| Vorname: | Pierre-Michel |
| Nachname: | Lasogga |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Hertha BSC |
| Geboren am: | 15.12.1991 |

Nicht erst mit Blick auf das Stadtduell hatte Hertha-Coach Jos Luhukay von seinen Profis ein "aggressiveres Zweikampfverhalten" gefordert. Maik Franz und Pierre-Michel Lasogga schossen dabei am Freitag übers Ziel hinaus. Der streitbare Abwehrrecke und der kantige Angreifer gerieten im Training aneinander. Nach einem verbalen Scharmützel und einem übertrieben harten Einsteigen auf dem Übungsplatz bat Luhukay beide Spieler, die nach langen Verletzung um eine Rückkehr in die Startformation kämpfen, zu einer Unterredung. Danach war klar: Franz und Lasogga sehen das Derby nur von der Tribüne, beide wurden nicht für das Spiel berücksichtigt. "Es soll zwar Feuer drin sein, aber wir dürfen uns nicht gegenseitig verletzen", stellte der Hertha-Coach klar und war damit auf einer Linie mit Manager Michael Preetz: "Wir wollen Aggressivität, aber sie muss in den richtigen Bahnen bleiben." Erleichtert wurde Luhukay die Personalentscheidung durch die Rückkehr von Rechtsverteidiger Peter Pekarik, der seine Schulterverletzung auskuriert hat, und die Einsatzfähigkeit von Peter Niemeyer und Peer Kluge, die nach Verletzungen wieder normal trainierten. Felix Bastians kommt zudem für den gesperrten Fabian Holland zum Einsatz.
So wird sich die favorisierte Hertha in starker Besetzung darum bemühen, ausgerechnet durch einen Sieg über Union erstmals in dieser Saison die Tabellenführung zu übernehmen. Nach Braunschweigs Punktverlust gegen Aalen (1:1) stünde der Absteiger bei einem Sieg ganz vorne. Doch das wird alles andere als ein Selbstgänger. Trotz 18 Hertha-Spielen ohne Niederlage: Unions Stärke macht die Partie zu einem sportlich weitgehend ausgeglichenen Duell. Und schließlich ist da noch diese Begegnung vor fast genau zwei Jahren: Es war der 5. Februar 2011, an dem sich beide Klubs schon einmal - ebenfalls an einem Montagabend - im mit 74.244 Zuschauern ausverkauften Olympiastadion gegenüberstanden. Ein direkt verwandelter Freistoß der lebenden Union-Legende Torsten Mattuschka machte den Gast aus dem Ostteil Berlins zum 2:1-Sieger und damit zum gefeierten "Stadtmeister".

Im September gelang Hertha BSC so etwas wie die Revanche. Wagner und Ronny trafen zum 2:1-Erfolg des Erstliga-Absteigers, was Gegentorschütze Christopher Quiring gar nicht schmeckte: Vor laufenden Kameras schimpfte der "Ur-Unioner": "Wenn die Wessis in unserem Stadion jubeln, krieg' ich das Kotzen." Umso besser dürfte dem 22-Jährigen, der am Abend in der Startelf erwartet wird, ein erneuter Erfolg der "Eisernen" im Olympiastadion gefallen. Der hätte auch tabellarisch großen Wert, denn Platz drei ist für die Köpenicker unter Trainer-Urgestein Uwe Neuhaus (bald sechs Jahre Unioner) noch nicht aus dem Blickfeld geraten. Bei fünf Punkten könnte Union den Abstand zum 1. FC Kaiserslautern halten. Zumindest vage Aussichten auf Berliner Derbys im Oberhaus also. Die gab es schon in zwei Spielzeiten: 1974/75 und 1976/77 traf die Hertha jeweils auf Tennis Borussia.
Doch zunächst elektrisiert das Spiel im Unterhaus die Anhänger. Beide Fanlager wollen sich heute rund um die Gedächtniskirche versammeln. Schon um die Sicherung des Versammlungsortes entzündete sich zwischen den Gruppierungen ein Wettstreit. Es wird ein heißer Fußball-Tag in Berlin.
Los ging es schon in der Nacht vor dem Stadtderby: Der Union-Mannschaftsbus wurde per Graffiti mit dem Schriftzug Hertha BSC sowie einer Vereinsfahne der Charlottenburger "verziert". Inzwischen ist der Schaden jedoch schon wieder bereinigt, wie der Pressesprecher der "Eisernen" Christian Arbeit mitteilte: "Der Bus ist wieder blitzblank und wunderschön." Hertha BSC verurteilt die Farbaktion und kündigte Konsequenzen an, sollten die Täter aus dem Hertha-Umfeld stammen und ermittelt werden können.


| Vereinsname: | Hertha BSC |
| Gründungsdatum: | 25.07.1892 |
| Mitglieder: | 29.300 (30.06.2012) |
| Vereinsfarben: | Blau-Weiß |
| Anschrift: | Hanns-Braun-Straße, Friesenhaus II 14053 Berlin Telefon: (0 30) 30 09 28 0 Telefax: (0 30) 30 09 28 99 |
| Internet: | http://www.herthabsc.de |


| Vereinsname: | 1. FC Union Berlin |
| Gründungsdatum: | 20.01.1966 |
| Mitglieder: | 11.000 (04.02.2013) |
| Vereinsfarben: | Rot-Weiß |
| Anschrift: | An der Wuhlheide 263 12555 Berlin Telefon: (0 30) 65 66 88 0 Telefax: (0 30) 65 66 88 66 |
| Internet: | http://www.fc-union-berlin.de |