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23.12.2013, 22:20

Überblick: KSC überflügelt St. Pauli - FC gewinnt Rheinderby

Frohes Fest: Zoller schießt den FCK auf Rang drei

Die 2. Bundesliga hat sich mit einem Sieg des 1. FC Kaiserslautern in Ingolstadt in die Weihnachtspause verabschiedet - der FCK klettert auf Rang drei. Am Sonntag entschied Köln das Rheinderby in Düsseldorf für sich. Greuther Fürth fuhr gegen Aalen einen Arbeitssieg ein - und in Cottbus geht die Krise nach dem 0:1 in Paderborn weiter. Der Spieltag geizte am Samstag nicht mit Toren. Union feierte einen 4:2-Sieg gegen Bielefeld. Bereits am Freitag holte der KSC beim FC St. Pauli einen Dreier.

Simon Zoller
Bester Torschütze der 2. Liga: Lauterns Simon Zoller.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit dem Montagabendspiel zwischen Ingolstadt und Kaiserslautern verabschiedete sich die 2. Bundesliga in die Winterpause. Der FCK musste auf Karl (Grippe) und Dick (5. Gelbe) verzichten, konnte sich aber auf Zoller verlassen. Zwar gingen die Ingolstädter durch einen Kopfball von Hartmann in der 18. Minute in Front, doch die zuvor dreimal punktlos gebliebenen Roten Teufel schlugen zurück. Nach einer Ecke wähnten viele Ingolstädter - inklusive Torhüter Özcan - FCK-Angreifer Zoller im Abeits, dessen Treffer fand aber zurecht die Anerkennung durch Schiedsrichter Martin Petersen. Und der Stürmer schlug Mitte der zweiten Hälfte gleich noch einmal zu: Idrissou verlängerte einen Abstoß von Torwart Sippel, Zoller setzte sich gut durch und spitzelte die Kugel zum 2:1-Sieg ins Netz. Der zehnte Treffer für den 22-Jährigen - keiner traf bisher in Liga zwei so oft.

Köln siegt im Rheinderby

Patrick Helmes und Anthony Ujah
Treffsicher am Rhein: Kölns Angreifer Patrick Helmes und Anthony Ujah.
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Auf das große Rheinderby mussten die Zuschauer etwas länger warten als erhofft. Ein Sonderzug war stecken geblieben, aus Sicherheitsgründen wurde die Partie eine halbe Stunde später angepfiffen. Dann aber ging die Post ab! Zunächst sah es so aus, als ob der Tabellenführer einen lockeren Sieg einfahren würde, Ujah per Kopf (29.) und Helmes (38.) sorgten für eine beruhigende 2:0-Halbzeitführung. Doch so leicht wollte es die Fortuna dem Kontrahenten von der anderen Rheinseite nicht machen. Hoffer brachte die Düsseldorfer per Kopf zurück ins Spiel (55.), und als Benschop das Leder bei einem Freistoß durch die Mauer zum 2:2 einschoss, brannte die Bude endgültig (62.). Doch einen Pfeil hatte der FC noch im Köcher. Ujah netzte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze trocken zum 3:2 ein (75.). Als Horn einen Kopfball von Latka aus kurzer Distanz entschärft hatte (85.), war Köln endgültig im Ziel.

Fürth müht sich zum sieg - dank Hesl

Die SpVgg Greuther Fürth wollte dem Spitzenreiter zumindest auf den Fersen bleiben - und das gelang, wenn auch mit großer Mühe. Gegen Aalen taten sich die Franken lange schwer, die Gäste von der Ostalb standen engmaschig und ließen kaum Chancen zu. Erst als sich Mudrinski im Strafraum fallen ließ, ergab sich die Riesenchance. Doch der Ex-Fürther Fejzic ahnte gegen seinen ehemaligen Kollegen Stieber die Ecke und vereitelte die Großchance. Nach der Pause klappte es aber für das Kleeblatt. Der eingewechselte Füllkrug traf per Kopf zur Führung (60.). Dass es beim 1:0-Erfolg für die Fürther blieb, hatten sie zu großen Teilen ihrem Keeper zu verdanken, Hesl vereitelte gleich mehrere Großchancen des VfR - und einmal stand die Latte im Weg. Junglas bugsierte seinen Kopfball ans Gebälk (64.).

