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15.04.2013, 22:08

Kruppke trifft beim Comeback - Neururers Debüt glückt

1:1 und viel Farbe in Aue: Lautern und Köln gleichauf!

Am Montag kam Kaiserslautern trotz Überzahl nicht über ein 1:1 in Aue hinaus. Wegen der besseren Tordifferenz verteidigen die Pfälzer dennoch Rang drei. Der Sonntag geriet zu einer recht zähen Angelegenheit, ehe es doch noch klingelte. Für Peter Neururer reichte es mit Bochum in Cottbus zu einem Sieg. Köln feierte einen Last-Minute-Treffer gegen Aalen. In Paderborn (gegen Regensburg) fielen keine Tore. Während Hertha in Ingolstadt nicht über ein Remis hinauskam, siegte Braunschweig in Sandhausen.

Kevin Schlitte, Albert Bunjaku und Oliver Schröder
Packendes Duell in Aue: Lauterns Kapitän Bunjaku zwischen Schlitte (li.) und Schröder.
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Am Montagabend sprang der 1. FC Kaiserslautern durch ein 1:1 (1:0) bei Erzgebirge Aue wieder auf Rang drei und verteidigte so am Spieltag den Relegationsplatz vor dem 1. FC Köln. Aue zeigte in doppelter Unterzahl tolle Moral, muss sich aber weiterhin nach unten orientieren.

In Aue fanden beide Teams zunächst nur schwer in die Partie, vor den Toren passierte wenig. Dann aber probierte es Baumjohann auf eigene Faust, der Lauterer Regisseur erzielte quasi mit der ersten Chance das 1:0 (22.). Aue benötigte einige Zeit, um sich wieder zu sortieren, drückte dann aber auf den Ausgleich. Das Team von Trainer Karsten Baumann erarbeitete sich etliche Chancen, einzig mit der Verwertung haperte es gewaltig. Als Sylvestr in der 65. Minute aus wenigen Metern über das Tor schoss und kurz danach Klingbeil (Rot) und Pezzoni (Gelb-Rot) vom Platz mussten, schien die Aufholjagd Aues beendet zu sein. Doch die Veilchen gaben sich nicht auf und kamen durch Schlitte (82.) zum viel umjubelten Ausgleich!

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Neururers gelungenes Comeback

Der Sonntagnachmittag ging recht gemächlich los. In keinem der drei Stadien wurde bis zur Pause auch nur ein einziges Tor erzielt. Auch die Bochumer taten in Cottbus beim Comeback von Peter Neururer ihrem neuen Trainer nicht den Gefallen. Denn zunächst hatten vor allem die Lausitzer ihre Möglichkeiten, doch zeigten sie - wie so oft - wieder ihre Schwächen im Abschluss. Für den VfL hatte Rzatkowski mit einem gewaltigen Schuss an den Pfosten die beste Chance. Dann verteilte Cottbus doch noch ein Willkommensgeschenk an Neururer. Nach einem Freistoß köpfte Banovic die Kugel ins eigene Tor. In der Schlussphase hatte der VfL Glück, dass es keinen Elfer für Hausherren gab. Den Schlusspunkt zum 2:0 setzte schließlich Dedic, der endgültig für ein erfolgreiches Comeback von Neururer sorgte. Nach sechs sieglosen Spielen ist der VfL wieder im Geschäft und verbessert sich auf Platz 15.

Joker Przybylko sticht im letzten Moment

Nach der 0:3-Pleite bei Kaiserslautern hieß es für den 1. FC Köln gegen den VfR Aalen Wiedergutmachung zu betreiben, doch es bedurfte einiger Geduld, ehe der Lohn eingefahren wurde. Der FC war bis zur Pause zwar das bessere Team mit den klareren Möglichkeiten, aber es ging dennoch ohne Tore in die Kabinen. Auch in der zweiten Hälfte trat der FC lange auf der Stelle, hatte weitere gute Chancen, scheiterte aber an Bernhardt (Royer) oder an der Latte (Jajalo). Erst Joker Przybylko sorgte mit der letzten Aktion des Spiels für den Lucky Punch für den FC - 1:0.

