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17.01.2014, 07:45

Kaiserslautern: Linksverteidiger ist vom Aufstieg überzeugt

Löwe: "BVB als Dosenöffner"

Linksverteidiger Chris Löwe kam als Deutscher Meister zum 1. FC Kaiserslautern, um öfter zu spielen. Im Interview spricht der 24-Jährige über seine Entwicklung bei den Roten Teufeln, seine Schwachstellen, Trainer Kosta Runjaic, den Aufstieg und seinen Ex-Klub Borussia Dortmund.

Hinten links eine Bank beim FCK: Verteidiger Chris Löwe.
Hinten links eine Bank beim FCK: Verteidiger Chris Löwe.
© imagoZoomansicht

kicker: Herr Löwe, Sie sind jetzt seit einem Jahr beim FCK und dort Stammspieler. In der kicker-Rangliste belegen Sie Platz 1. Rundum zufrieden?

Chris Löwe (24): Nein, nicht ganz, da wir im Sommer nicht aufgestiegen sind. Das war das Hauptziel, und das haben wir leider verpasst. Mit meiner persönlichen Entwicklung, vor allem seit der neue Trainer da ist, bin ich aber recht zufrieden. Seitdem spiele ich konstant auf gutem Niveau. Aber verbessern kann man immer etwas.

kicker: Sie haben den neuen Trainer Kosta Runjaic angesprochen. Was macht er anders als sein Vorgänger Franco Foda, der Sie nach Lautern geholt hatte?

Löwe: Sein Spielsystem kommt mir sehr entgegen. Die Außenverteidiger stehen sehr hoch und haben dadurch kürzere Wege und viel mehr Aktionen nach vorne, können insgesamt viel auffälliger spielen. Außerdem darf ich jetzt auch Standards schießen. Ecken und Freistöße - ich habe die ganze Zeit schon gesagt, dass ich die gefährlich reinbringen kann. Ich glaube, das Vertrauen in mich als Standardschützen bisher zurückgezahlt zu haben.

kicker: Trotzdem hadern Sie oft mit sich. Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

Löwe: Der rechte Fuß muss noch ein Stück besser werden. Ich muss ihn mehr einbinden und Vertrauen bekommen, dass ich damit beispielsweise auch gute Flugbälle spielen kann. Ansonsten kann ich noch robuster werden.

kicker: Der FCK ist Dritter. Schafft Ihr Team diesmal den direkten Aufstieg?

Durch Ede und die Rückkehr von Bunjaku haben wir nun noch mehr Möglichkeiten.Chris Löwe

Löwe: Ja, weil wir qualitativ eine bessere Mannschaft als letzte Saison haben. Durch Chinedu Ede und die Rückkehr von Albert Bunjaku haben wir nun noch mehr Möglichkeiten. Insgesamt sind wir breit genug aufgestellt. Wir haben in der Hinrunde gesehen, wenn wir uns konzentrieren und unsere Leistung bringen, können wir jeden Gegner in der Liga schlagen.

kicker: Unter Runjaic hat Lautern viel Stabilität gewonnen. Wie erklären Sie sich dennoch den erneuten Wintereinbruch mit drei Niederlagen, der im Vorjahr die Chancen auf den direkten Aufstieg gekostet hat?

Löwe: Eine Erklärung dafür zu finden ist schwierig. Wir waren in allen drei Spielen die bessere Mannschaft, hatten genug Torchancen. Durch einfache, individuelle Fehler haben wir gegen sehr tief stehende Gegner die Gegentreffer kassiert, was uns das Genick gebrochen hat. Wichtig ist, dass wir daraus lernen und es uns nicht erneut passiert. Sonst wird es natürlich extrem schwer, vorne noch mal anzugreifen.

kicker: Was muss gegen tief stehende Teams konkret besser werden?

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Löwe: Wir müssen von hintenraus den Ball schneller und damit auch den Gegner mehr laufen lassen. Und dann müssen wir ihnen mit mehr herausgearbeiteten und dann besser genutzten Chancen den Zahn ziehen.

kicker: Die Stärke ist die Offensive mit 32 Treffern. Nur Fürth schoss mit 35 mehr Tore. Was bedeutet der Ausfall von Liga-Toptorjäger Simon Zoller?

