den Nachbarn zehren.

Poulsen lässt Leipzig jubeln

Erster Leipziger Treffer nach dem Aufstieg: Poulsen (li.) wird von den Kollegen beglückwünscht.
Erster Leipziger Treffer nach dem Aufstieg: Poulsen (li.) wird von den Kollegen beglückwünscht.
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1860 München legt einen klassischen Fehlstart hin und verliert nach dem 2:3 in Kaiserslautern am Sonntagnachmittag auch die Saisonheimpremiere mit 0:3 gegen Aufsteiger Leipzig. Der Liganeuling dagegen hat nun vier Punkte auf dem Konto und noch kein Gegentor kassiert. Dabei verpasste Leipzig eine frühe Führung, als Frahn mit einem schwachen Strafstoß (Wittek an Teigl) an Kiraly scheiterte, der sicher hielt. RB führte zur Halbzeit in der Allianz Arena dennoch nicht unverdient mit 1:0, da die Gäste giftig und laufstark waren, vor allen Dingen aber ein unglaubliches Pressing betrieben und durch Poulsen in Führung gingen. Leipzigs erster Treffer nach dem Aufstieg. Kurz nach Wiederanpfiff wäre es für die Oberbayern beinahe noch bitterer gekommen, doch Poulsen scheiterte an der Latte. Erst nach und nach verstärkten die "Löwen" den Druck und spielten couragierter auf den Ausgleich. Allerdings eröffneten sich Leipzig Räume, die der schnelle Poulsen zu nutzen wusste, der "Joker" Morys perfekt bediente - 2:0 (68.). 1860 steckte zwar nicht auf, war an diesem Nachmittag den Sachsen aber nicht gewachsen und kassierte durch den eingewechselten Thomalla sogar noch das 0:3 (83.).

Sandhausen erkämpft sich einen späten Punkt

Mit einem späten "Joker"-Tor sichert sich Sandhausen nicht unverdient einen Zähler gegen Kaiserslautern. Die Pfälzer, mit dem Schwung des 3:2-Sieges gegen den TSV 1860 München im Rücken, waren zwar von Beginn an bemüht, fanden aber kein Mittel gegen defensiv gut organisierte Sandhäuser und bissen sich ein ums andere Mal die Zähne aus. Die Gastgeber traten offensiv ebenfalls nicht in Erscheinung, was zur Folge hatte, dass die Torhüter beinahe beschäftigungslos waren und die Zuschauer vergeblich auf aufregende Torraumszenen warteten. Nach dem Wechsel investierte der FCK mehr, ging höheres Risiko, ermöglichte Sandhausen damit aber auch Konterchancen. Ein abgefälschter Schuss von Gartler prallte von der Unterkante der Latte ab, Glück für FCK-Keeper Müller. Lauterns Engagement wurde aber belohnt, als Ring eine Fomitschow-Flanke aus kurzer Distanz einköpfte (77.). Der FCK wollte die Führung über die Zeit bringen, was sich rächen sollte, als der eingewechselte Bieler mit einem herrlichen Schuss ins rechte Eck ausglich (89.).

Ingolstadt feiert "Joker" Lappe

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Der SV Darmstadt, zuletzt schon 1:0-Sieger gegen Sandhausen, verpasste einen Saisonstart nach Maß nur denkbar knapp und kassierte in Ingolstadt spät den 2:2-Ausgleich. Die Oberbayern mussten sich mit dem zweiten Remis zufrieden geben. Der Aufsteiger versteckte sich nicht und ging früh in Front. Bregerie vollendete eine Vorlage von Behrens per Kopf (16.). Beide waren aber kurz darauf auch am Ausgleich beteiligt. Bregeries Kopfballabwehr landete direkt vor den Füßen von Lex, der aus 18 Metern draufhielt. Unglücklich für den Aufsteiger: Behrens fälschte die "Torfabrik" unhaltbar ins rechte Eck ab (22.). Zwischenzeitlich zeigten beide Mannschaften klasse Offensivaktionen, doch die Abwehrreihen standen in der Regel sicher. Kurz vor der Pause sorgte Hinterseers Pfostentreffer noch für Aufregung. Schrecksekunde kurz nach Wiederanpfiff: Darmstadts Kapitän Sulu knallte hart mit dem Kopf mit Torhüter Mathenias Knie zusammen und musste verletzt vom Feld. Trotz des Schocks blieb der laufstarke SV 98 ein unangenehmer Gegner für die leicht überlegenen Oberbayern. Und eine Viertelstunde vor Ende schraubte sich Darmstadts Goalgetter Stroh-Engel hoch und köpfte zum 2:1 ein. Die Schlussoffensive des FCI blieb aber nicht ohne Lohn: Der eingewechselte Lappe traf in der Nachspielzeit toll per Fallrückzieher zum letzten Endes verdienten 2:2.

Lehrstunde für den Aufsteiger

Klare Sache für das Neururer-Team: Aue war gegen Bochum machtlos.
Klare Sache für das Neururer-Team: Aue war gegen Bochum machtlos.
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Nach dem Sieg zum Auftakt gegen den FSV Frankfurt ist Aufsteiger Heidenheim am Samstag auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Beim Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig unterlag das Team von Trainer Frank Schmidt mit 0:3. In einer insgesamt ereignisarmen ersten Hälfte war Nielsen in der 38. Minute zur Stelle und brachte die "Löwen" mit einem Schuss aus zehn Metern in Führung. Nach der Pause hatten die Gäste zwar zunächst Oberwasser, doch resultierend aus einer Freistoßsituation fiel der zweite Treffer der Braunschweiger durch Reichel (56.). Heidenheim war weiter bemüht, kam jedoch kaum gefährlich vor das gegnerische Tor. Reichel (73.) war es schließlich, der aus spitzen Winkel die Entscheidung erzielte.

