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03.03.2014, 22:07

Fürth kann noch gewinnen - Köln mit spätem Comeback

Heimkrise beendet: St. Pauli schlägt Union

Nach zuvor drei Heimpleiten in Serie entschied St. Pauli ein erst in der Schlussphase packendes Verfolgerduell gegen Union nach Rückstand mit 2:1 für sich. Am Sonntag feierte Fürth den ersten Dreier im neuen Jahr - 3:2 gegen Frankfurt. Aalen schlug den KSC, der auf der Alb enttäuschte. Dresden ergatterte in Ingolstadt einen verdienten Zähler beim 1:1. Am Freitag verschärfte Cottbus beim Böhme-Debüt die FCK-Krise, Norbert Meiers Einstand als Arminia-Coach misslang in Düsseldorf. Primus Köln rettete am Samstag in Aue einen Punkt.

Fin Bartels
Matchwinner am Millerntor: Fin Bartels erzielte zwei Minuten vor Schluss den Siegtreffer 2:1.
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Es knisterte mal wieder am Millerntor: Im Topspiel des 23. Spieltags empfing St. Pauli mit dem 1. FC Union einen direkten Konkurrenten aus dem dichtgedrängten Verfolgerfeld. Die Gastgeber, die auf den gelbgesperrten Gonther und den verletzten Buchtmann verzichten mussten, hatten zuhause zuletzt dreimal in Serie verloren - und in einer zähen Anfangsphase war St. Pauli die Nervosität anzumerken. Die erste dicke Chance gehörte den Berlinern: Kreilach zwang Tschauner per Kopf zu einer Glanztat, auch Eggimann brachten den Nachschuss nicht im Tor unter (24.). Auf der anderen Seite setzte Kringe mit einem Traumpass Verhoek in Szene, dessen Schuss jedoch geklärt werden könnte (28.). St. Pauli wurde stärker und erhöhte den Druck - Zählbares sprang bis zur Pause jedoch nicht heraus, es gab bei beiden Teams noch viel Luft nach oben.

Die "Eisernen" kamen besser aus der Kabine und hatten nun ihre beste Phase. Das Führungstor lag in der Luft - und fiel: Einen weiteren Kreilach-Kopfball parierte Tschauner, gegen Teroddes Nachschuss war er machtlos (58.). Der Gegentreffer schien St. Pauli jedoch aufgeweckt zu haben, die Antwort durch Schachten ließ nur drei Minuten auf sich warten. Nach dem 1:1 waren die Hausherren wieder obenauf: Halstenbergs 35-Meter-Freistoß klatschte an den Pfosten (71.). In der Schlussphase ging es dann hin und her. Mattuschka jagte den Ball aus der Distanz an die Latte (85.), drei Minuten später gelang dem eingewechselten Bartels auf der anderen Seite nach Vorlage von Halstenberg der Siegtreffer. St. Pauli verbesserte sich durch den ersten Heimerfolg seit dem 11. November auf Rang vier, Union musste nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage mal wieder einen Rückschlag hinnehmen.

Fürstner und Mavraj belohnen Kramers Doppelwechsel

Ausgebremst: Frankfurts Epstein stoppt Fürths Stieber.
Ausgebremst: Frankfurts Epstein stoppt Fürths Stieber.
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Die SpVgg Greuther Fürth hat im neuen Kalenderjahr das erste Erfolgserlebnis eingefahren. Gegen die taktisch disziplinierten Frankfurter siegten die Franken am Sonntag zuhause mit 3:2. Es ging dank Gießelmanns Freistoßtreffer vielversprechend los für die Kramer-Elf, doch ließen sich die Hessen dadurch nicht schocken. Fürths Linksverteidiger Baba brachte Kapllani im Strafraum zu Fall und Epstein verwandelte sicher vom Punkt. Die Möhlmann-Elf nutzte die Passivität der SpVgg noch vor der Pause aus ging durch Kapllanis Kopfballtreffer in Führung. Nach dem Seitenwechsel nahm die Verkrampfung bei den Hausherren zunächst weiter zu. Kramer reagierte und brachte mit Füllkrug und Djurdjic (erster Einsatz nach Kreuzbandriss am 3. Spieltag) frische Kräfte, wodurch der Druck der Fürther für einige Zeit deutlich zunahm. Belohnt wurde dies durch Fürstners Elfmetertor zum 2:2-Ausgleich, doch danach ebbte der Schwung beim Kleeblatt wieder ab. Bis zur Schlussphase, als Mavraj eine Stieber-Ecke zum etwas schmeichelhaften Siegtreffer einnickte.

