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24.02.2014, 22:07

FCK stürzt auf Rang sieben - St. Pauli klettert - Krämer entlassen

Punkteteilung im Topspiel: Fürth trotzt Köln

Am Montagabend kam im Top-Spiel Köln nicht über ein 1:1 gegen Fürth hinaus. Am Sonntag musste Kaiserslautern gegen Aalen den nächsten Rückschlag hinnehmen, St. Pauli meldete sich mit dem 2:1 in Dresden zurück. Bochum gegen Düsseldorf endete torlos. Paderborn verschenkte am Samstag bei 1860 zwei Punkte, der KSC blieb gegen Sandhausen zum zwölften Mal in Serie ungeschlagen. Am Freitag schlug Union Frankfurt, Aue Cottbus und Ingolstadt Bielefeld.

Wimmer behält im Fürther Chaos die Übersicht

Kevin Wimmer
Chaos im Fürther Strafraum: Kölns Innenverteidiger Kevin Wimmer (re.) trifft zum 1:0.
© imagoZoomansicht

Vor dem Gipfeltreffen zwischen Köln und Fürth am Montag (20.15 Uhr) war vor allem der Norovirus in aller Munde: Neun Spieler der SpVgg hatten während der vergangenen Woche mit Brechdurchfall zu kämpfen gehabt. Mit Füllkrug, Mavraj, Sparv und Trinks standen vier betroffene Akteure in Köln aber sogar in der Startelf. Auf dem Rasen machten die Kleeblättler dennoch einen munteren Eindruck und hatten mit einer Doppelchance durch Füllkrug und Weilandt die Führung schon früh auf dem Fuß (6.). Ansonsten neutralisierten sich die beiden Spitzenklubs der 2. Liga lange im Mittelfeld. Bei einer Kölner Ecke behinderten sich Baba und Röcker dann aber gegenseitig im Strafraum. Wimmer bedankte sich und schob aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (36.).

Im zweiten Durchgang lieferten die Geißböcke eine deutlich bessere Vorstellung ab: Der FC hatte mehr Ballbesitz, gewann viele Zweikämpfe und ließ die Franken gar nicht ins Spiel kommen. In der Chancenverwertung zeigte sich der Spitzenreiter aber zu nachlässig und ließ einige Möglichkeiten liegen. So blieb die Partie lange offen, was Fürth kurz vor Schluss noch eiskalt ausnutzte: Joker Azemi traf zum 1:1-Endstand. Die "Geißböcke" warten somit seit über beinahe acht Jahren auf einen Sieg gegen das "Kleeblatt" - letztmals siegte der FC am 26. November 2006 gegen Fürth, damals im Ronhof mit 2:1.

VfR überrascht die "Roten Teufel"

Der 1. FC Kaiserslautern muss nach dem 0:1 in Aue den nächsten Rückschlag im Aufstiegsrennen verkraften, verlor gegen den VfR Aalen mit 1:2. Die Pfälzer, die ohne ihren Stürmer Idrissou antraten, zeigten 25 Minuten klare Signale für eine Wiedergutmachung und drängten den VfR tief in dessen Hälfte.

Aalens Hübner nimmt die Glückwünsche zum 1:0 beim FCK entgegen.
Aalens Hübner nimmt die Glückwünsche zum 1:0 beim FCK entgegen.
© picture-allianceZoomansicht

Doch mit der ersten Offensivaktion der Gäste klingelte es im Kasten der Roten Teufel, weil Hübner nach einer Ecke unbedrängt einköpfen konnte. Dieses Gegentor wirkte wie ein Schock, von dem sich die Runjaic-Elf erst nach der Pause erholte. Wieder hatte Kaiserslautern einige vielversprechende Chancen, doch ins Tor trafen erneut die Aalener - Pohjanpalo drückte eine Leandro-Flanke überlegt in die Maschen. Der FCK reagierte wütend, aber noch ohne echte Struktur. Mut machte der Anschlusstreffer durch Matmour, der nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus flach ins Tor traf. Nun kochte der Betzenberg und die Aalener verteidigten ihren Vorsprung mit Mann und Maus - und das mit Glück und Geschick erfolgreich. Der FCK rutscht damit auf Platz 7 ab.