Dezimierte Regensburger holen einen Punkt

Jahn Regensburg ist dieser Tage arg gebeutelt. Der Abstieg scheint kaum mehr zu verhindern, da kamen auch noch massive Personalprobleme auf Franciszek Smuda zu. Letztlich fanden die Oberpfälzer aber noch elf Mann, um in Paderborn anzutreten. Auf der Bank war reichlich Platz, nur noch drei Feldspieler hatte der Jahn zur Verfügung. Und trotzdem gehörte Regensburg die Anfangsphase mit zwei guten Chancen (Carlinhos und Machado). Der schwache Auftritt des SCP wurde zur Pause von den Fans denn auch mit Pfiffen quittiert. Nach dem Wechsel holte sich Nachreiner binnen drei Minuten zwei gelbe Karten ab und musste vom Feld. Aber auch gegen zehn Regensburger wollte Paderborn nichts Zählbares gelingen. Für den Jahn ein Achtungserfolg, der aber nichts bringt.

St. Pauli jubelt - 1860 und FSV patzen

Gabor Kiraly gegen Fin Bartels
St. Paulis Bartels (re.) trifft, 1860-Goalie Kiraly kommt zu spät.
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Der FC St. Pauli siegte am Samstagnachmittag mit 3:1 (1:0) gegen 1860 München und kann für ein weiteres Jahres Zweite Liga planen. Dies gilt wohl auch für die Löwen, die ihre Aufstiegshoffnungen verspielten.

Am stimmungsvollen Millerntor dominierte St. Pauli den ersten Durchgang. Die Kiez-Kicker ließen Ball und Gegner laufen, lediglich die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Nur Geburtstagskind Ginczek - die Dortmund-Leihgabe wurde am Samstag 22 Jahre jung - wandelte die Dominanz in Zählbares um. Von den Süddeutschen, bei denen der neue Berater Hassan Shehata auf der Tribüne saß, war in der ersten Halbzeit nur wenig zu sehen. Dies änderte sich dann in Durchgang zwei. 1860 kam immer besser in die Partie, Friend ließ aber zwei gute Möglichkeiten liegen (56., 60.). Dies sollte sich rächen, Bartels staubte in der 70. Minute zum 2:0 ab. Das Team von Trainer Alexander Schmidt fand zwar umgehend durch Friend eine Antwort (73.), die aber erneut Bartels prompt konterte (74.). Dieses Mal kamen die Löwen nicht mehr zurück, St. Pauli brachte den Dreier nach kurzweiligen 90 Minuten unter Dach und Fach.

In einem flotten und abwechslungsreichen Duell trennten sich der FSV Frankfurt und der MSV Duisburg mit einem am Ende leistungsgerechten 1:1 (1:1). Der erste Durchgang verlief ausgeglichen, beide Teams boten den Zuschauern etliche Aktionen in der Offensive. Brosinski schoss die Zebras nach einem blitzschnellen Konter in Führung (13.), Gaus nutzte eine Unaufmerksamkeit der MSV-Hintermannschaft durch eine Einzelaktion zum 1:1-Ausgleich aus (23.). Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich die Hessen dann mehr Spielanteile, die Westdeutschen sahen sich nun in die Defensive gedrängt. Die große Chance zum Dreier verpasste Leckie, der in der 49. Minute aus kurzer Distanz den Ball verpasste. Kurz vor Ende musste dann Torschütze Gaus (86.) mit Rot runter. So blieb es am Ende bei der Punkteteilung. Der FSV verpasste es, im Rennen um Rang drei Druck auszuüben. Der MSV musste zwar erstmals nach drei Siegen am Stück Punkte abgeben, kann mit dem Zähler aber sicher gut leben.