Koch belohnt die Dynamos nach dem Caiuby-Schock

Auch Dynamo Dresden war im Abstiegskampf gefordert und sendete mit dem 1:1 in Ingolstadt ein Lebenszeichen. Das Spiel begann mit einem Blitzstart der Ingolstädter, denn schon nach 49 Sekunden zappelte der Ball im Netz der Sachsen - Caiuby hatte flach getroffen. Dynamo jedoch ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und hielt kampfstark dagegen. Unmittelbar vor der Halbzeit wurden die Bemühungen belohnt, als Koch eine Ouali-Flanke am zweiten Pfosten reindrückte. Die Ingolstädter brauchten auch im zweiten Durchgang einige Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Das änderte sich erst wieder in den letzten 20 Minuten, doch entscheidend kamen die Oberbayern nicht mehr durch, so dass Dresden verdientermaßen einen Punkt entführte.

Hübner bringt VfR wieder auf die Siegerstraße

Nach dem 2:1 in Kaiserslautern siegten die Aalener auch gegen den Karlsruher SC. Wie auf dem Betzenberg auch brachte Hübner den VfR mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke auf die Siegerstraße. Die Karlsruher enttäuschten nach dem Rückstand vor allem in der Offensive und verzeichneten so gut wie keine Torchance. Insofern war der 1:0-Heimsieg der Ruthenbeck-Elf absolut verdient. Beim KSC riss damit eine lange Erfolgsserie, die Badener blieben zuletzt zwölfmal in Serie ungeschlagen (sechs Siege, sechs Remis).

Aue wieder Favoritenschreck

Aues Benatelli gegen Peszko (re.)
Den Ball im Blick: Aues Benatelli gegen Peszko (re.).
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Der 1. FC Köln musste im Karneval ins malerische Erzgebirge reisen und wollte dort mit einem Dreier Platz eins weiter festigen. Trainer Peter Stöger überraschte dabei mit einer Systemumstellung von 4-4-2 auf 4-2-3-1. Dieser Maßnahme fiel Ujah zum Opfer, der Peszko, der sich selbst als "Konterspieler" bezeichnet, Platz machen musste. Auf dem Feld setzte der Tabellenführer folglich auf eine defensive Grundtaktik, lauerte auf Konter und überließ den Ball den Veilchen, die 2014 sieben von neun möglichen Punkten eingefahren hatten. Die Rechnung der Geißböcke ging jedoch nicht auf, denn in der 13. Minute lief der FC seinerseits in einen Konter und geriet in Rückstand. Das Tor tat dem Spiel richtig gut, denn fortan drehten die Gäste den Spieß um und drängten auf den Ausgleich. Wie schon in den Wochen zuvor, war die Chancenverwertung ein großes Problem der Kölner - die besten im ersten Durchgang ließen Maroh (35.) und Peszko (43.) liegen.

Stöger reagierte zum Seitenwechsel und verstärkte mit Ujah und Bröker die Offensive, um dann das 0:2 zu kassieren. Löning verwandelte einen Foulelfmeter (Maroh an Sylvestr) sicher (69.). Viel sprach nun gegen den FC, dem dann aber doch noch ein starkes Comeback glückte: Zweimal nahm Halfar aus der zweiten Reihe genau Maß (83., 89.) und sicherte den Domstädtern so noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt.