Neururer-Team kennt keine Gnade

Nach dem knappen 0:1 beim 1. FC Nürnberg setzte es für Erzgebirge Aue gegen Bochum gleich eine 1:5-Klatsche. Der VfL ging bereits in der 5. Minute mit einem aus der Drehung erzielten und nicht unhaltbar aussehenden Treffer durch Sestak in Führung. Nicht unverdient, denn die Gastgeber hatten in allen Belangen das Nachsehen. Und kamen dennoch in der 17. Minute durch Okoronkwo zum Ausgleich, und auch hier machte der Keeper keine gute Figur. Bochum verlor kurzzeitig zwar den Faden, stabilisierte sich aber wieder rechtzeitig und ging durch Sestak (28.) und Tasaka (41.) bis zur Pause wieder in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Aue das Tempo, fand jedoch gegen die Gäste-Defensive kein Mittel. Mit Teroddes so sicher nicht gewolltem Abschluss zum 4:1 (66.) war die Partie entschieden, der Bochumer Stürmer legte in der 78. Minute sogar zum 5:1-Endstand nach.

Union rettet 1:1 gegen Fortuna

Christopher Trimmel gegen Heinrich Schmidtgal
Umkämpftes Duell: Unions Trimmel (li.) im Duell mit dem Düsseldorfer Schmidtgal.
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Das Topspiel am Freitagabend stieg in Köpenick, der 1. FC Union Berlin empfing die Fortuna aus Düsseldorf. Am Ende hieß es vor 20.562 Zuschauern an der stimmungsvollen Alten Försterei 1:1. Im ersten Durchgang waren die Rheinländer das aktivere Team. Die Fortuna zeigte die bessere Spielanlage und erarbeitete sich auch ein Chancenplus. Nach einer schönen Kombination war Liendl in der 35. Minute mit dem Führungstor zu Stelle. Von den Eisernen war nur wenig zu sehen, zu statisch waren die Angriffe.

Dies sollte sich in Abschnitt zwei ändern. Zwar blieb spielerisch bei den Hauptstädtern weiterhin vieles Stückwerk, doch über den Einsatz bissen sich die Köpenicker in die Partie. Kapitän Kreilach war es letztendlich, der eine Ecke zum 1:1 über die Linie drückte (64.). In der Schlussphase drückte Union auf das Siegtor, doch die Fortuna rettete immerhin noch einen Punkt. Beide Teams warten damit zwar weiterhin auf ihren ersten Dreier, deuteten ihr Potenzial aber an.

Ausgerechnet Micanski lässt KSC beim FSV jubeln

Iljian Micanski
Der dritte Streich: Karlsruhes Micanski (Mi.) muss nur noch einschieben, FSV-Keeper Klandt ist ohne Chance.
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Dank einer Gala-Vorstellung von Ilijan Micanski gewann der Karlsruher SC zuvor mit 3:2 beim FSV Frankfurt und feierte im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg. Die Hessen dagegen stehen nach der zweiten Niederlage weiter ohne einen einzigen Zähler da.

Die Badener hatten im ersten Durchgang eigentlich alles im Griff und mit dem ehemaligen FSV-Stürmer Micanski einen eiskalten Vollstrecker in ihren Reihen. Der Pole erzielte in der 11., 18. und 41. Minute einen Dreierpack. Zudem scheiterte Torres für den KSC noch am Aluminium. Dennoch führte das Kauczinski-Team "nur" mit 3:2, weil der FSV bei seinen zwei Chancen in Person von Kapllani Kaltschnäuzigkeit bewies (16., 45., Strafstoß). Der zweite Abschnitt verlief deutlich ruhiger. Der FSV war bemüht, konnte den KSC aber nicht mehr in Gefahr bringen. Vielmehr hatte Karlsruhe sogar die Möglichkeiten zur Resultatverbesserung, ließ diese aber liegen und musste so bis zum Schluss um die drei Punkte zittern.

Aalen souverän - St. Pauli pomadig

Im zweiten Spiel um 18.30 Uhr behielt der VfR Aalen mit 2:0 die Oberhand über den FC St. Pauli. Und dies völlig verdient, denn die Elf von Trainer Stefan Ruthenbeck überzeugte durch konsequentes Abwehrverhalten, schnelles Umschaltspiel und durchdachte Kombinationen im Angriff. Lediglich bei der Chancenverwertung zeigten die Ostalbstädter Mängel, denn zu viele Möglichkeiten blieben ungenutzt. Doch dank des feinen Treffers von Daghfous (14.) sowie des abgefälschten Schusses von Junglas (70.) konnte am Ende über den ersten Sieg gejubelt werden. Auf diesen müssen die Kiez-Kicker weiterhin warten, obwohl mit Ante Budimir der neue Hoffnungsträger im Sturm von Beginn an spielte und auch Taktgeber Marc Rzatkowski mit von der Partie war. Dennoch fehlte im Angriff die Durchschlagskraft, zu pomadig und ideenlos waren die Aktionen in der Offensive.

Die Trikots der Zweitligisten 2014/15
Retro-Charme: Strukturiert und schnörkellos
Die Trikots der Zweitligisten 2014/15
Klassisch, strukturiert, schnörkellos - die Trikots 2014/15

Sehr reduziert und schnörkellos präsentieren sich die Zweitligisten in der Saison 2013/14. Klare Strukturen statt Schnörkel ist das große Motto. Doch auch die alljährlichen Eyecatcher bleiben nicht komplett aus: So setzt Fürth auf ein dreifarbiges Streifenmuster und Kaiserslautern auf grelle Farbverläufe. Alle 18 Trikots zum Durchklicken ...
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