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04.08.2014, 22:12

Überblick: Keine Sieger am Freitag und Samstag

3:2! Der Betze bebt: FCK dreht 0:2 zu zehnt

Das Montags-Duell auf dem Betzenberg zwischen Kaiserslautern und 1860 München hatte es in sich: Der FCK war 70 Minuten in Unterzahl und 0:2 hinten - und drehte die Partie dank eines Jokers doch noch. In den vier Partien am Freitag und Samstag gab es keinen Sieger, am Sonntag feierten die Aufsteiger aus Heidenheim und Darmstadt dann gleich Heimsiege in der neuen Liga. Gleiches gelang Absteiger Nürnberg, für den Sylvestr die entscheidende Rolle gegen seinen Ex-Verein spielte.

Sippel sieht Rot - FCK dreht Spiel in zwölf Minuten

Harte Entscheidung: Schiedsrichter Dankert stellte Torhüter Sippel mit Rot vom Feld.
Harte Entscheidung: Schiedsrichter Dankert stellte Torhüter Sippel mit Rot vom Feld.
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Das erste Montagabendspiel der neuen Saison trugen die Traditionsklubs Kaiserslautern und 1860 München aus. Die Partie entwickelte sich auch von Anfang an zu einer wahren Achterbahnfahrt der Gefühle: Die Roten Teufel legten rasant los, schon nach wenigen Augenblicken vergab Matmour freistehend vor Kiraly. In die Drangphase der Hausherren mischte sich jedoch Torhüter Sippels folgenschwerer Ausflug: Schiedsrichter Bastian Dankert entschied, dass der Lauterer Schlussmann den Ball mit der Hand außerhalb des Strafraums gespielt hatte und stellte ihn daher vom Platz (20.). Eine knifflige Entscheidung.

In Überzahl schlug 1860 zweimal eiskalt zu: Okotie hatte bei seinem ersten Tor Glück, dass sein Linksschuss von Heintz abgefälscht wurde (26.), anschließend schob der Neuzugang aus kurzer Distanz freistehend ein (33.). Kurz nach dem Seitenwechsel vergab Matmour erst freistehend aus vier Metern, dann brachte Lakic den FCK zurück: Erst traf er vom Punkt (68.), dann köpfte er per Aufsetzer ein (71.). Und es sollte noch verrückter werden: Lakic-Ersatz Hofmann köpfte den FCK in Front - rund 15 Sekunden nach seiner Einwechslung und mit seinem allerersten Ballkontakt (80.). Binnen zwölf Minuten drehte der FCK trotz 70-minütiger Unterzahl so das 0:2 noch in einen kaum mehr für möglich gehaltenen Sieg.

FCH als erster Sieger des Spieltags

Aufsteiger FCH jubelt über das 2:1 gegen Frankfurt.
Aufsteiger FCH jubelt über das 2:1 gegen Frankfurt.
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Der 1. FC Heidenheim ist in der 2. Bundesliga voll angekommen und hat am Sonntagmittag den ersten Dreier gegen den FSV Frankfurt eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt besiegte die Hessen verdient mit 2:1. Nach dem frühen Rückstand durch das Abstaubertor von Frankfurts Abwehrmann Schlicke biss sich der Aufsteiger rein in die Partie und glich verdient durch Torjäger Schnatterer noch vor der Pause aus. Kurz nach Wiederbeginn leistete sich FSV-Kapitän Konrad sein zweites gelbwürdiges Foulspiel und flog mit der Ampelkarte vom Platz (49.). Frankfurts Coach Benno Möhlmann, der am Freitag seinen 60. Geburtstag feierte, stellte seine Elf noch defensiver ein, doch die Heidenheimer fanden immer wieder Lücken. Zunächst vergaben noch Niederlechner, Schnatterer und der kurz zuvor eingewechselte Grimaldi, ehe Mayer den vielumjubelten 2:1-Siegtreffer markierte. Nach vier Unentschieden am Freitag und Samstag war dies der erste Sieg eines Zweitligisten am 1. Spieltag

