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27.12.2013, 16:00

Fürth: Positive Bilanz zur Winterpause

Schröder: "Wir stehen wirklich sehr gut da"

35 Punkte, Platz zwei zur Winterpause samt vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang: Die Laune rund um die Spielvereinigung Greuther Fürth könnte wahrlich schlechter sein. Trotzdem gibt beim "Kleeblatt" keiner das Ziel Aufstieg aus. Vielmehr sieht man beim Bundesliga-Absteiger weiterhin Verbesserungsbedarf. Dabei geben zwei Rückkehrer Hoffnung auf mehr Stabilität.

Fürths Sportlicher Leiter Rouven Schröder im Kreise seiner neu zusammengebauten Mannschaft.
Fürths Sportlicher Leiter Rouven Schröder im Kreise seiner neu zusammengebauten Mannschaft.
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Nicht jeder hatte mit so einer Platzierung gerechnet, am wenigstens wohl die Verantwortlichen bei der SpVgg Greuther Fürth selbst. Nach dem trostlosen Gastspiel in Liga eins - das ohne einen einzigen Heimerfolg beendet wurde - kam im Sommer der große Umbruch, und mit ihm natürlich die Ungewissheit. Zwölf neue Spieler kamen, gar deren 20 verließen den Verein (darunter jedoch auch einige Leihspieler). Unter Trainer Frank Kramer, der sich bereits im März wieder dem Kleeblatt anschloss, wurde im Sommer ein Umbruch eingeleitet, als man hauptsächlich junge, talentierte oder unbekannte Spieler aus unterklassigen oder fremden Ligen nach Fürth lotste.

Nicht immer alles Gold, was glänzte

Dass diese sich so schnell an die Liga gewöhnen würden, konnte in Franken keiner erwarten. Dementsprechend zufrieden äußert sich auch Fürths Sportlicher Leiter Rouven Schröder gegenüber der "Nürnberger Zeitung": "Manche Mannschaften finden sich nach so einem radikalen Umbruch wie wir ihn im Sommer hatten, erst nach über einem halben Jahr. Wir stehen wirklich sehr gut da." Mit Blick auf die Tabelle ist man beim Kleeblatt also sehr zufrieden, allerdings war in der Hinserie auch nicht immer alles Gold, was glänzte. "Es gibt da und dort noch genügend Verbesserungsmöglichkeiten. Und es ist doch schön, dass man trotz eines kleinen Polsters auf den Relegationsplatz die Möglichkeit hat, etwas besser zu machen", so Schröder.

Fürth wusste dabei meist mit seiner offensiven Ausrichtung zu überzeugen, nicht von ungefähr erzielte die SpVgg die meisten Tore in der 2. Liga. Allerdings ist das junge Team immer noch sehr inkonstant in ihren Leistungen. Oftmals fehlt die Ruhe und Routine, auch war die Abwehr nicht immer sattelfest, der starke Torhüter Wolfgang Hesl musste das ein oder andere Mal zu oft in allerletzter Sekunde retten, besonders im Eins gegen Eins. "Wir haben zu viele Chancen des Gegners zugelassen. Wir können auch noch zielgerichteter auftreten und müssen insgesamt eine Killer-Mentalität an den Tag legen", äußert Schröder kritisch.

Rückschläge werden gut weggesteckt

Das junge, neu zusammengewürfelte Team ist verständlicherweise noch unerfahren und daher nicht immer gegen jeden Gegner der Topfavorit, als der er ob seiner Tabellensituation gilt. So musste man schon einige Rückschläge wegstecken, beispielsweise als es im Oktober gegen Düsseldorf, St. Pauli und Ingolstadt drei Niederlagen am Stück - darunter zwei daheim - gab. Auch bei der überraschend deutlichen 1:4-Pleite in Bielefeld sah Frank Kramers Mannschaft nicht zwingend wie der Aufstiegskandidat aus, der sie mittlerweile ist.

Sollen das Team in der Rückrunde stabiler machen: Goran Sukalo (re.) und Stürmer Nikola Djurdjic (M.).
Sollen das Team in der Rückrunde stabiler machen: Goran Sukalo (re.) und Stürmer Nikola Djurdjic (M.).
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Daher sieht auch Schröder noch einigen Verbesserungsbedarf: "Wir müssen an der Dominanz arbeiten. Dazu gehört eine saubere und schnelle Passfolge, die Genauigkeit beim letzten Ball und das Selbstvertrauen, das man in jeder Partie ausstrahlen muss. Das hat bei uns nicht immer funktioniert." Ob der Verein bereits reif genug für den Wiederaufstieg ist, muss sich in der Rückserie zeigen. Helfen werden sicherlich die beiden Rückkehrer Goran Sukalo und besonders Angreifer Nikola Djurdjic, der nach Kreuzbandriss frühestens Mitte Januar wieder im Mannschaftstraining erwartet wird. Ein treffsicherer Stürmer geht dem Kleeblatt seit Djurdjics Ausfall ab.

"Wenn die Spielvereinigung sich als Zweiter im Verfolgerfeld mit wesentlich finanzstärkeren Teams wie Kaiserslautern, Union Berlin oder St. Pauli einreiht, hat man mehr richtig als falsch gemacht. Wir dürfen selbstbewusst sein und müssen uns nicht verkriechen. Die Mannschaft ist stark genug, ihren Weg in der Rückrunde zu gehen", zeigt sich Schröder für die Rückserie hoffnungsfroh. Diese soll natürlich mit Coach Kramer fortgesetzt werden, der in Hannover auf der Liste der Slomka-Nachfolger ganz oben stehen soll. "Das ist reiner Humbug. Mit so etwas sollen sich andere beschäftigen", bezog Fürths Präsident Helmut Hack in der "Nürnberger Zeitung" aber klar Stellung.

27.12.13
 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln32:1039
 
2SpVgg Greuther Fürth35:2235
 
31. FC Kaiserslautern32:2031
 
4Karlsruher SC26:1731
 
51. FC Union Berlin31:2631
 
6FC St. Pauli26:2331
 
7SC Paderborn 0732:3229
 
81860 München18:2128
 
9SV Sandhausen17:1727
 
10Fortuna Düsseldorf21:2925
 
11VfL Bochum18:2023
 
12VfR Aalen18:2123
 
13FSV Frankfurt27:2921
 
14FC Ingolstadt 0418:2621
 
15Arminia Bielefeld27:3621
 
16Erzgebirge Aue21:3021
 
17Dynamo Dresden20:2921
 
18Energie Cottbus21:3213

Vereinsdaten

Vereinsname:SpVgg Greuther Fürth
Gründungsdatum:23.09.1903
Mitglieder:2.550 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Weiß-Grün
Anschrift:Kronacher Straße 154, 90768 Fürth
Telefon: 0911/9767680
Telefax: 0911/976768209
E-Mail: info@greuther-fuerth.de
Internet:http://www.greuther-fuerth.de