Löwe: Man hat gesehen, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist, der vor allem vor dem Tor eiskalt bleibt. So hat er uns das Spiel in Ingolstadt vor Weihnachten gerettet (2:1 nach 0:1, Anm. d. Red.). Die Ausfallzeit ist zum Glück überschaubar. Bunjaku kann diese Lücke schließen.

kicker: Gleich zum Auftakt kommt der Zweite Greuther Fürth auf den Betzenberg. Geht es bei vier Punkten Rückstand schon um alles oder nichts?

Löwe: Es ist in jedem Fall ungeheuer wichtig. Wenn wir das Spiel nämlich verlieren, wird es sehr schwer, den direkten Aufstieg zu erreichen. Das wissen wir alle. Mit einem Sieg machen wir es dafür wieder richtig spannend.

kicker: Am Samstag geht es im Testspiel zu Hause gegen Dortmund, Ihre erste Profistation. Welche Bedeutung hat der BVB für Sie?

Ich bin heute noch Michael Zorc und Jürgen Klopp dankbar.Chris Löwe

Löwe: Im Endeffekt war er der Dosenöffner für meine Karriere. Ich habe davor in Chemnitz in der 4. Liga gespielt, das interessiert deutschlandweit dann doch nicht ganz so viele Leute. Von null auf hundert zu schießen und in Dortmund Bundesliga und Champions League zu spielen, war etwas ganz Besonderes. Ich war bei vielen überragenden Geschichten dabei. Insgesamt war es eine grandiose Zeit, die ich nie vergessen werde, auch wenn ich nicht ganz so viel gespielt habe. Ich bin heute noch Michael Zorc und Jürgen Klopp dankbar, dass sie den Mut hatten, mich zu holen und mir so die Chance gegeben haben.

kicker: In dieser Saison hätten Sie als Back-up von Marcel Schmelzer durch dessen Ausfall wohl auch wieder eine Chance hinten links in der Viererkette bekommen. Ärgern Sie sich, zu früh in Dortmund aufgegeben zu haben?

Löwe: Nein, keine Minute. Die Entscheidung zum Wechsel habe ich ja nicht aus dem Bauch heraus getroffen. Ich habe mir das gut überlegt. Ich wollte endlich wieder jede Woche spielen. Ich bin sehr froh, dass es beim FCK geklappt hat. Für mich persönlich habe ich hier genauso eine spannende Aufgabe, wie ich sie vielleicht beim BVB gehabt hätte.

kicker: Ist das Spiel die richtige Generalprobe fürs DFB-Pokal-Viertelfinale in Leverkusen?

Löwe: Nicht ganz. Dortmund spielt eine Woche danach wieder Bundesliga. Wir starten erst drei Wochen nach dem Testspiel. Sie werden wohl etwas frischer sein. Da wir nächste Saison aber Pflichtspiele gegen solche Gegner machen wollen, sind wir alle heiß.

kicker: Wie wichtig wäre es für Ihre Entwicklung, im nächsten Jahr Bundesliga zu spielen?

Löwe: Das ist das Ziel. Deshalb bin ich hierher gekommen. Ich wünsche mir nichts mehr als den Aufstieg mit dem FCK.

Interview: Carsten Schröter

17.01.14
 
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weitere Infos zu Löwe

Vorname:Chris
Nachname:Löwe
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Kaiserslautern
Geboren am:16.04.1989

2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln32:1139
 
2SpVgg Greuther Fürth36:2435
 
31. FC Kaiserslautern34:2134
 
4Karlsruher SC27:1832
 
51. FC Union Berlin31:2632
 
6FC St. Pauli28:2532
 
7SC Paderborn 0733:3232
 
8SV Sandhausen18:1730
 
91860 München19:2229
 
10Fortuna Düsseldorf22:3026
 
11FSV Frankfurt29:3024
 
12VfR Aalen20:2324
 
13VfL Bochum19:2223
 
14FC Ingolstadt 0419:2722
 
15Arminia Bielefeld29:3822
 
16Erzgebirge Aue23:3222
 
17Dynamo Dresden20:2922
 
18Energie Cottbus21:3313

weitere Infos zu Runjaic

Vorname:Kosta
Nachname:Runjaic
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Kaiserslautern

Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Kaiserslautern
Gründungsdatum:02.06.1900
Mitglieder:20.000 (01.07.2015)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Fritz-Walter-Straße 1
67663 Kaiserslautern
Telefon: (0631) 31 88 0
Telefax: (06 31) 31 88 29 0
E-Mail: info@fck.de
Internet:http://www.fck.de