Halstenberg mit Maßarbeit

St. Pauli nutzte seine Chance in Dresden, um ins Aufstiegsrennen wieder einzugreifen. Die Hamburger gewannen bei den Sachsen dank der Tore von Kringe und Halstenberg knapp mit 2:1. Die Kiez-Kicker waren im ersten Abschnitt aktiver, doch ließ die Vrabec-Elf nach dem Führungstor zu viele Gelegenheiten liegen, um schon frühzeitig auf die Siegerstraße zu kommen. Bestraft wurden diese Nachlässigkeiten durch Hartmann, der unmittelbar vor der Halbzeit den Ausgleich für Dynamo erzielte. Nach dem abermaligen Rückstand durch Halstenbergs maßgenauen Freistoß in den Winkel kämpften sich die Sachsen energisch in die Partie zurück, doch für einen Zähler reichte es nicht mehr. Vielmehr waren die Hamburger dem dritten Treffer näher. Unter dem Strich war es die verdiente erste Heimniederlage unter Dynamo-Coach Olaf Janßen.

Halstenberg (li.) trifft für St. Pauli genau in den Winkel.
Halstenberg (li.) trifft für St. Pauli genau in den Winkel.
© picture-alliance

Bochum lässt Punkte liegen

In Bochum trafen sich mit Peter Neururer und dem Düsseldorfer Lorenz-Günther Köstner zwei Trainer-Haudegen. Heraus kam dabei ein wenig ansehnliches Spiel, in dem der VfL klare Vorteile hatte, doch die wenigen Chancen ausließ. Düsseldorf enttäuschte vor allem in der Offensive und darf den einen Zähler als Gewinn verbuchen.

SCP gibt Sieg gegen die "Löwen" wieder aus der Hand

Mario Vrancic
Frühe Führung: Paderborns Mario Vrancic ist nach fünf Minuten zur Stelle.
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Der SC Paderborn sah am Samstag lange wie der sichere Sieger aus, führte souverän mit 2:0 bei 1860 und ließ sich doch die Butter wieder vom Brot nehmen, sodass am Ende ein enttäuschendes 2:2 zu Buche stand. Paderborn erwischte dabei die Defensive der Löwen in der Anfangsphase im absoluten Tiefschlaf. Die Hausherren - in der Situation eigentlich in Überzahl - überließen den Gästen das Feld, Vrancic bedankte sich und besorgte aus kurzer Distanz das 1:0 (5.). Auch in der Folge gab der SCP den Ton an, hatte gute Möglichkeiten nachzulegen. Meha war es schließlich, der per direktem Freistoß zum verdienten 2:0 einschoss (18.). Danach war die Partie schon fast gelaufen. München wusste mit reichlich Ballbesitz zunächst wenig anzufangen. Erst als Bierofka der Anschlusstreffer glückte (81.), kam plötzlich Hektik ins Spiel. Der SCP war völlig aus dem Spiel und Osaka besorgte sogar noch den Ausgleich (86.) für die Löwen.

KSC baut seine Serie aus

Der Karlsruher SC baut seine tolle Serie aus und blieb beim am Ende packenden 2:1-Sieg gegen Sandhausen zum zwölften Mal in Serie ungeschlagen. Die Partie lief aber sehr schleppend los. Adler gab nach einer halben Stunde aus rund 22 Metern den ersten gefährlichen Schuss der Partie ab. Ansonsten viel Leerlauf und Langeweile im Wildpark. Nach dem Wechsel wurde es aber besser und zwar deutlich. Erst landete ein Kopfball von Adler am Pfosten und auf der anderen Seite klingelte es. Peitz nutzte gleich die erste Chance zum 1:0 für die Karlsruher. Nur drei Minuten später hatte Alibaz bei einem Konter die Entscheidung auf dem Fuß, vergab letztlich aber recht kläglich. In der Schlussphase lief zunächst alles für den KSC: Erst flog Hübner mit Rot vom Platz, wenig später gab es einen Elfmeter, den Hennings zum 2:0 nutzte. Doch jetzt wurde es noch turbulenter: Adler verkürzte, verletzte sich aber und konnte nicht weitermachen. Mit acht Feldspielern versuchte der SVS verzweifelt, noch einen Treffer zu erzielen - vergeblich.

Union lässt Taten folgen

Torsten Mattuschka trifft
Unions Torsten Mattuschka trifft per Strafstoß zum 1:0 gegen FSV Frankfurt.
© imago

"Unser Ziel ist der Aufstieg", sagte Union-Coach Uwe Neuhaus unter der Woche und ging damit verbal in die Offensive. Am Freitagabend ließen die Eisernen den Worten ihres Trainers Taten folgen: Dank eines Elfmetertreffers von Kapitän Mattuschka kamen die Köpenicker gegen den FSV Frankfurt auf die Siegerstraße, gewannen 2:0 und legten mit dem ersten Dreier im Jahr 2014 gegenüber den Konkurrenten im Aufstiegsrennen vor. Die Hessen stecken im hinteren Mittelfeld fest und müssen weiter mit mindestens einem Auge Richtung Tabellenkeller schauen.

