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22.07.2013, 22:09

Fürth besiegt Heimfluch - Ernüchterung bei den Eisernen

Düsseldorf feiert ersten Sieg seit Mitte Februar

Düsseldorf ist am Montagabend mit einem verdienten 1:0 gegen Cottbus in die Ära Büskens gestartet. Ex-Fortune Almer im Energie-Tor ärgerte die Gastgeber aber lange. Am Sonntag jubelte Fürth nach über einem Jahr mal wieder über einen Heimsieg, der KSC siegte beim FSV Frankfurt, Bochum entführte beim 1. FC Union alle drei Punkte. Kaiserslautern startete am Samstag mit einem Sieg in Paderborn, Dresden und Köln spielten remis. Am Freitag feierte St. Pauli ein 1:0 gegen 1860.

Almer treibt seinen Ex-Klub lange zur Verzweiflung

Düsseldorfer Jubel
Da war der Bann gebrochen: Düsseldorf bejubelt Reisingers Siegtor, Elfmeter-Verursacher Schulze (r.) ist bedient.
© picture allianceZoomansicht

Vor dem ersten Montagabendspiel (20.15 Uhr) der neuen Saison sorgte in Düsseldorf die Torwart-Frage für Schlagzeilen: Rensing verließ wutentbrannt die Mannschaftssitzung, weil der neue Fortuna-Coach Mike Büskens sich für Giefer entschieden hatte. Im Mittelpunkt stand aber ein anderer Torhüter: Almer, der den Bundesliga-Absteiger im Sommer Richtung Cottbus verlassen hatte, bewahrte Energie in der ersten Hälfte mit mehreren starken Paraden vor einem Rückstand. Auch im zweiten Durchgang verzweifelten die Gastgeber zunächst weiter an ihrem früheren Schlussmann. Gegen einen Foulelfmeter von Reisinger, der von Schulze gefoult worden war, war dann aber auch Almer machtlos (65.). Auch wenn Cottbus sich nun etwas mehr traute und durch Bickel sogar den Ausgleich auf dem Fuß hatte, gehörten die besseren Chancen weiterhin den Düsseldorfern, die verdient ihren ersten Sieg seit dem 16. Februar feierten und sich nun auf das Derby in Köln freuen.

Fürth besiegt den Heimfluch

Nikola Djurdjic
Greuther Fürths Djurdjic trifft zum 2:0 gegen Bielefeld.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Sonntagmittag (13.30 Uhr) konnte die SpVgg Greuther Fürth nach über einem Jahr endlich mal wieder einen Heimsieg bejubeln. Der Bundesliga-Absteiger gewann zum Auftakt das Heimspiel gegen den Drittliga-Aufsteiger bei bestem Sommerwetter mit 2:0 (2:0). Der letzte Dreier vor eigenem Publikum gelang dem Kleeblatt am 13. April 2012 (2:1 gegen den FC St. Pauli). Gegen die Ostwestfalen bestimmten die Franken den ersten Durchgang fast nach Belieben, die Tore durch Weilandt (3.) und Djurdjic (11.) fielen fast folgerichtig. Gegen im ersten Abschnitt überforderte Arminen wäre sogar das ein oder andere Tor mehr drin gewesen.

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Mit einer Hälfte Verspätung kam Bielefeld dann in Liga Zwei an. Denn nach dem Seitenwechsel gestalteten die Männer von Trainer Stefan Krämer die Partie offener. Einzig im Abschluss haperte es. Alleine Torjäger Klos scheiterte gleich zweimal in Eins-gegen-Eins-Situationen an Fürths Keeper Hesl (53., 64.). So verpasste es Bielefeld, sich für die Leistungssteigerung zu belohnen. Greuther Fürth bekam anschließend aber wieder mehr Zugriff und brachte den lang erwarteten Dreier unter Dach und Fach.

KSC überrascht Überraschungsteam

Der FSV Frankfurt gehörte in der vergangenen Saison zu den positiven Überraschungen im Unterhaus. Nun aber verpatzten die Hessen durch das 0:1 (0:0) gegen den Karlsruher SC ihren Auftakt. Lange Zeit bestimmten die Abwehrreihen auf beiden Seiten das Geschehen. Die Angreifer konnten sich nur selten in Szene setzen. Doch dann versank bei einem Eckball des KSC die FSV-Abwehr in Tiefschlaf, Peitz durfte aus kurzer Distanz völlig freistehend zum Siegtor einköpfen (84.). Die Bornheimer waren anschließend um eine Antwort bemüht, doch der Aufsteiger nahm gleich mal die drei Punkte mit nach Hause.