Hertha lässt Federn - Braunschweig auf Kurs

Dennis Kruppke
Krönte sein erstes Ligaspiel 2013 mit dem Tor zum 3:1: Braunschweigs Dennis Kruppke.
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Nach verschlafener erster Hälfte musste sich Spitzenreiter Hertha BSC am Freitagabend beim FC Ingolstadt mit einem 1:1 begnügen. Im ersten Durchgang war der FCI klar die tonangebende Mannschaft. Die Belohnung dafür war Caiubys Führungstreffer. Der Wendepunkt der Partie kam in der 58. Minute, als Hertha-Coach Jos Luhukay Allagui und Lasogga für Janker und Kluge einwechselte. Die Berliner drehten nun mächtig auf und kamen wenig später durch Ben-Hatira zum Ausgleich. Die Drangphase der Hertha dauerte eine Viertelstunde, dann fingen sich die Ingolstädter, die zuletzt dreimal verloren hatten, wieder und brachten den verdienten Punktgewinn über die Zeit. Herthas direkter Wiederaufstieg wird damit frühestens nächsten Spieltag perfekt sein. Dann könnten die Berliner die Rückkehr ins Oberhaus im Heimspiel gegen Sandhausen unter Dach und Fach bringen.

Eintracht Braunschweig machte in Sandhausen einen weiteren Schritt Richtung Bundesliga. Den 3:1-Erfolg hatte der BTSV einmal mehr Torjäger Kumbela zu verdanken, der die Gäste schon nach vier Minuten auf die Siegerstraße brachte. Sein Seitfallzieher zum 2:0 (39.) verdiente sich das Prädikat "Traumtor". An der Spitze der Torschützenliste der Zweiten Liga hat Kumbela damit 19 Treffer auf dem Konto. Eine Viertelstunde vor Schluss feierte Eintracht-Kapitän Kruppke nach langer Verletzungspause ein umjubeltes Comeback, das er kurz vor dem Ende sogar noch mit dem Tor zum 3:1 krönte. Kruppke hatte am 10. Dezember 2012 letztmals in der 2. Liga auf dem Platz gestanden. Sandhausen blieb aus dem Spiel heraus zu ungefährlich. Es reichte nur zu Mäkeläs Anschlusstor nach einer Ecke. Der SVS wartet damit seit fünf Partien auf einen Sieg und ist weiterhin Vorletzter.

Stimmungsvoll ging es einmal mehr an der "Alten Försterei" zu, wo sich der 1. FC Union Berlin und Dynamo Dresden gegenüberstanden. Die Sachsen traten anlässlich ihres 60. Geburtstags in Jubiläumstrikots an, die Anhänger feierten auf den Rängen. Das Duell auf dem Platz konnte das Level des Drumherums allerdings nicht halten: In einer Partie, die abgesehen von einer Hacken-Chance durch Nemec in Durchgang zwei, weitgehend ohne gefährliche Torszenen auskam, fielen keine Treffer. Dynamo stand tief und konterte vor der Pause durchaus gefällig. Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung aber zusehends. Union konnte aus seiner optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. So verbuchten die Dresdner, die gegen St. Pauli zuletzt ein 0:2 umgebogen hatten, bei den heimstarken "Eisernen" einen weiteren Zähler gegen den Abstieg.

15.04.13
 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Hertha BSC55:2263
 
2Eintracht Braunschweig47:2661
 
31. FC Kaiserslautern42:2549
 
41. FC Köln36:2749
 
5FSV Frankfurt45:3644
 
61860 München31:2642
 
71. FC Union Berlin45:4140
 
8Energie Cottbus33:3240
 
9SC Paderborn 0738:3538
 
10MSV Duisburg32:4437
 
11FC Ingolstadt 0432:3536
 
12VfR Aalen30:3336
 
13FC St. Pauli35:3936
 
14Erzgebirge Aue35:4132
 
15VfL Bochum32:4729
 
16Dynamo Dresden28:4128
 
17SV Sandhausen35:5923
 
18Jahn Regensburg32:5419
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