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06.05.2013, 22:04

32. Spieltag: Bochum siegt und siegt - FCK bremst FSV aus

Cottbus lässt viele Chancen aus - Braunschweig feiert

Erstmals nach dem sicheren Aufstieg präsentierte sich Braunschweig am Montagabend vor den eigenen Fans - und die feierten ihr Team trotz eines schmeichelhaften 0:0 gegen Cottbus. Ein Ergebnis, das Hertha fast sicher zum Zweitliga-Meister macht. Ein heißer 32. Spieltag geht damit zu Ende: Im Dreikampf um Platz drei versetzte Bochum Köln einen Schlag. Lautern nutzte den FC-Patzer und fuhr im direkten Duell gegen Verfolger FSV Frankfurt einen Big Point ein. Aue verlor mit Falko Götz auf der Bank und muss noch heftiger zittern.

Braunschweig feiert den Aufstieg
Ließen sich vom 0:0 gegen Cottbus nicht vom Feiern abhalten: Die Fans von Eintracht Braunschweig.
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Zum Abschluss des 32. Spieltags präsentierte sich Eintracht Braunschweig am Montagabend erstmals seit dem sicheren Aufstieg seinen Fans. Die Feierlichkeiten steckten dem Team von Trainer Torsten Lieberknecht aber vielleicht noch ein bisschen in den Knochen. Denn das bessere Team war Energie Cottbus, das für den Aufsteiger vor Spielbeginn noch Spalier gestanden hatte. Die Lausitzer ließen im ersten Durchgang mehrere gute Chancen aus. Aluminium trafen beide Teams einmal: Eintracht-Kapitän Kruppke, der erstmals nach seiner langen Pause wieder von Beginn an spielte, köpfte den Ball an die Latte, Schulz traf für Energie den Pfosten. Nach der Pause waren Höhepunkte rar gesäht. Den Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Hamburger Straße war es egal, sie feierten ihre Aufstiegshelden die komplette zweite Hälfte lang. Nach Braunschweigs erstem 0:0 der Saison steht nun so gut wie fest: Hertha BSC kehrt als Zweitliga-Meister zurück in die Bundesliga.

Der Betzenberg bebt: FCK wirft den FSV aus dem Rennen

Lauterns Marc Torrejon (re.) gegen Frankfurts John Verhoek.
Obenauf: Lauterns Marc Torrejon (re.) gegen Frankfurts John Verhoek.
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Zwei Spieltage vor Schluss fehlt dem 1. FC Kaiserslautern noch ein Dreier, um sicher um den Aufstieg in die Bundesliga und damit die sofortige Rückkehr ins deutsche Oberhaus in der Relegation spielen zu können. Der FCK gab die passende Antwort auf das 2:4 in Cottbus, nutzte zudem den Patzer des 1. FC Köln (1:2 in Bochum) und distanzierte den Konkurrenten FSV Frankfurt im direkten Duell - und das deutlich! 4:1 fertigten die "Roten Teufel" am Sonntag die Hessen ab, schon zur Pause hatten die Pfälzer viermal getroffen. Nichts war zu merken von den Unstimmigkeiten innerhalb des Teams, verbalen Aussetzern (Idrissou) und der Suspendierung von Simunek. Auch der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Azaouagh warf die Foda-Elf nicht aus der Bahn: Bunjaku brach nach einer knappen halbe Stunde mit Saisontor zwölf den Bann und machte mit dem Tor zum 4:0 mit dem Halbzeitpfiff bereits alles klar. Der FSV, zuletzt fünfmal ungeschlagen und dabei mit vier Dreiern, bekam seine Grenzen aufgezeigt und kann den Traum von Rang drei und damit der Bundesliga mit nun fünf Punkten Rückstand auf den FCK abhaken.

