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17.03.2014, 22:07

25. Spieltag: Fürth gegen Union, St. Pauli bleibt dabei

Keine Tore in der Pfalz - Hoffnung für Cottbus

Das Topspiel des 25. Spieltags stieg am Montagabend auf dem Betzenberg, wo Verfolger Kaiserslautern gegen Spitzenreiter Köln nicht über ein 0:0 hinaus kam. Am Tag zuvor teilten sich Fürth und Berlin ebenfalls die Punkte, St. Pauli gewann in Düsseldorf und schob sich oben wieder ran. Am Samstag schöpfte Schlusslicht Cottbus neue Hoffnung im Abstiegskampf. In Aue sicherte Osako den Löwen in letzter Minute einen Punkt. Bereits am Freitag ging es im Keller rund: Bochum und Frankfurt holten wichtige Dreier.

Während Lauterns Ring (vorne) enttäuscht ist, scheinen die Kölner zufrieden
Unterschiedliche Gemütslagen: Während Lauterns Ring (vorne) enttäuscht ist, scheinen die Kölner zufrieden.
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Am Montagabend bebte der "Betze", denn das Fritz-Walter-Stadion war Austragungsort des Bundesliga-Klassikers zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Köln, die sich insgesamt zum 88. Mal gegenüberstanden, zum achten Mal in der 2. Liga. Unter Druck standen dabei vor allem die Pfälzer, die immerhin schon zehn Punkte Rückstand auf die "Geißböcke" und fünf Zähler auf den Tabellendritten aus Paderborn hatten. Ein Dreier sollte tunlichst her, Hoffnungsträger dabei war Stürmer Zoller, der sich in einem rasanten Spiel zunächst auch in den Vordergrund spielte, dann aber gleich zwei hochkarätige Möglichkeiten liegen ließ (11., 17.).

Die Pfälzer waren die dominierende Mannschaft, agierten beim finalen Pass zuweilen aber zu hektisch. Auf der anderen Seite setzten die Kölner, die unbedingt Big-Points bei der Mission "Rückkehr in die Bundesliga" landen wollten, über Konter immer wieder Nadelstiche (Helmes, 28.). Nach dem Seitenwechsel ließ das Niveau merklich nach, auch weil keine der beiden Mannschaften ins offene Messer laufen wollte. Chancen gab's dennoch, wenn auch nicht in Hülle und Fülle. Weil aber beiden Teams das Zielwasser abhanden gekommen war, sollten am Ende, wie schon im Hinspiel, keine Tore fallen. Der Punkt hilft dem FC am Ende mehr, immerhin hielt er die Pfälzer damit weiter auf Distanz, während der FCK den Sprung auf Platz fünf verpasste.

Den Aufstieg weiter im Blick: St. Paulis Torschütze Maier (li.) und Gregoritsch jubeln über das 2:0 in Düsseldorf.
Den Aufstieg weiter im Blick: St. Paulis Torschütze Maier (li.) und Gregoritsch jubeln über das 2:0 in Düsseldorf.
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St. Pauli bleibt oben dran

Der FC St. Pauli bleibt weiter dran an den Aufstiegsrängen und gewann am Sonntagnachmittag bei Fortuna Düsseldorf mit 2:0. In einer umkämpften und abwechslungsreichen ersten Hälfte hatten die Kiez-Kicker dank Maier den Vorteil auf ihrer Seite. Die Fortunen agierten mit den Hamburgern in dieser Phase absolut auf Augenhöhe, doch fehlte ihnen in der vordersten Reihe die Durchschlagskraft oder sie vergaben kurz vor der Halbzeitpause den möglichen Ausgleichstreffer. Mit Beginn des zweiten Abschnitts verlor die Partie an Tempo. Die Düsseldorfer investierten nun mehr, doch die Mannschaft von Trainer Roland Vrabec stand defensiv einigermaßen sicher und holte damit drei etwas glückliche Punkte, weil die Düsseldorfer mehrfach dem Ausgleich nahe waren. Dann aber machte Thy mit dem Konter zum Endstand den Sack zu. Für Fortunas neuen Coach Lorenz-Günther Köstner war es die erste Niederlage mit den Westdeutschen.

Azemi bügelt Hesls Patzer aus

Auch für Union Berlin war das Gastspiel beim Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth gleichbedeutend mit einem Endspiel, um im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitzureden. Die Franken agierten gefällig im Vorwärtsgang, doch wagten sie letztlich doch zu wenig Risiko, um die starke Defensive der Eisernen auszuhebeln. Zudem gelang Union Mitte des ersten Durchgangs der Führungstreffer durch Brandy. Bei der vorbereitenden Freistoßflanke hatte Hesl beim Herauslaufen seinen Kollegen Röcker ausgeknockt und so seinen Anteil am Gegentreffer. Auf Seiten der SpVgg hatte Stieber die beste Chance, doch mit seinem schwächeren rechten Fuß zielte er deutlich zu hoch. Schärfer hatte Azemi kurz nach Wiederbeginn sein Visier eingestellt, als der SpVgg-Stürmer nach einer Ecke das 1:1 markieren konnte. Nun wollte die Kramer-Elf das Spiel endgültig drehen, doch mehr als der eine Treffer wollte für die Franken, die in der Schlussphase Mavraj mit der Ampelkarte verloren, nicht fallen.

