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21.07.2014, 09:03

Nürnberg: Offensivmann hat keine Lust auf Liga zwei

Kiyotake als Calhanoglu-Nachfolger?

Der 1. FC Nürnberg besiegte am Samstag in Weismain den spanischen Erstligisten FC Valencia mit 3:1. Ein dickes Ausrufezeichen des Bundesliga-Absteigers aus Franken, das der Club ohne den Japaner Hiroshi Kiyotake setzte. Auf der einen Seite war dies nachvollziehbar, kam der 24-Jährige doch erst am Donnerstag aus dem Urlaub. Andererseits könnte es auch schon mal der Vorgeschmack sein auf das, was kommt: Nürnberg ohne Kiyotake.

Hiroshi Kiyotake
Wenig erbaut von der Perspektive 2. Liga: Nürnbergs Japaner Hiroshi Kiyotake.
© imagoZoomansicht

Die Weltmeisterschaft in Brasilien verlief weder für Japan noch für Kiyotake erfreulich, um es vorsichtig auszudrücken. Der offensive Mittelfeldspieler kam nur fünf Minuten zum Einsatz, im dritten Vorrundenspiel gegen Kolumbien (1:4) wurde er für den Ex-Dortmunder Kagawa beim Spielstand von 1:3 eingewechselt. Es war der letzte Auftritt der Asiaten bei der WM, die mit nur einem Punkt (0:0 gegen Griechenland) Letzter wurden. "Wir haben gesehen, wie stark die Welt ist", sagt er, "und dass wir uns bis zur WM 2018 gewaltig steigern müssen."

Bis 2018 ist es noch eine lange Zeit, Kiyotake steht bis zum 30. Juni 2016 bei den Franken unter Vertrag. Am Sonntag absolvierte er einen Ausdauertest, doch irgendwie scheint er mit dem Kapitel Nürnberg schon abgeschlossen zu haben. "Ich bin Spieler des 1. FCN, also bin ich ein Spieler der 2. Liga", sagt er zwar, und auch Sportvorstand Martin Bader bestätigt, "dass sich Kiyo sehr professionell verhält".

Macht Kühne den Weg frei für Kiyotake?

Doch im Gespräch mit den Nürnberger Machern ließ er offensichtlich durchblicken, dass er sich im Unterhaus etwas fehlplatziert erachte. Zumal aus der Bundesliga klare Signale kommen. Der Hamburger Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer hat bei Kiyotakes Berater Thomas Kroth das große Interesse des HSV hinterlegt; falls Milliardär Klaus-Michael Kühne die Brieftasche öffnet und die vom FCN aufgerufene Ablösesumme im hohen einstelligen Millionenbereich aufbringt. Dann wäre der Weg frei für Kiyotake, um bei den Hanseaten in die keineswegs kleinen Fußstapfen von Hakan Calhanoglus zu schlüpfen, der nun für Leverkusen spielt.

Sollte Kiyotake den Club verlassen, zu dem er im Sommer 2012 von Cerezo Osaka gewechselt war, wäre er schon der 18. Abgang nach der Abstiegssaison 2013/14. Als 17. Spieler verließ Robert Mak am Sonntag den Verein; der 23-jährige Slowake wechselt nach vier Jahren in Nürnberg zu PAOK Saloniki, der Club kassiert eine Ablöse von einer halben Million Euro.

Schnäppchen und Hoffnungsträger
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Die neuen Hoffnungsträger

Neues Spieljahr, neues Glück. Mit neuem Personal ist bei den Bundesligisten auch die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft verbunden. Und so wird teilweise kräftig investiert: Bayer 04 Leverkusen etwa legte für drei Spieler knapp 28 Millionen Euro auf den Verhandlungstisch, noch tiefer greift der BVB in die Tasche. Andere Klubs setzten eher auf ablösefreie Spieler oder solche mit Ausstiegsklauseln.
© Getty Images/imago

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21.07.14
 
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weitere Infos zu Kiyotake

Vorname:Hiroshi
Nachname:Kiyotake
Nation: Japan
Verein:Hannover 96
Geboren am:12.11.1989