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11.10.2013, 15:38

Köln: Stöger arbeitet an der Feinabstimmung

Konkurrenz? Helmes: "Kann uns egal sein"

Als ungeschlagener Tabellenführer wird der 1. FC Köln seiner Favoritenrolle bislang gerecht. Rückkehrer Patrick Helmes (29) ist froh, wieder Teil der "Geißböcke" zu sein. Der Angreifer der Rheinländer nennt im Interview die Gründe für den derzeitigen Erfolg.

Patrick Helmes
Mit dem FC in der Erfolgsspur: Patrick Helmes.
© imagoZoomansicht

kicker: Sie sind seit vier Wochen wieder in Köln. Was macht den Erfolg seitdem aus, Herr Helmes?
Patrick Helmes: Die Mannschaft stand ja vorher schon ganz gut da. Aber natürlich freut es mich, dass wir auch seitdem immer noch ungeschlagen sind, in vier Spielen zehn Punkte geholt haben. Das ist eine tolle Bilanz.

kicker: Haben Sie in Ihrer alten Heimat alles so vorgefunden wie erhofft?
Helmes: Ja, ich habe meine Familie hier, mein gewohntes Umfeld, ich spüre das Vertrauen. Ich habe den Kopf frei und kann dementsprechend meine Leistung abrufen.

kicker: Gab es Phasen, in denen Sie extrem merkten, 'hoppla, das ist jetzt 2. Liga pur!'?
Helmes: Klar gab es die. Wenn du in Aalen spielst, dann merkst du das. Aber das ist okay. Kleinere Vereine machen meist auch einen sehr guten Job. Bei uns in Köln merkst du nichts von 2. Liga. Bei Traditionsklubs wie Karlsruhe eher auch nicht. Entscheidend ist die sportliche Seite. Und da sieht man ein paar Klubs, die jahrelang in der Bundesliga gespielt haben und die unbedingt wieder zurückwollen.

Bei uns in Köln merkst du nichts von 2. Liga.Patrick Helmes

kicker: Kann der FC die alle hinter sich lassen?
Helmes: Wir sind jetzt fantastisch platziert. Und wir müssen eben sehen, dass wir die anderen Teams auf Abstand halten.

kicker: Ist die Mannschaft stark genug?
Helmes: Wir sind ungeschlagen und treten dementsprechend auf. Auch Rückschläge stecken wir auf eine unglaubliche Art und Weise weg und wandeln das um in positive Energie. Wir haben in Karlsruhe zwei Elfer verschossen und den Rückstand kassiert. Trotzdem haben wir das Ding noch gedreht. Solange wir gut drauf sind, müssen wir so viele Punkte machen wie möglich. Wenn die Konkurrenz mal patzt, dann müssen wir das ausnutzen.

kicker: Haben Sie am Montag Düsseldorf gegen Fürth die Daumen gedrückt?
Helmes: Nein, ich hab' am Dienstagmorgen erfahren, wie es ausgegangen ist. Wir sind gut beraten, auf uns zu schauen. Wir wissen, was wir können und wo wir stehen. Wir spielen noch gegen alle und haben alles selbst in der Hand.

kicker: Wer ist der härteste Konkurrent?
Helmes: Um ehrlich zu sein: Das interessiert mich nicht. Klar, Fürth, Kaiserslautern, die stehen auch oben. Aber wenn wir unser Ding durchziehen, dann kann uns das relativ egal sein. Wir wollen aufsteigen, da kann es uns gleich sein, wer da um uns herumschwirrt. Jeder ist schlagbar, wir wollen jetzt die Chance nutzen, bis Weihnachten möglichst viele Spiele zu gewinnen, dann haben wir eine super Ausgangsbasis.

kicker: Ist es ein psychologischer Vorteil, als Spitzenreiter in die Länderspielpause zu gehen?
Helmes: Natürlich. Das ist wichtig für die Stimmung. Die ist ja ohnehin richtig gut hier. Und es macht auch mehr Spaß, wenn ich die Tabelle sehe und wir stehen auf eins. Das ist eben besser als Platz zwei oder drei.

kicker: Stört der lange Break?
Helmes: Nein, wir werden die Zeit nutzen. Der Trainer hat viele Doppeleinheiten angesetzt, wir wollen an der Feinabstimmung arbeiten. Es ist wichtig, dass die Mittelfeldspieler wissen, wie wir Stürmer laufen. Und für Tony Ujah und mich ist es wichtig, dass wir unsere Wege absprechen: Wer bleibt, wer geht. Ich will lieber flach angespielt werden, Tony ist der bessere Kopfballspieler. Das sind Dinge, die wir jetzt intensiv erarbeiten können. Dann werden wir uns richtig gut ergänzen.

kicker: Ist das Toreschießen in der 2. Liga leichter?
Helmes: Nein, hier sind die meisten Spiele wesentlich härter umkämpft, da geht es richtig zur Sache, weil viele Teams konsequent über den Kampf kommen. Und da muss man noch ein bisschen konsequenter gegenhalten. Man bekommt nichts geschenkt.

Jeder weiß, woran er bei Peter Stöger ist.

kicker: Haben Sie Dinge nach Ihrer Rückkehr erlebt, die Sie so nicht erwartet hatten?
Helmes: Auf jeden Fall nichts Negatives. Ich bin froh und glücklich, wieder in Köln zu sein. Die Mannschaft ist top drauf, das Umfeld ist ruhig. Was mir auffällt: Die Medien arbeiten jetzt mehr mit dem Verein als gegen ihn, das war ja nicht immer so. Da spielt der Erfolg natürlich eine Rolle, aber der kommt ja nicht von ungefähr.

kicker: Sie müssen ja förmlich aufblühen als ausgemachter Harmoniemensch.
Helmes: Hier bekommt jeder, von der Nummer 1 bis zur Nummer 35, genau den Zuspruch, der nötig ist. Jeder weiß, woran er bei Peter Stöger ist. Das ist stark. Keiner ist außen vor. Und das macht auch diejenigen stark, die draußen sitzen. In Karlsruhe hat Slawo Peszko nach seiner Einwechslung geholfen, das Spiel zu drehen. Der hat richtig gezündet. Wir haben mächtig Konkurrenz im Kader, aber es wird nicht gejammert und lamentiert. Wer reinkommt, gibt Gas. Und glauben Sie, es gibt leichtere Aufgaben, als ein Spiel wie in Karlsruhe zu drehen.

Interview: Frank Lußem

 
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weitere Infos zu Helmes

Vorname:Patrick
Nachname:Helmes
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Köln
Geboren am:01.03.1984

weitere Infos zu Stöger

Vorname:Peter
Nachname:Stöger
Nation: Österreich
Verein:1. FC Köln

Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Köln
Gründungsdatum:13.02.1948
Mitglieder:79.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:1. FC Köln
Geißbockheim
Rhein-Energie-Sportpark
Franz-Kremer-Allee 1-3
50937 Köln
Telefon: (02 21) 71 61 63 00
Telefax: (02 21) 71 61 63 99
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