Schmidt punktet mit Cottbus auch beim Ex-Verein nicht

Auch beim Duell zwischen Paderborn und Schlusslicht Cottbus hatte ein "Ehemaliger" einen großen Moment. SCP-Kapitän Hünemeier, der noch in der Vorsaison das Trikot der Lausitzer trug, traf in der 63. Minute per Kopf zum 1:0 für die Ostwestfalen. In der ersten Hälfte hatten die Zuschauer nur wenige Höhepunkte zu sehen bekommen, nach dem Treffer wurde die Partie umkämpfter und bissiger. Saglik hatte für den SCP in der 77. Minute die Entscheidung auf dem Fuß, schoss jedoch FCE-Keeper Renno an. Es reichte auch so für Paderborn, das den dritten Sieg in Folge einfuhr. Die Cottbuser mussten indes die achte Niederlage in Folge quittieren und dürften heilfroh sein, dass sie sich in der Winterpause neu aufstellen können. Vor allem Trainer Stephan Schmidt, der auch an alter Wirkungsstätte nicht den ersten Zähler einfahren konnte.

Party an der Alten Försterei

Frohes Fest: Union Berlin erholte sich schnell vom Rückstand und drehte die Partie.
Frohes Fest: Union Berlin erholte sich schnell vom Rückstand und drehte die Partie.
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Trotz eines frühen Gegentores feierte Union Berlin gegen Arminia Bielefeld den zweiten Sieg in Folge und hakt damit die Krise endgültig ab. Los ging es allerdings weniger gut: Die Eisernen waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da lagen sie auch schon zurück. Maskenmann Klos köpfte nach 27 Sekunden aus kurzer Distanz zur Führung ein. Die Arminen beließen es aber nicht dabei, sondern zeigten im Stadion an der Alten Försterei eine bärenstarke Anfangsphase. Lorenz hatte gar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Keeper Haas. Eiskalt zeigte sich dagegen dann Union: Nach einer Ecke köpfte Eggimann zum Ausgleich ein, Kohlmann stellte die Partie mit seinem Treffer zum 2:1 schließlich auf den Kopf. Doch damit nicht genug: Nemec erhöhte vor der Pause sogar auf 3:1. Das war längst nicht alles bei dieser Fußballparty. Nach 51 Minuten und zwei Foulelfmetern stand es 4:2. Dabei beließen es beide Teams in einer rasanten Partie, die beste Unterhaltung bot.

Stoppelkamp rettet die Löwen

Der dezimierte FSV Frankfurt musste sich wegen eines späten Gegentores mit einem 2:2 gegen 1860 München begnügen. Die Hausherren starteten stark, hatten die Partie gegen völlig harmlose Gäste zunächst auch im Griff und gingen folgerichtig durch einen Treffer von Leckie in Führung. Doch ein folgenschweres Handspiel von Konrad bedeutete die Ampelkarte für den Spieler und Handelfmeter. Stoppelkamp ließ Klandt mit seinem harten und platzierten Schuss keine Chance: 1:1. Nach dem Wechsel hatten die Löwen jetzt natürlich mehr Ballbesitz, aber richtig zwingend wurde es selten. Lauth baute seine Torlos-Serie (16 Spiele) weiter aus, ließ aus kurzer Distanz eine Riesenmöglichkeit liegen. Stoppelkamp zirkelte einen Freistoß nur an die Latte. Die Strafe folgte auf den Fuß: Yelen trat seinen Freistoß knapp unter die Latte, und plötzlich lag der FSV in Front. In der Schlussphase hatten die Hessen sogar die Möglichkeit zu erhöhen. Deshalb war der Ärger am Ende groß, als Stoppelkamp in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer noch zum 2:2 für die Gäste ausglich.