Keine Tore in Sandhausen

Schon länger klaffen bei 1860 München Realität und Anspruch weit auseinander. Die Löwen würden gerne um den Aufstieg mitmischen, stellen tabellarisch allerdings absolutes Mittelmaß dar. Nun ging es nach Sandhausen, wo unbedingt drei Punkte eingefahren werden sollten - mit dabei Startelfdebütant Weigl (18), der erst unter der Woche einen Profivertrag unterschrieben hatte. Im Hardtwaldstadion entpuppte sich der SVS, der auf Hübner (Rot-Sperre) und Kister (Muskelfaserriss) verzichten musste, als äußert unangenehmer Gegner. Die Sandhäuser deckten die Defensivschwächen der Sechziger schonungslos auf und hatten ein klares Chancenplus, waren vor Schlussmann Gabor Kiraly aber nicht kaltschnäuzig. Weil sich auch nach dem Seitenwechsel daran nichts änderte und die Münchner ebenfalls zahnlos blieben, stand nach 90 Minuten ein 0:0 an der Anzeigewand.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
Abgezogen: Energies Sven Michel trifft gegen den FCK aus der Distanz.
Abgezogen: Energies Sven Michel trifft gegen den FCK aus der Distanz.
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Böhme lässt die Lausitz beben

Cottbus hat sich am Freitag im Spiel eins nach Stefan Schmidt mit einem Paukenschlag zurückgemeldet und die Krise der aufstiegsambitionierten Lauterer verschärft. Michel sorgte mit einem Hammer aus der Distanz für das Tor des Tages und schürt leichte Hoffnung beim Schlusslicht nach zuletzt nur einem Punkt aus neun Partien unter Schmidt. Von Beginn an war Pfeffer im Spiel in der Lausitz, Michels frühes Führungstor spielte dem Team unter Interimscoach Jörg Böhme in die Karten. Kaiserslautern brauchte lange, um sich vom frühen Schock zu erholen, fand aber trotz verstärkter Bemühungen kein Mittel, um die Energie-Abwehr auszuhebeln. Von einem Absturz wollte Kosta Runjaic vor dem Spiel nichts wissen, doch nach der sechsten Niederlage aus den letzten acht Spielen verlieren die "Roten Teufel" ihr Ziel langsam aus den Augen.

Meier beim Debüt ohne Fortune

Trainer Norbert Meier gab sein Debüt als Arminia-Coach - und das ausgerechnet in Düsseldorf! In seinem ehemaligen Wohnzimmer - Meier saß von 2008 bis 2013 auf der Fortuna-Bank - schaffte auch er nicht die Trendwende. Bielefeld bleibt nach der dritten Niederlage in Folge ohne eigenen Torerfolg als Vorletzter in akuter Abstiegsgefahr. Der DSC versteckte sich gegen in Durchgang eins verunsicherte Fortunen nicht, hatte da leichte Vorteile, das Tor schoss aber Benschop für die Elf von Coach Lorenz-Günther Köstner noch vor der Pause. Beflügelt durch den Treffer fand die Heimelf besser ins Spiel, zeigte sich in der Defensive erneut stabil und legte durch Hoffer nach. Der erste Dreier 2014 nach zuletzt drei Unentschieden war perfekt.

Meha dreht das Spiel

Paderborn spielt weiter ganz oben mit! Auch ein Rückstand - durch Latzas Knaller ging Bochum in Front - brachte den SCP beim 4:1-Sieg letztlich nicht aus dem Konzept. Der VfL, der die letzten fünf Auswärtsspiele ohne Gegentor blieb (3/2/0), hatte zunächst mehr vom Spiel, die Ostwestfalen fanden gegen die VfL-Defensive kein probates Mittel. Als Türöffner entpuppte sich Meha, der mit zwei Freistoßtoren dem Spiel eine Wende gab. Die Breitenreiter-Elf legte noch zweimal nach und feierte den sechsten Sieg aus den letzten acht Partien (6/2/0).

 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln36:1444
 
2SpVgg Greuther Fürth41:2840
 
3SC Paderborn 0743:3539
 
4FC St. Pauli32:2838
 
5Karlsruher SC30:2136
 
61. FC Union Berlin35:2936
 
71. FC Kaiserslautern35:2534
 
8VfR Aalen25:2631
 
9SV Sandhausen19:2031
 
101860 München21:2631
 
11Fortuna Düsseldorf25:3131
 
12FC Ingolstadt 0424:2829
 
13Erzgebirge Aue29:3629
 
14FSV Frankfurt34:3727
 
15VfL Bochum21:2627
 
16Dynamo Dresden24:3523
 
17Arminia Bielefeld29:4622
 
18Energie Cottbus26:3817