Nürnberger Auftaktsieg: Mlapa legt für Sylvestr auf

Siegtorschütze für den Club: Jakub Sylvestr traf gegen seinen Ex-Verein Aue, hier gegen Michael Fink.
Siegtorschütze für den Club: Jakub Sylvestr traf gegen seinen Ex-Verein Aue, hier gegen Michael Fink.
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Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg startete mit seinem neuen Trainer Valerien Ismael in die neue Saison und kam zum Auftakt gegen Erzgebirge Aue zu einem verdienten 1:0-Heimsieg. Ausgerechnet der frühere FCE-Stürmer Sylvestr löste mit seinem Tor gegen die Ex-Kollegen den Knoten. Die Franken brauchten zunächst einige Zeit, um sich in die Partie zu finden, doch dann legte der Club Mitte der ersten Halbzeit einen Zahn zu, doch weder Pekhart noch Koch konnten klare Chancen nutzen. Die Elf aus dem Erzgebirge agierte erwartungsgemäß lauf- und kampfstark, in der Offensive setzte der FCE auf Standards. Im zweiten Durchgang wurden die Aktionen der Nürnberger zunächst weniger zielstrebig, auch weil die Sachsen rings um ihren Strafraum resolut verteidigten. Mit der Hereinnahme von Mlapa gelang Ismael ein Glücksgriff, denn der Ex-Gladbacher spitzelte den Ball gekonnt auf Sylvestr, der alleine vor Torwart Männel die Nerven behielt. Nach dem Führungstor hatte der Club das Spiel im Griff, allerdings hätte der Auer Fink in der Schlussphase nach einer Standard beinahe dem FCN noch in die Suppe gespuckt.

Die Lilien können sich auf Stroh-Engel verlassen - Rot für Achenbach

Torjäger wieder im Dienst: Darmstadts Dominik Stroh-Engel.
Torjäger wieder im Dienst: Darmstadts Dominik Stroh-Engel.
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Die Darmstädter erwischten wie Mitaufsteiger Heidenheim einen Start nach Maß in den Profi-Fußball. Die Lilien besiegten Sandhausen am Böllenfalltor mit 1:0 und konnten sich einmal mehr auf die Knipserqualitäten von Stroh-Engel verlassen, der per Handelfmeter erfolgreich war. Verursacht wurde dieser durch SVS-Linksverteidiger Achenbach, der für sein Handspiel auf der Linie mit Rot bestraft wurde (35.). In Unterzahl sammelten sich die Sandhäuser und versuchten es mit gelegentlichen Kontern. Die Spielkontrolle aber übernahm im zweiten Abschnitt komplett der SV98, der durch Exslager beinahe nachgelegt hätte, aber der Stürmer scheiterte am reaktionsschnellen Keeper Riemann.

Union ermauert sich ein Remis im Wildpark

Im Wildpark mühte sich der Karlsruher SC gegen die arg defensiv eingestellten Unioner. Die Berliner ließen fast jeden Offensivgeist vermissen. Die Badener schalteten phasenweise immer mal wieder einen Gang hoch, speziell über den rechten Flügel mit Torres stieß die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski nach vorne, doch fehlte dem KSC vor dem gegnerischen Gehäuse die letzte Konsequenz, um die "Eisernen" zu knacken. Folglich mussten sich die Hausherren mit einer eher frustrierenden Nullnummer zufriedengeben, die die Elf von Gäste-Trainer Norbert Düwel als Teilerfolg verbuchen darf.

Keine Tore bei Leipzigs Debüt

Das Zweitligadebüt von RasenBallsport Leipzig am Samstag endete mit einem torlosen Remis. In der 10. Minute hatten die Leipziger eine Riesenchance, als Poulsen frei vor VfR-Keeper Fejzic aus 15 Metern nur knapp am Tor vorbeischoss. RB war in der Folge die klar dominierende Mannschaft, die allerdings zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte. Beide Mannschaften hatten vor der Pause noch Aluminiumtreffer zur verzeichnen: Ein Versuch von Poulsen landete in der 36. Minute an der Latte, auf der anderen Seite war Klauß in der 42. Minute per Kopf zur Stelle, der Pfosten bewahrte Leipzig aber vor einem Rückstand. Nach dem Seitenwechsel kamen die Aalener besser ins Spiel, die Hausherren zollten dem hohen Tempo bei tropischen Temperaturen Tribut. Ein Tor wollte keiner Seite mehr gelingen.

Gonthers Geniestreich rettet St. Pauli einen Punkt

Auch am Samstagnachmittag gab es noch nicht den ersten Sieger der neuen Zweitligasaison. Der FC St. Pauli und der FC Ingolstadt trennten sich 1:1. Die Kiezkicker erwischten einen guten Start, ohne jedoch aus ihrer Überlegenheit Kapital schlagen zu können. Etwa ab Mitte der ersten Hälfte kamen die Schanzer immer besser in die Partie und erarbeiteten sich ein Chancenplus. Der Führungstreffer durch einen Kopfball von Morales (42.) war nur folgerichtig. Nach dem Seitenwechsel war St. Pauli bemüht, auch der FCI hatte jedoch Möglichkeiten, für die Entscheidung zu sorgen. Eine Geniestreich von Gonther, der den Ball aus halblinker Position unhaltbar ins rechte Eck schlenzte, sorgte schließlich dafür, dass St. Pauli zumindest einen Punkt behalten durfte.