Adler distanziert die Arminen

Der SV Sandhausen feierte im dritten Sonntagsspiel einen verdienten 1:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld, das durch die Niederlage weiterhin auf dem Abstiegsrelegationsplatz hängenbleibt. Den goldenen Treffer erzielte Adler. Auch der SVS profitierte dabei von einer Standardsituation, die der grätschende SVS-Stürmer aus kurzer Distanz über die Linie spitzelte. Auch in der zweiten Halbzeit behielten die Sandhäuser die Initiative, die Arminen leisteten sich im Passspiel einfach zu viele Unzulänglichkeiten. So konnte die Schwartz-Elf die Ostwestfalen relativ einfach vom eigenen Tor weghalten und so den Vorsprung ins Ziel retten. In der Tabelle distanziert Sandhausen nun den DSC auf neun Zähler.

Sanogo schiebt den Ball über die Linie - Cottbus hofft wieder

Nicht immer glücklich, aber einmal am richtigen Ort: Boubacar Sanogo gegen den KSC.
Nicht immer glücklich, aber einmal am richtigen Ort: Boubacar Sanogo gegen den KSC.
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Die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch in Cottbus. Und so greift man beim Schlusslicht nach dem berühmten Strohhalm, den man am Samstag etwas fester zu packen bekam: Gegen den Karlsruher SC kamen die Lausitzer zu einem hart erkämpften 1:0-Sieg in einem wenig ansehnlichen Spiel. Und so war die Entstehung des Siegtreffers symptomatisch: Stiepermann scheiterte mit einem Elfmeter an Orlishausen, der KSC brachte den Ball nicht aus dem eigenen Fünfer, ehe Sanogo das Leder ins Netz drückte. Mit dem zweiten 1:0-Heimsieg in Folge kommt das rettende Ufer zumindest halbwegs in Sichtweite, während der KSC an diesem Spieltag Platz drei verliert.

Aue dreht auf - Osako rettet ein Punkt

1860 München hat es verpasst, den 4:0-Erfolg gegen Aalen zu vergolden. Dabei nahmen die Löwen den Schwung zunächst mit und gingen in Aue schon in der 2. Minute in Führung: Wojtkowiak drückte die Kugel völlig freistehend ein. Doch die große Überlegenheit zu Beginn hielt nicht an. Der FC Erzgebirge kämpfte sich ins Spiel, ließ zunächst aber noch Chancen durch Novikovas und Benatelli liegen. Doch nach der Pause fuhren die Sachsen den Lohn ein: Sylvestr schob schnell zum 1:1 ein, Benatelli setzte in der Schlussphase noch einen drauf und schoss Aue zum 2:1, doch Osako glich in der letzten Minute für die Löwen aus.

Bochum entführt drei wichtige Punkte aus Aalen

Die Rehabilitierung für die 0:4-Klatsche gegen 1860 ist für die Aalener am Freitag misslungen. Gegen den VfL Bochum unterlag das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck mit 0:2. Aus einer Eckballsituation heraus fiel der Führungstreffer für die Gäste durch Aydin, der Torriecher bewies. In der Folge hatte der VfR zwar etwas mehr vom Spiel, kam aber in einer unterdurchschnittlichen Partie kaum gefährlich vor den Kasten von Bochums Keeper Luthe. In der Nachspielzeit machte Butscher alles klar. Durch den Auswärtssieg vergrößerte das Neururer-Team den Abstand zu den Abstiegsrängen.

Paderborn untermauert - angeblich nicht vorhandene - Aufstiegsambitionen

Traf aus über 30 Metern: Marvin Bakalorz.
Traf aus über 30 Metern: Marvin Bakalorz.
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Denn der Tabellenvorletzte Dynamo Dresden unterlag beim SC Paderborn mit 1:2. Dank einer starken ersten Hälfte geht der Sieg der Ostwestfalen insgesamt in Ordnung, auch wenn Dynamo eine Schwächephase der Gastgeber in der 55. Minute mit dem Anschlusstreffer ausnutzte und die Partie noch einmal spannend machte. Doch Paderborn brachte die Führung, die Bakalorz mit einem sensationellen Schuss aus über 30 Metern (38.) und Wurtz (44.) kurz vor dem Seitenwechsel herausgeholt hatten, relativ ungefährdet über die Zeit. "Wir sind kein Aufstiegsaspirant", hatte SCP-Flügelflitzer Wemmer nach der 0:4-Pleite in Karlsruhe gesagt. Und doch reden die Paderborner mit dem zwölften Saisonsieg weiterhin oben mit.

Lehrer Möhlmann lässt Schüler Hasenhüttl abblitzen

Ralph Hasenhüttl spielte einst unter Benno Möhlmann bei der SpVgg Greuther Fürth. 14 Jahre später traf er als Trainer des FC Ingolstadt auf seinen einstigen Lehrer, der heute für den FSV Frankfurt zuständig ist. Und zog dabei den Kürzeren: In der 29. Minute erzielte Leckie die etwas glückliche Führung für die Gäste, die bis zum Ende der Partie Bestand hatte. Ingolstadt muss weiterhin einen bangen Blick nach unten richten, der FSV Frankfurt hat nun schon neun Punkte Puffer auf Platz 17.

 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln38:1548
 
2SpVgg Greuther Fürth44:2944
 
3SC Paderborn 0745:4042
 
4FC St. Pauli34:2941
 
5Karlsruher SC34:2239
 
61. FC Kaiserslautern37:2638
 
71. FC Union Berlin37:3138
 
81860 München27:2835
 
9SV Sandhausen21:2234
 
10FSV Frankfurt36:3733
 
11Fortuna Düsseldorf26:3432
 
12VfR Aalen25:3231
 
13FC Ingolstadt 0425:3030
 
14VfL Bochum23:2830
 
15Erzgebirge Aue31:3930
 
16Arminia Bielefeld30:4725
 
17Dynamo Dresden26:3824
 
18Energie Cottbus28:4020