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0:0! St. Pauli muss weiter zittern

St. Pauli ließ zuletzt zahlreiche Chancen liegen, dem Abstiegskampf zu entrinnen - auch in einer munteren Partie in Duisburg. Die "Kiez-Kicker" erarbeiteten sich in Hälfte eins ein leichtes Chancenplus, vor allem Ginczek (17.) hätte es richten können. Doch der erlösende Treffer wollte nicht fallen. Der MSV hatte auch seine Möglichkeiten, konnte am Ende mit der zweiten Nullnummer und dem vierten Remis in Folge aber gut leben. Die 40-Punkte-Marke haben die Meidericher geschafft. St. Pauli muss mit drei Zählern weniger und nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz weiter um den Klassenverbleib zittern und hat zu allem Überfluss noch die Schwergewichte Braunschweig und Kaiserslautern vor der Brust.

Lauth löst Winkler ab

Im Spiel zwischen den zuvor punktgleichen "Löwen" und "Eisernen", die beide weder mit den Auf- noch mit den Abstiegsplätzen zu tun hatten, ging es vor allem für Lauth darum, den Uralt-Torrekord von Bernhard Winkler (79 Tore) zu knacken. Und der 1860-Kapitän, dem noch ein Treffer fehlte, ließ sich nicht lumpen und kürte sich gegen Union mit einem Doppelpack und nun 81 Toren zum alleinigen Rekord-Torjäger des Sechziger. Treffer Nummer drei gegen die über weite Strecken viel zu passiven Berliner steuerte Stoppelkamp bei.

Die Party in Bochum geht weiter

Ausgleich: Bochums Dedic köpfte das 1:1 für den VfL.
Ausgleich: Bochums Dedic köpfte das 1:1 für den VfL.
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Nach mäßigem Beginn wurde die Partie am Samstagnachmittag zwischen Bochum und dem 1. FC Köln bei bestem Wetter und vor ausverkauftem Haus zu einem echten Fußballfest. Der VfL fuhr mit Neururer nun schon den vierten Sieg im vierten Spiel ein und versetzte dem FC ganz nebenbei noch einen Tiefschlag im Kampf um Platz drei. Die erste Großchance hatte Dedic, der aus rund 15 Metern nur das Außennetz traf. Danach waren Torraumszenen aber eher Mangelware, die Akteure versuchten es hüben wie drüben vor allem aus der Distanz. Der Führungstreffer des FC war dann mehr ein Zufallsprodukt. Ein grober Schnitzer von Acquistapace, der den Ball zu Chihi spielte, leitete den Treffer ein. Zunächst schoss Chihi zwar noch gegen den Pfosten, doch er bekam einen zweiten Versuch geschenkt und der landete dann zum 1:0 in den Maschen. Es war das erste Gegentor, seit Peter Neururer wieder die Zügel beim VfL in der Hand hat. Die Reaktion der Hausherren blieb nicht aus, die Möglichkeiten wurden besser. Zunächst vergab Tasaka noch, ehe Dedic einen Kopfball zum Ausgleich nutzte. Jetzt war deutlich mehr Dampf in der Partie. Beide wollten den Dreier. Chancen gab es auf beiden Seiten (Clemens, Dedic), aber für die Entscheidung war ein Innenverteidiger verantwortlich: Maltritz köpfte nach einer Ecke am ersten Pfosten ins Netz: 2:1! Die Party nahm vor knapp 30.000 Zuschauern ihren Lauf und der Abstieg ist fast kein Thema mehr.

Der Abstieg stand für Sandhausen schon vor dem Spiel gegen den FC Ingolstadt fest. Doch man ließ sich nicht hängen - im Gegenteil. Der SVS ging durch einen Treffer von Adler, schon der 15. unterschiedliche Torschütze des Teams, in Führung. Danach erwachte der FCI, Eigler glich noch vor der Pause per Kopf zum 1:1 aus. Pischorn ließ noch eine gute Chance liegen, weil Korkmaz auf der Linie klärte. Besser machte es Wooten nach dem Wechsel, allerdings stand Ingolstadt beim 2:1 auch Spalier, griff nicht konsequent an. Wooten war es auch, der in der Schlussphase mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgte. Doch am Abstieg der Sandhäuser und am Aus von Coach Hans-Jürgen Boysen wird sich dennoch nichts mehr ändern.