Union Berlin übernahm von Beginn an die Initiative und dominierte nahezu den kompletten ersten Durchgang. Doch trotz aller Überlegenheit schafften es die Köpenicker nicht, sich Chancen zu erspielen. Bezeichnend, dass das einzige Tor durch Mattuschka (39.) aus einem Strafstoß resultierte. Im zweiten Abschnitt konnte der FSV die Partie etwas offener gestalten, aktiver und gefährlicher waren aber weiterhin die Eisernen. Nur die Durchschlagskraft fehlte weiterhin, erst Fabian Schönheim mit seinem schönen Treffer in der 76. Minute sorgte für Beruhigung.

Cottbus zeigt zwei Gesichter

Frank Löning
Aues Doppeltorschütze Frank Löning (li.) empfängt die Glückwünsche seiner Kollegen.
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In den beiden anderen Partien hieß das Motto Abstiegskampf pur. Zwei Gesichter zeigte dabei Energie Cottbus. Die Lausitzer verloren das Ostduell mit 2:3 gegen Erzgebirge Aue und kamen durch die zehnte Niederlage in den letzten elf Partien der 3. Liga wieder einen Schritt näher. Das Team von Trainer Stephan Schmidt zerfiel in Durchgang eins nach dem Doppelpack durch Aues Löning (15., 18.) in seine Einzelteilchen, kaum ein Mannschaftsteil erreichte auch nur annähernd Zweitliga-Niveau. Sylvestr ließ in der 36. Minute das 3:0 folgen, Energie-Keeper Rene Renno verhinderte bis zur Pause sogar noch Schlimmeres. Nach dem Seitenwechsel sorgte Stiepermann für das 1:3 in der 48. Minute. Hoffnung machte sich breit im Stadion der Freundschaft, die in der 72. Minute durch das zweite Tor durch Stiepermann noch zusätzliche Nahrung erhielt. Cottbus bewies weiterhin viel Moral, die Wende gelang aber nicht mehr. Während Cottbus am Abgrund steht, kann Aue nach dem zweiten Dreier in diesem Jahr im Kampf gegen den Abstieg erst einmal durchschnaufen.

Bielefeld kann Sperren nicht kompensieren - Krämer muss gehen

Eine Partie auf bescheidenem Niveau bekamen die Zuschauer in Bielefeld zu sehen, wo die Arminia den FC Ingolstadt empfing. Was nicht nur dem Tabellenstand beider Teams geschuldet war - die Ostwestfalen wurden vor dem Spieltag auf Rang 17, die Oberbayern auf Platz 14 notiert -, sondern auch der Personalsituation auf beiden Seiten. Den Arminen fehlten gleich vier, den Schanzern zwei Spieler wegen Sperren. Für Bielefeld kam es sogar noch dicker, Kapitän Hornig musste nach nur wenigen Minuten angeschlagen runter. Bielefeld konnte die Ausfälle nicht kompensieren und musste sich am Ende mit 0:2 beugen. Ingolstadt hat die größten Abstiegssorgen durch den zweiten Sieg im Jahr 2014 erst einmal vertrieben und sich ins Mittelfeld vorgearbeitet. Der Erfolg ging in Ordnung, die Schanzer präsentierten die bessere Spielanlage und besaßen ein Chancenplus. Die Arminen waren engagiert, doch durch den personellen Aderlass zu sehr geschwächt.

Die Konsequenz: Trainer Stefan Krämer musste am Sonntagabend seinen Hut nehmen - nach zweieinhalb Jahren auf der Alm.

 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln34:1243
 
2SpVgg Greuther Fürth38:2637
 
3Karlsruher SC30:2036
 
41. FC Union Berlin34:2736
 
5SC Paderborn 0739:3436
 
6FC St. Pauli30:2735
 
71. FC Kaiserslautern35:2434
 
8SV Sandhausen19:2030
 
91860 München21:2630
 
10VfR Aalen24:2628
 
11FC Ingolstadt 0423:2728
 
12Erzgebirge Aue27:3428
 
13Fortuna Düsseldorf23:3128
 
14FSV Frankfurt32:3427
 
15VfL Bochum20:2227
 
16Dynamo Dresden23:3422
 
17Arminia Bielefeld29:4422
 
18Energie Cottbus25:3814

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