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10.03.2014, 22:14

KSC siegt überzeugend - Düsseldorf rettet einen Punkt

Fürther Arbeitssieg in Bochum - KSC ist Dritter

Im Montagabendspiel fuhr Fürth einen 2:0-Arbeitssieg in Bochum ein. Der Karlsruher SC setzte sich am Sonntag im Topspiel gegen Paderborn klar durch und ist nun Dritter. St. Pauli ging in Frankfurt leer aus, Düsseldorf rettete in Dresden einen Punkt. Union kam am Samstag gegen Ingolstadt spät zum Ausgleich. Bielefeld gewann bei der Meier-Heimpremiere. Am Freitagabend zitterte sich Köln gegen Cottbus zu einem 2:1 und biegt Richtung Bundesliga ein. Zuvor feierte Kaiserslautern gegen Sandhausen ein starkes Comeback.

Fürther bejubeln das 1:0
Fränkische Freude: Fürther bejubeln das 1:0.
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Am Montag bat der VfL Bochum die SpVgg Greuther Fürth zum Tanz. "Fakt ist, dass wir als Mannschaft vor dem gegnerischen Tor zu ungefährlich sind", hatte Bochums Torhüter Luthe vor dem Duell moniert und damit auf die Offensivschwäche des VfL hingewiesen (21 Tore in 23 Spielen sind schlichtweg zu wenig). Und auch gegen die Franken, bei denen Djurdjic nach Kreuzbandriss sein Startelf-Comeback feierte, machte sich diese Schwäche wieder bemerkbar. Allerdings erwies sich auch das Kleeblatt als zahnloser Tiger, der sich allerdings abermals auf Standardsituationen verlassen konnte: Brosinski erwischte Bochums Schlussmann Luthe in der 40. Minute auf dem falschen Fuß und schlenzte einen Freistoß direkt ins Torwarteck.

Im zweiten Durchgang zeigten sich die Hausherren zwar durchaus bemüht, konnten gegen immer defensiver ausgerichtete Fürther aber im Grunde nichts mehr reißen. Die seltenen Chancen, die sich überhaupt ergaben, wurden dann sträflich liegen gelassen, sodass die SpVgg letzten Endes einen "dreckigen" Sieg nach Hause brachte und damit ihren Vorsprung auf Platz drei in der Tabelle auf nunmehr vier Punkte ausbaute. Dieser fiel dann noch höher aus, denn in der ersten Minute der Nachspielzeit vollendete der eingewechselte Azemi einen Konter zum 2:0-Endstand. Dagegen verschärfte sich die ohnehin schon prekäre Situation beim VfL, der im Abstiegskampf den Atem der Verfolger aus Bielefeld und Dresden im Nacken spürt - der Aufsteiger liegt nur noch zwei Zähler hinter dem VfL, die Sachsen drei Punkte.

Der KSC ist wieder Dritter

Philipp Tschauner
Spitzenspiel: Karlsruhe gegen Paderborn oder Schwertfeger gegen Ziegler.
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Der KSC ist der Sieger im Aufstiegsrennen am Sonntag. Die Badener besiegten Paderborn mit 4:0 und klettern auf Rang drei der Tabelle. Torres hatte die Kauczinski-Elf in Führung gebracht, der eingewechselte Nazarov erhöhte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Mit einem direkt verwandelten Freistoß legte er seinen zweiten Treffer nach. Durch den Dreier überflügelt Karlsruhe in der Tabelle nicht nur Paderborn sondern auch den FC St. Pauli.

Die Hamburger unterlagen beim FSV Frankfurt mit 0:1. Leckie nutzte die Passivität von St. Paulis Defensive schon in der 9. Minute zum Siegtreffer der Hessen, die mit dem Dreier den Abstand auf die ebenfalls siegreichen Dresdner wahren konnten. Die Schlussphase musste St. Pauli in Unterzahl bestreiten, da Trybull mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Dresden verpasst den ersten Sieg 2014