Hertha ärgert Götz - Kirsten hält zwei Elfmeter

Huckepack: Der Herthaner Allagui stemmt Torschütze Ramos in die Höhe.
Huckepack: Der Herthaner Allagui stemmt Torschütze Ramos in die Höhe.
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Die bereits aufgestiegenen Herthaner hatten am Freitag mit dem abstiegsbedrohten FC Erzgebirge Aue kein Mitleid und besiegten die Sachsen mit 3:2. Schon in den ersten 45 Minuten legten die Berliner den Grundstein zum Sieg gegen die Mannschaft des neuen Trainers Falko Götz. Ramos, Ronny und Hubnik trafen für den Spitzenreiter der 2. Liga und schockten den Baumann-Nachfolger Götz bei seinem Comeback in der alten Heimat Berlin. Doch im zweiten Abschnitt hielten die Auer mit dem Mute der Verzweiflung dagegen. Sylvestr konnte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff und dann noch per Elfmeter auf 2:3 verkürzen, doch zu einem Punkt reichte es nicht. Durch die Niederlage der Auer verschärft sich deren Lage, dennoch bleiben sie aufgrund der besseren Tordifferenz knapp über dem Strich.

Auf dem Relegationsplatz steht Dynamo Dresden, das im Heimspiel gegen den zuletzt schwächelnden SC Paderborn einen hauchdünnen 2:1-Sieg feierte. Im Abstiegskampf ist der Heimdreier Gold wert, dennoch hatten die Sachsen zunächst ein wenig Glück, dass Bregerie beim Verursachen eines Handelfmeters nicht die Rote Karte sah. Den fälligen Strafstoß konnte Dynamo-Keeper Kirsten dann auch noch gegen Meha parieren (26.). Kurz darauf brachte Müller die Pacult-Elf in Front, doch bei einem Freistoß aus 17 Metern hatte der Paderborner dann sein Visier besser eingestellt und zirkelte die Kugel in den Winkel. Die Dresdner nutzten ihre Überlegenheit im zweiten Abschnitt aus und durften sich erneut bei Müller bedanken, der den Siegtreffer besorgte. Der eigentliche Matchwinner war aber auch noch ein anderer, denn Kirsten schaffte das Kunststück, auch noch den zweiten Elfmeter des gerade erst eingewechselten Saglik zu halten.

Auch in der dritten Freitagspartie gab es einen Heimsieg. Auf der regnerischen Ostalb besiegte der VfR Aalen die bereits als Absteiger feststehenden Regensburger mit 2:1. Lechleiter münzte die klare Überlegenheit für die Hasenhüttl-Elf zunächst zur Führung um, ehe Müller für die Oberpfälzer egalisierte. Die Aalener spielten aber auch in den zweiten 45 Minuten zielstrebiger nach vorne und kamen durch Hübners Tor zum völlig verdienten Dreier.

06.05.13
 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Hertha BSC62:2672
 
2Eintracht Braunschweig49:2766
 
31. FC Kaiserslautern51:3055
 
41. FC Köln39:3151
 
5FSV Frankfurt51:4250
 
61860 München36:2946
 
7Energie Cottbus37:3544
 
8VfR Aalen37:3643
 
91. FC Union Berlin46:4743
 
10MSV Duisburg33:4540
 
11SC Paderborn 0741:4239
 
12FC Ingolstadt 0435:4039
 
13VfL Bochum38:4838
 
14FC St. Pauli37:4537
 
15Erzgebirge Aue38:4534
 
16Dynamo Dresden32:4534
 
17SV Sandhausen38:6226
 
18Jahn Regensburg34:5919
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