KSC triumphiert am Millerntor

Manuel Torres trifft
Humorlos hämmert Karlsruhes Torres (re.) den Ball zum 2:0 bei St. Pauli unter die Querlatte.
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Der Karlsruher SC bleibt das Team der Stunde: Die Badener gewannen am Freitagabend mit 2:0 beim FC St. Pauli und überflügelten den FC St. Pauli in der Tabelle. Die Kiez-Kicker mussten nach zwei Siegen in Folge erstmals wieder den Platz als Verlierer verlassen. Beide Teams boten ein intensives und packendes Duell. Sowohl St. Pauli als auch der KSC zeigten vielversprechende Ansätze im Offensivspiel, doch der letzte Pass kam in Durchgang eins noch zu selten an. So herrschte in den Strafräumen meistens Flaute, während es im Mittelfeld hoch her ging.

Den zweiten Abschnitt begann St. Pauli forsch, die Hanseaten hatten gegen den tief stehenden KSC mehr von der Partie. Doch die Elf von Trainer Markus Kauczinski verteidigte geschickt und nutzte dann den freien Raum eiskalt aus: Nach einem blitzgescheit vorgetragenen Konter musste Micanski nur noch ins leere Tore einschieben (63.). St. Pauli war um eine Antwort bemüht, schaffte aber kein Comeback mehr und musste dann Tor Nummer zwei schlucken: Der agile Torres nagelte das Spielgerät in der 84. Minute zur Entscheidung unter die Querlatte. Die Badener sind nunmehr seit neun Partien ungeschlagen und nach dem Coup am Millerntor endgültig im Aufstiegsrennen angekommen.

SVS bezwingt schwaches Aue - Dresden rettet Punkt in Unterzahl

Der personell arg gebeutelte SV Sandhausen verabschiedete sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause. Die Elf von Trainer Alois Schwartz setze sich mit 1:0 gegen Erzgebirge Aue durch. Während der SVS mit 27 Punkten ein unterwartet unbeschwertes Weihnachtsfest verleben kann, schwebt Aue mit 21 Zählern in höchster Abstiegsgefahr. Der SVS war das aktivere Team gegen tief stehende und auf Konter lauernde Sachsen. Große Möglichkeiten gab es eigentlich hüben wie drüben nicht, so musste ein Standard zur Pausenführung Sandhausens herhalten: Ulm verwandelte in der 31. Minute einen Strafstoß sicher. In Hälfte zwei zog sich der SVS weit zurück und überließ den Sachsen das Spielfeld. Allerdings wusste die harmlose Elf von Trainer Falko Götz mit dem sich bietenden Raum nur wenig anzufangen und musste so den Platz als Verlierer verlassen.

Nullnummer in Dresden

Im Duell zwischen Dynamo Dresden und dem VfL Bochum waren die Sachsen zunächst am Drücker. Das Team von Trainer Olaf Janßen agierte druckvoll und erarbeitete sich einige gute Chancen, die beste vergab Aoudia mit einem Kopfball an den Pfosten (19.). Allerdings stellten sich dann die Westdeutschen besser auf das Dynamo-Angriffsspiel ein und brachten die Partie bis zur Halbzeit unter Kontrolle. Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie eigentlich vor sich hin, bis Aoudia in der 71. Minute den Ellenbogen gegen Jungwirth ausfuhr. Rot war die Folge, fortan war Pfeffer in der Partie. Im Unterzahl warf Dynamo seine ganze Kampfkraft in die Waagschale und rettete am Ende verdient noch einen Punkt.

23.12.13
 
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zum Thema

2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln32:1039
 
2SpVgg Greuther Fürth35:2235
 
31. FC Kaiserslautern32:2031
 
4Karlsruher SC26:1731
 
51. FC Union Berlin31:2631
 
6FC St. Pauli26:2331
 
7SC Paderborn 0732:3229
 
81860 München18:2128
 
9SV Sandhausen17:1727
 
10Fortuna Düsseldorf21:2925
 
11VfL Bochum18:2023
 
12VfR Aalen18:2123
 
13FSV Frankfurt27:2921
 
14FC Ingolstadt 0418:2621
 
15Arminia Bielefeld27:3621
 
16Erzgebirge Aue21:3021
 
17Dynamo Dresden20:2921
 
18Energie Cottbus21:3213