Munterer Schlagabtausch in Bochum

Schenkten sich nichts: Bochums Anthony Losilla (li.) und Fürths Goran Sukalo (re.).
Schenkten sich nichts: Bochums Anthony Losilla (li.) und Fürths Goran Sukalo (re.).
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Und auch Bochum und Fürth trennten sich unentschieden. Die erste Halbzeit dieser Partie wird den Zuschauern vor allem durch die beiden kuriosen Treffer in Erinnerung bleiben: Zunächst sorgte der Fürther Korcsmar für Lacher, als er sich vom von Sestak den Ball leichtfertig abnehmen ließ und Terodde so einen lockeren Torschuss zum 1:0 ermöglichte (15.). Doch die Bochumer lachten nur drei Minuten, dann war es ihr Abwehrspieler Celozzi, dessen Rückpass auf Luthe viel zu kurz geriet. Der Profiteur hieß Przybylko, der vor dem Bochumer Keeper am Ball war und diesen problemlos zum Ausgleich überwand. In der Folge schenkten sich beide Teams nichts und kamen zu guten Tormöglichkeiten. Nach der Pause waren zunächst die Gäste aus Fürth am Drücker, gingen jedoch leer aus. Am Ende durften sie sich jedoch bei ihrem Torhüter Hesl bedanken, der mehrfach auf dem Posten war und etwa mehrere gezielte Schüsse aus der zweiten Reihe entschärfte. So blieb es am Ende beim insgesamt leistungsgerechten Unentschieden.

Nielsen kontert Joker Benschop - Gerechtes Remis zum Auftakt

Traumtor: Düsseldorfs Liendl trifft gegen Braunschweig zum 1:0.
Traumtor: Düsseldorfs Liendl trifft gegen Braunschweig zum 1:0.
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Düsseldorf startete am Freitag gegen Braunschweig schwungvoll und hatte im ersten Abschnitt einen klares Chancenplus. Hoffer lauerte immer haarscharf an der Grenze zum Abseits und beschäftigte die Braunschweiger Hintermannschaft. Die Reck-Elf kombinierte phasenweise sehr schnell und präzise, insofern war die 1:0-Halbzeitführung durch Liendls Traumtor aus 24 Metern durchaus verdient. Braunschweig hatte Schwierigkeiten, die sattelfeste Abwehr der Rheinländer mit dem umsichtigen Bodzek unter Druck zu setzen. Erst kurz vor dem Seitenwechsel tauchte Eintrachts Nielsen im Strafraum auf, wurde aber entscheidend geblockt. Im zweiten Durchgang wurde die Partie rasanter, weil Braunschweig das Visier öffnete und auf den Ausgleich drängte. Nach zwei Schussversuchen von Reichel und Nielsen, die jeweils Fortunen-Keeper Rensing entschärfte, schlug Reichel per Direktabnahme zum 1:1 zu. Düsseldorfs Trainer Oliver Reck reagierte und brachte Offensivmann Benschop. Dieser bedankte sich fünf Minuten später und markierte die 2:1-Führung. Zum ersten Dreier reichte dies jedoch nicht, weil der überzeugende Nielsen in der Schlussphase das Team von Lieberknecht mit dem gerechten 2:2 belohnte. Die Braunschweiger haderten zudem bei zwei möglichen Elfmeterszenen mit dem Schicksal - Referee Aytekin ließ zweimal weiterlaufen: bei Nielsen gegen Schmidtgal und bei Rensing gegen Bakenga zu Unrecht.

Leipzigs Hochgeschwindigkeitsfußball trifft auf neue VfR-Viererkette

Bilder: Auftakt mit vielen Zuschauern und einem Traumtor
Der Ball rollt wieder in der 2. Bundesliga
Schale und Spielball
Trophäe und Spielball

Zwei nicht unwichtige Protagonisten der Zweitliga-Saison 2014/15: Der Spielball "Torfabrik" im Vordergrund und die Meisterschale dahinter, die im Mai der 1. FC Köln in die Höhe recken durfte.
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04.08.14
 
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