Ein böses Erwachen erlebten die Badener dafür bereits vor dem Anpfiff: In der Nacht hatten bisher unbekannte Täter beim Teambus die Scheiben eingeschlagen sowie die Außenspiegel demoliert. Einschlägige Aufkleber aus dem Frankfurter Ultra-Lager deuten laut der Polizei auf einen "Szenebezug" hin.

Bochum sorgt für Ernüchterung bei den Eisernen

Patrick Fabian und Peter Neururer
Traumstart für Patrick Fabian (li.) und Peter Neururer: Der VfL Bochum gewinnt beim 1. FC Union Berlin.
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Der 1. FC Union Berlin gilt als einer der Geheimfavoriten auf den Aufstieg. Doch gleich zum Auftakt mussten die Köpenicker einen Dämpfer hinnehmen. Vor eigenem Publikum unterlagen die Eisernen am Sonntag gegen den VfL Bochum mit 1:2 (0:0).

Die Pleite geht allerdings in Ordnung, denn das Team von Trainer Peter Neururer stand im Stadion an der Alten Försterei taktisch diszipliniert, war bissiger in den Zweikämpfen und präsentierte zudem die bessere Spielanlage. Die Eisernen blieben dagegen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nach torloser erster Hälfte (Sukuta-Pasu traf das leere Tor nicht, 30.) klingelte es im zweiten Durchgang: Latzas toller Distanzschuss in der 65. Minute schien allerdings nicht ganz unhaltbar für Union-Keeper Haas zu sein. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst glich Kreilach aus (87.), doch Maltritz antwortete postwendend mit einem verwandelten Handelfmeter (89.).

Thy zieht ab - Kiraly hilft mit

Der FC St. Pauli feierte im Spätspiel des Freitags einen etwas schmeichelhaften 1:0-Sieg gegen 1860 München. Den entscheidenden Treffer markierte Thy in der Schlussviertelstunde. Nach dem Rückstand öffneten die Sechziger noch mehr das Visier, doch der Ausgleich wollte der Schmidt-Elf nicht mehr gelingen. 1860 wirkte kompakt, die Hamburger warfen ebenfalls viel Leidenschaft in die Waagschale, so dass sich eine sehr intensive Zweitliga-Partie entwickelte, in der es auch einige Gelbe Karten bedurfte, um die Bissigkeit in den Zweikämpfen ein wenig einzudämmen. Insgesamt waren die Löwen das etwas bessere Team, doch ein Fehler von 1860-Schlussmann Kiraly besiegelte die Niederlage für die Münchner und die Frontzeck-Elf versetzte das Millerntor schon am ersten Spieltag in ein kleines Tollhaus.

Packendes Luftduell: Löwe Friend gegen St. Paulis Thorandt.
Packendes Luftduell: Löwe Friend gegen St. Paulis Thorandt.
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Sandhausen und Aalen beginnen torlos

Das Duell zwischen dem SV Sandhausen und dem VfR Aalen zum Auftakt der neuen Zweitliga-Saison führte gleich einmal zwei Sorgenkinder zusammen. Sandhausen profitierte vom Lizenzentzug der Duisburger und durfte in der Liga bleiben. Der personelle Umbruch fiel gewaltig aus - 15 Zu- und 12 Abgänge sorgten für eine hohe Fluktuation im Kader. Die Aalener, sportlich mit Platz neun in der vergangenen Saison voll im Soll, kämpften erfolgreich um die Lizenz, dafür musste Trainer Ralph Hasenhüttl durch Stefan Ruthenbeck ersetzt werden. Beiden Mannschaften war diese schwierige Vorbereitungsphase anzumerken, Spielfluss war kaum vorhanden, viele Ballverluste und Fehlpässe prägten die Szenerie. Aalen wirkte ein wenig eingespielter und war dem Siegtreffer bei Chancen von Lechleiter, Hofmann und Valentini näher als der SVS. Bei den Hausherren stand Torwart Knaller im Gehäuse, weil sich Neuzugang Riemann beim Warmmachen verletzte.