Dynamo Dresden reichte ein Treffer von Ouali nicht zum Dreier gegen Fortuna Düsseldorf. Der 25-Jährige ließ Düsseldorfs Keeper Giefer mit seinem Schuss aus halblinker Position keine Abwehrmöglichkeit. Die Sachsen zeigten viel Engagement und Leidenschaft, blieben aber zu ungefährlich vor dem Gehäuse der Gäste. Die dickste Möglichkeit für die Gäste hatte Torhüter Giefer in der Nachspielzeit, doch den Kopfball kratzte sein Dresdner Gegenüber Scholz von der Linie und lenkte die Kugel an die Latte. Sekunden später passierte es dann aber doch noch: Latkas abgefälschter Schuss landete im Netz der Dresdner, die durch die Punkteteilung auf einem Abstiegsplatz hängen bleiben.

Eisern Union schlägt spät zu

Kopfball ins Glück: Bielefelds Klos (#9) dreht ab, Männel ist geschlagen.
Kopfball ins Glück: Bielefelds Klos (#9) dreht ab, Männel ist geschlagen.
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Union Berlin konnte nach dem 1:2 bei St. Pauli am Samstag auch gegen die auswärtsstarken Ingolstädter beim 1:1 nicht dreifach punkten. Der FCI blieb auch im neunten Spiel in der Fremde in Folge ungeschlagen (5/4/0). Dabei sah es sogar nach einem Blitzstart durch Groß nach 33 Sekunden (!), lange so aus, als sollte die Hasenhüttl-Elf drei Zähler entführen, ehe Mattuschka für die "Eisernen", die mehr vom Spiel hatten, fast mit dem Schlusspfiff vom Punkt die Nerven zum verdienten Ausgleich behielt. Für Union war es das dritte Mal in dieser Spielzeit, dass der Gast ein Tor in der 1. Minute erzielte, doch anders als gegen St. Pauli (3:2) und Bielefeld (4:2) blieb die Neuhaus-Elf gegen den FCI die Antwort auf die frühe Schlafphase lange schuldig und schaffte diesmal keinen Sieg mehr. Ingolstadt, 2014 mit neun Zählern aus fünf Partien (2/3/0), kann im Stadion an der Alten Försterei einfach nicht gewinnen. Zudem müssen die Oberbayern um Kapitän Matip bangen, der früh mit einer Schulterverletzung ausschied.

Klos mit Köpfchen, die Alm steht Kopf

Bielefeld hat nach drei Niederlagen in Folge bei der Heimpremiere des neuen Trainers Norbert Meier den Bock umgestoßen und schöpft nach dem 1:0 gegen Aue wieder Hoffnung im Abstiegskampf. "Ein Zeichen gesetzt", hatte Meier mit dem Torwartwechsel von Platins hin zu Ortega. Die Ostwestfalen begannen gut und hatten durch Klos zwei Riesenchancen (10., 12.). Kurz vor der Pause knipste der Torjäger der Arminia dann doch - der Siegtreffer, wie sich herausstellen sollte. Aue, vier Zähler mehr, verpasste es sich, von der Abstiegszone abzusetzen.

"Rote Teufel" erzwingen nach Rückstand ihr Glück

Zoller (li.) trifft zum 1:1
Vielumjubelter Ausgleich: Zoller (li.) trifft zum 1:1.
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Nach drei Niederlagen in Folge war die Hoffnung groß in Kaiserslautern: Gegen Sandhausen sollte zuhause endlich die Wende eingeleitet werden. "Wir stehen alle in der Kritik. Wir müssen uns Gedanken machen, wie es weiter geht", hatte Coach Kosta Runjaic gesagt und personell gegen den SVS auf Rückkehrer Zoller (nach Muskelfaserriss im Oberschenkel) gesetzt. Doch auch der Ex-Osnabrücker konnte die Defensive der Sandhäuser, die zuvor schon zwölf Mal zu null gespielt hatten, nicht wirklich fordern. Dann kam auch noch in der zehnten Minute Simuneks folgeschwerer Ballverlust hinzu, den der ehemalige Pfälzer Blum zur SVS-Führung nutzte.

