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11.02.2013, 15:24

Berlin: Luhukay bestraft Lasogga und Franz

Stadtderby elektrisiert Berlin - Union-Bus beschmiert

Als hätte die Partie nicht ohnehin genug Brisanz: Das vierte Berliner Derby in der Zweiten Liga zwischen Hertha BSC und 1. FC Union am Montagabend ist ein echtes Spitzenspiel. Während die Köpenicker Relegationsrang drei im Blick haben, nehmen die Herthaner die Tabellenspitze ins Visier. Das allerdings ohne zwei Akteure, die sich quasi selbst aus dem Derby-Aufgebot strichen.

Ronny
Freude über den Hinspielerfolg: Im September traf Ronny zum 2:1-Hertha-Sieg an der "Alten Försterei".
© picture allianceZoomansicht

Nicht erst mit Blick auf das Stadtduell hatte Hertha-Coach Jos Luhukay von seinen Profis ein "aggressiveres Zweikampfverhalten" gefordert. Maik Franz und Pierre-Michel Lasogga schossen dabei am Freitag übers Ziel hinaus. Der streitbare Abwehrrecke und der kantige Angreifer gerieten im Training aneinander. Nach einem verbalen Scharmützel und einem übertrieben harten Einsteigen auf dem Übungsplatz bat Luhukay beide Spieler, die nach langen Verletzung um eine Rückkehr in die Startformation kämpfen, zu einer Unterredung. Danach war klar: Franz und Lasogga sehen das Derby nur von der Tribüne, beide wurden nicht für das Spiel berücksichtigt. "Es soll zwar Feuer drin sein, aber wir dürfen uns nicht gegenseitig verletzen", stellte der Hertha-Coach klar und war damit auf einer Linie mit Manager Michael Preetz: "Wir wollen Aggressivität, aber sie muss in den richtigen Bahnen bleiben." Erleichtert wurde Luhukay die Personalentscheidung durch die Rückkehr von Rechtsverteidiger Peter Pekarik, der seine Schulterverletzung auskuriert hat, und die Einsatzfähigkeit von Peter Niemeyer und Peer Kluge, die nach Verletzungen wieder normal trainierten. Felix Bastians kommt zudem für den gesperrten Fabian Holland zum Einsatz.

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74.244 Zuschauer sind dabei

So wird sich die favorisierte Hertha in starker Besetzung darum bemühen, ausgerechnet durch einen Sieg über Union erstmals in dieser Saison die Tabellenführung zu übernehmen. Nach Braunschweigs Punktverlust gegen Aalen (1:1) stünde der Absteiger bei einem Sieg ganz vorne. Doch das wird alles andere als ein Selbstgänger. Trotz 18 Hertha-Spielen ohne Niederlage: Unions Stärke macht die Partie zu einem sportlich weitgehend ausgeglichenen Duell. Und schließlich ist da noch diese Begegnung vor fast genau zwei Jahren: Es war der 5. Februar 2011, an dem sich beide Klubs schon einmal - ebenfalls an einem Montagabend - im mit 74.244 Zuschauern ausverkauften Olympiastadion gegenüberstanden. Ein direkt verwandelter Freistoß der lebenden Union-Legende Torsten Mattuschka machte den Gast aus dem Ostteil Berlins zum 2:1-Sieger und damit zum gefeierten "Stadtmeister".

Torsten Mattuschka
Machte Union 2011 zum "Stadtmeister": Torsten Mattuschka jubelt im Olympiastadion.
© picture alliance

Im September gelang Hertha BSC so etwas wie die Revanche. Wagner und Ronny trafen zum 2:1-Erfolg des Erstliga-Absteigers, was Gegentorschütze Christopher Quiring gar nicht schmeckte: Vor laufenden Kameras schimpfte der "Ur-Unioner": "Wenn die Wessis in unserem Stadion jubeln, krieg' ich das Kotzen." Umso besser dürfte dem 22-Jährigen, der am Abend in der Startelf erwartet wird, ein erneuter Erfolg der "Eisernen" im Olympiastadion gefallen. Der hätte auch tabellarisch großen Wert, denn Platz drei ist für die Köpenicker unter Trainer-Urgestein Uwe Neuhaus (bald sechs Jahre Unioner) noch nicht aus dem Blickfeld geraten. Bei fünf Punkten könnte Union den Abstand zum 1. FC Kaiserslautern halten. Zumindest vage Aussichten auf Berliner Derbys im Oberhaus also. Die gab es schon in zwei Spielzeiten: 1974/75 und 1976/77 traf die Hertha jeweils auf Tennis Borussia.

Doch zunächst elektrisiert das Spiel im Unterhaus die Anhänger. Beide Fanlager wollen sich heute rund um die Gedächtniskirche versammeln. Schon um die Sicherung des Versammlungsortes entzündete sich zwischen den Gruppierungen ein Wettstreit. Es wird ein heißer Fußball-Tag in Berlin.

Union-Bus mit Hertha-Schriftzug beschmiert

Los ging es schon in der Nacht vor dem Stadtderby: Der Union-Mannschaftsbus wurde per Graffiti mit dem Schriftzug Hertha BSC sowie einer Vereinsfahne der Charlottenburger "verziert". Inzwischen ist der Schaden jedoch schon wieder bereinigt, wie der Pressesprecher der "Eisernen" Christian Arbeit mitteilte: "Der Bus ist wieder blitzblank und wunderschön." Hertha BSC verurteilt die Farbaktion und kündigte Konsequenzen an, sollten die Täter aus dem Hertha-Umfeld stammen und ermittelt werden können.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
11.02.13
 

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weitere Infos zu Lasogga

Vorname:Pierre-Michel
Nachname:Lasogga
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV
Geboren am:15.12.1991

weitere Infos zu Franz

Vorname:Maik
Nachname:Franz
Nation: Deutschland
Verein:Hertha BSC
Geboren am:05.08.1981

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Vereinsdaten

Vereinsname:Hertha BSC
Gründungsdatum:25.07.1892
Mitglieder:29.400 (30.06.2013)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Hanns-Braun-Straße, Friesenhaus 2
14053 Berlin
Telefon: (0 30) 30 09 28 0
Telefax: (0 30) 30 09 28 94
E-Mail: info@herthabsc.de
Internet:http://www.herthabsc.de

Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Union Berlin
Gründungsdatum:20.01.1966
Mitglieder:11.314 (12.06.2013)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:An der Wuhlheide 263
12555 Berlin
Telefon: (0 30) 65 66 88 0
Telefax: (0 30) 65 66 88 66
E-Mail: verein@fc-union-berlin.de
Internet:http://www.fc-union-berlin.de

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