Sylvestrs Doppelpack reicht

Der erste Treffer der neuen Spielzeit fiel dafür in Ingolstadt, allerdings für den FC Erzgebirge. Aues Torjäger Sylvestr erlief einen Rückpass des Ingolstädters Morales und schloss im ersten Abschnitt eiskalt ab. Noch vor der Pause musste die Mannschaft von FCE-Trainer Falko Götz einen Nackenschlag in Form einer Ampelkarte für Novikovas, die er unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff sah. In Unterzahl verteidigten die Auer den knappen Vorsprung wacker gegen die Ingolstädter, die nun natürlich mehr Spielanteile aufwiesen, aber sich zunächst kaum echte Torchancen herausarbeiten konnten. Auch als Erzgebirge-Keeper Kirschstein mit einem "Veilchen" runter musste, blieb das Tor der Sachsen zunächst wie vernagelt. Sylvestr erhöhte in der Schlussphase sogar auf 2:0, in dem er einen Foulelfmeter lässig verwandelte. Morales hatte diesen verursacht und war sogar mit Rot vom Platz geflogen - ein rabenschwarzer Abend für den Ex-Berliner. Zwar verkürzte sein Kollege Lappe in der Endphase noch, doch zu einem Remis reichte es nicht mehr für die Elf des neuen Coaches Marco Kurz.

Die Erlösung: Zoller nutzt Idrissous Vorlage zum Tor und wird dafür bejubelt.
Die Erlösung: Zoller nutzt Idrissous Vorlage zum Tor und wird dafür bejubelt.
© picture alliance

Der SC Paderborn startete gegen Kaiserslautern am Samstagnachmittag mit einem neuen Trainer in die Saison - zum dritten Mal in Folge schon. André Breitenreiter sah zunächst zwar Gäste, die um Spiel- und Ballkontrolle bemüht waren, vor dem Tor allerdings harmlos agierten. Da hatte sein Team schon mehr Durchschlagskraft - binnen weniger Minuten musste Lauterns Keeper Sippel gleich drei Mal eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. Die Pfälzer investierten in der Folge weiterhin viel, doch es kam wenig Brauchbares dabei zustande. Doch dann war Neuzugang Zoller, der aus Osnabrück kam, nach Vorlage von Idrissou zur Stelle. Dem SCP verblieben noch rund 20 Minuten, um zu reagieren. Doch jetzt war es die Elf von Franco Foda in Person von Idrissou, die für Gefahr sorgte. Der Kameruner vergab Großchance auf Großchance. Egal. Es reichte letztlich zu einem am Ende verdienten Sieg.

Horn patzt und Kempe bedankt sich

Der Patzer und seine Folgen: Kempes Ball landet zum Ausgleich im Netz.
Der Patzer und seine Folgen: Kempes Ball landet zum Ausgleich im Netz.
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In der zweiten Partie war der 1. FC Köln in Dresden gefragt. Bei beiden Teams mussten sich die Offensivreihen in der letzten Saison viel Kritik anhören. Peter Stöger setzte auf Risse, Ujah und Bröker, während Peter Pacult zunächst auf Rückkehrer Dedic verzichtete und Poté ins Rennen schickte. Doch Chancen gab es zunächst auf beiden Seiten keine, allerdings kontrollierte Köln das Geschehen. Nach einer knappen halben Stunde schlichen sich aber erste Fehler bei beiden Defensivreihen ein. Poté und Ujah sorgten für die ersten Aufreger, verfehlten aber beide knapp das Tor. Die Partie wurde von leidenschaftlichem Kampf auf beiden Seiten geprägt, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beim Kopfball von Ujah kam Keeper Kirsten einen Tick zu spät - 0:1. Doch Dynamo holte sich seinen Lohn auch noch ab. Nach einer kuriosen Szene mit Horn als Hauptdarsteller war Kempe zur Stelle, der einen Blackout des Keepers zum Ausgleich nutzte. In der packenden Schlussphase fand sich kein Sieger mehr.

Neustart in Fürth - wenig Veränderungen in Bielefeld

Der Startschuss in der 2. Liga in Bildern
Sylvestr macht's doppelt, Latza erstmals
Fortuna-Fans
Zahlreich

Fortuna Düsseldorf schloss den 1. Spieltag mit einem Heimspiel gegen Energie Cottbus ab. Die Fans kamen zahlreich ins Stadion, um ihre Lieblinge anzufeuern.
© picture alliance

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22.07.13
 
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