Der FCK, nach dem Seitenwechsel mit drei Stürmern (Lakic, Zoller und Idrissou) unterwegs, tat sich vor allem offensiv schwer, kam zu selten in gute Abschlusspositionen und sorgte für Unmut am Betzenberg. Zoller war es dann, dem nach einer Stunde doch der vielumjubelte Ausgleich glückte. Danach legten die "Roten Teufel" noch einmal zu und erzwangen schlussendlich ihr Glück: Zu Gute kam ihnen dabei Schulz' Eigentor (73.). Der FCK hatte den Rückstand gedreht, ließ sich anschließend die Butter nicht vom Brot nehmen und fuhr letzten Endes den so lange ersehnten Dreier ein.

Löwen zeigen Zähne im Mittelfeldduell

Weitaus entspannter hatten es derweil die Münchner Löwen, die erstmals nach zuvor sieben sieglosen Spielen in Folge wieder einen Dreier bejubeln durften. Gegen den VfR Aalen, bei dem vor dem Spiel Trainer Stefan Ruthenbeck seine bevorstehende Vertragsverlängerung öffentlich gemacht hatte, fuhren die Sechziger dank bemerkenswerter Effizienz einen klaren 4:0-Sieg ein. Stark (20.), Osako (22.), der sein drittes Tor im fünften Spiel erzielte, und Ludwig (37.) machten noch vor der Halbzeit alles klar. Im zweiten Durchgang brachten die Sechziger den Dreier routiniert unter Dach und Fach, legten dabei durch Stoppelkamp sogar noch einmal nach (87.). Durch den höchsten Sieg in der laufenden Spielzeit dürfte das bayerische Wunschprojekt "Aufstieg 2014", das zuletzt ad acta gelegt worden war, von manch einem Optimisten wieder aus der Schublade geholt werden.

Möhrle, der große Pechvogel

Kölns Exslager zieht ab und trifft Möhrle (nicht im Bild), der zum 2:1 für den FC abfälscht.
Kölns Exslager zieht ab und trifft Möhrle (nicht im Bild), der zum 2:1 für den FC abfälscht.
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Im Spätspiel des Freitagabends empfing Spitzenreiter 1. FC Köln das Schlusslicht FC Energie Cottbus - eine klare Sache also? Mitnichten! Die Lausitzer, die zuletzt schon gegen den 1. FC Kaiserslautern beim 1:0 ein klares Lebenszeichen sendeten, lagen auch beim FC bis in die Schlussphase auf Kurs, weil Sanogo die in Hälfte zwei mutiger werdenden Cottbuser mit dem 1:0-Führungstreffer belohnte. Doch dann erzwangen die Geißböcke die Wende und kamen durch Hector und ein Eigentor von Möhrle zum 2:1-Heimsieg. Die Kölner hatten im ersten Abschnitt ein optisches Übergewicht und mit Finnes Gelegenheit eine Riesenchance, doch FCE-Keeper Renno zeigte sich nicht nur in dieser Szene als sicherer Rückhalt. Nach knapp einer Stunde brachte FC-Coach Peter Stöger Angreifer Helmes, der gleich ein paar Offensivakzente setzte, doch auch Energie schraubte Mitte des zweiten Durchgangs gewaltig am Tempo und kam aus dem Gewühl heraus nicht unverdient zum 1:0. Nun spielte der Spitzenreiter alles oder nichts und drehte den Spieß noch mit einigem Glück um, denn die Cottbuser hätten beinahe das 2:0 erzielt. Unter dem Strich ein packendes Spiel mit Köln als glücklichem Sieger.

10.03.14
 
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zum Thema

2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln38:1547
 
2SpVgg Greuther Fürth43:2843
 
3Karlsruher SC34:2139
 
4SC Paderborn 0743:3939
 
5FC St. Pauli32:2938
 
61. FC Kaiserslautern37:2637
 
71. FC Union Berlin36:3037
 
81860 München25:2634
 
9Fortuna Düsseldorf26:3232
 
10SV Sandhausen20:2231
 
11VfR Aalen25:3031
 
12FSV Frankfurt35:3730
 
13FC Ingolstadt 0425:2930
 
14Erzgebirge Aue29:3729
 
15VfL Bochum21:2827
 
16Arminia Bielefeld30:4625
 
17Dynamo Dresden25:3624
 
18Energie Cottbus27:4017