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05.04.2013, 09:01

FSV Frankfurt: Mittelfeldspieler im Interview

Yelen: "Ich bin am Ende gewesen"

Mit 20 Jahren debütierte Zafer Yelen bei Hansa Rostock in der Bundesliga. Ein Wechsel in die Türkei und Verletzungen warfen den 26-Jährigen aus der Bahn. Jetzt kämpft er sich beim FSV Frankfurt zu alter Stärke zurück. Mit fünf Toren in den letzten vier Partien gehört Yelen zu den Erfolgsgaranten bei den Hessen. Im kicker-Interview spricht er über Vergangenheit und Zukunft, den FSV Frankfurt - und die Nationalmannschaft.

Zafer Yelen
Daumen nach oben: Bei Frankfurts Zafer Yelen läuft es derzeit rund.
© Getty ImagesZoomansicht

kicker: Wegen einer Sprunggelenkverletzung fielen Sie fast die gesamte Hinrunde aus. Zuletzt haben Sie in vier Spielen fünf Tore erzielt und einen Treffer vorbereitet. Was kann der FSV noch von Ihnen erwarten, Herr Yelen?

Zafer Yelen: Ich habe mir im Sommer das Ziel gesteckt, meine zwölf Scorerpunkte aus der Vorsaison zu verdoppeln. Aktuell bin ich bei zehn. Das wird also knapp, aber ich versuche es.

kicker: Sind Sie wieder der Alte?

Yelen: Noch nicht, aber das möchte ich auch nicht mehr sein. Durch die Rückschläge hat sich einiges verändert, auch meine Sichtweise. Mir fällt vieles leichter. Früher habe ich mir zu viele Gedanken gemacht, die mich heruntergezogen haben. Jetzt versuche ich, Negatives ins Positive umzuwandeln.

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kicker: Sie spielen auf Ihren Wechsel von Rostock zu Trabzonspor 2009 an. War das Ihr größter Fehler?

Yelen: Ja und nein. Sportlich auf jeden Fall, da ich keine Sekunde gespielt habe. Aber ich habe viel fürs Leben gelernt und mich als Mensch weiterentwickelt. In Trabzon bin ich ziemlich am Ende gewesen. Was dort passiert ist, war unterhalb der Menschenwürde. Ich hatte befürchtet, dass ich keinen Fußball mehr spielen werde. Das war eine richtig schwere Zeit. Ich wurde zwei Jahre lang links liegen gelassen.

kicker: Ihre Berliner Jugendfreunde wie Kevin-Prince und Jerome Boateng oder Ashkan Dejagah haben eine große Karriere gemacht. Welche Ziele verfolgen Sie?

Was dort passiert ist, war unterhalb der Menschenwürde.Zafer Yelen über seine Zeit in Trabzon

Yelen: Es ist schön zu sehen, dass jeder seinen Weg gegangen ist. Mein Ziel ist es weiterhin, türkischer Nationalspieler zu werden. Es ist noch nicht vorbei, ich bin erst 26. Dazu muss ich in der 1. Liga spielen - und dort bestehen.

kicker: Sie haben Platz drei als neues Saisonziel ausgerufen. Wie realistisch ist das?

Yelen: Wir müssen jedes Spiel gewinnen und hoffen, dass die Teams vor uns patzen.

kicker: Der FSV hat erstmals in der Vereinsgeschichte in der eingleisigen 2. Liga die Marke von 40 Punkten erreicht. Wie lautet das Erfolgsrezept?

Yelen: Wichtig ist in erster Linie der Zusammenhalt. Jeder unterstützt jeden, ob er spielt oder nicht. Wir machen uns alle gegenseitig heiß. Spieler, die nicht im Kader sind, machen keinen Stress. Das habe ich auch schon anders erlebt. Der Charakter der Jungs ist großartig.

kicker: Sie zählen zu den gefährlichsten Standardschützen der 2. Liga. Woher rührt diese Stärke?

Yelen: Schon zu Schulzeiten habe ich mir in der Freizeit immer den Ball geschnappt und versucht, so gut wie möglich zu schießen. Ab der C-Jugend habe ich nach dem Training immer Freistöße geübt. Das habe ich fast perfektioniert.

Interview: Julian Franzke

05.04.13
 

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  Türkei
Verein:FSV Frankfurt
Geboren am:30.08.1986

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