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21.01.2013, 13:44

1860 München: Bei den "Löwen" ist Feuer unterm Dach

Ismaik legt nach: "Ich möchte, dass Schneider geht"

Es brodelt nach wie vor bei den Münchner "Löwen". Der kürzlich geschlossene Burgfrieden bröckelt, die gescheiterte Installierung von Trainer Sven-Göran Eriksson ärgert Hasan Ismaik gewaltig. Der arabische Investor greift im exklusiven kicker-Interview einmal mehr 1860-Präsident Dieter Schneider öffentlich an. Ismaik sagt auch: "Solange die bestehende Mentalität im Verein herrscht, werden wir zu nichts fähig sein."

"Ich war sehr enttäuscht": Der arabische Investor der Münchner "Löwen", Hasan Ismaik.
"Ich war sehr enttäuscht": Der arabische Investor der Münchner "Löwen", Hasan Ismaik.
© picture allianceZoomansicht

kicker: Wie haben Sie vor ein paar Tagen die Nachricht aufgenommen, dass Ihr Wunschtrainer, Sven-Göran Eriksson, absagte?

Hasan Ismaik: Ich war sehr enttäuscht, muss ich sagen.

kicker: Wie sehr waren Sie über dessen Entscheidung überrascht?

Ismaik: Ich war am Ende nicht überrascht. Denn unser Angebot an ihn kam doch recht spät, obwohl er großes Interesse hatte. Das erlosch dann aufgrund der Haltung vom Präsidenten Dieter Schneider und dem, was er in der Presse erzählte.

kicker: Wessen Fehler war es nun, dass der Deal nicht klappte?

Ismaik: Es war der Fehler von Dieter Schneider und den Leuten, die ihn unterstützen. Die Verantwortlichen mit ihrem ganzen Durcheinander haben für viele Schwierigkeiten in den letzten Monaten gesorgt. Eriksson sah, dass im Verein tiefe politische Probleme herrschten und dass der Sport keine Rolle mehr spielte.

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kicker: Möchten Sie nun einen anderen Trainer installieren?

Ismaik: Es gibt Themen, die wichtiger sind als die Trainerfrage und die vorher gelöst werden müssen. Doch dann sollten wir uns auf die Suche machen nach einem Trainer mit internationalem Ruf, der die Kompetenz mitbringt, starke Teams aufzubauen. Solch ein Trainer kann mit Sicherheit die individuellen Stärken einzelner Spieler verbessern und die Leistungsstärke einer Mannschaft im Ganzen.

kicker: Es gab das Gerücht, dass auch Lothar Matthäus ein Thema sei.

Ismaik: Wir wissen davon nichts.

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kicker: Sie haben in der letzten Woche einen Kompromiss mit den 1860-Verantwortlichen ausgearbeitet. Ist der nach der Absage von Eriksson noch gültig?

Isamik: Ja, der hat immer noch Bestand.

kicker: Werden Sie die zwei ausbleibenden Raten bezahlen, so wie vereinbart?

Ismaik: Wir sind bereit, den Verein zu unterstützen, selbst ohne eine Vereinbarung. Ich werde immer dem Klub helfen. Ich habe schließlich 60 Prozent des Vereins.

kicker: Die Vereinsführung sagte nach dem Kompromiss, dass sie Fehler in der Art und Weise des Miteinanders gemacht habe. War dieses Eingeständnis wichtig für Sie?

Ismaik: Ich lege das Durcheinander nicht auf die Goldwaage. Ich suche einen Partner, der Zusammenhänge versteht und nicht nur Einwände erhebt. Alles hängt von der gemeinsamen Ausrichtung ab.

kicker: Wird Sportdirektor Florian Hinterberger bleiben?

Ismaik: Hat er in seiner Position und mit seinem Handlungsspielraum gut gearbeitet? Zum Ende der Saison wird seine Performance von der Vereinsführung beurteilt werden.

Mein Traum ist es, den Geist dieses Traditionsklubs wieder heraufzubeschwören.Hasan Ismaik

kicker: Bis wann wollen Sie in die Bundesliga aufgestiegen sein?

Ismaik: Wenn wir als Team zusammenarbeiten und auf einem professionellen Level kooperieren - zum Wohle des Vereins, werden wir für einen Aufstieg bereit sein. Aber solange die bestehende Mentalität im Verein herrscht, werden wir zu nichts fähig sein.

kicker: Welches Verhältnis haben Sie derzeit zu Dieter Schneider? Könnten Sie damit leben, dass er Präsident bleibt?

Ismaik: Meine Beziehung zu Schneider kann als rätselhaft bezeichnet werden. Wenn wir zusammen sind, ist er immer nett, aber ich weiß nie, was dann hinter meinem Rücken passiert. Was seine Position als Präsident betrifft, das müssen die Mitglieder entscheiden, aber ich möchte, dass Schneider geht.

kicker: Wenn Sie freie Hand hätten, was würden Sie ändern wollen?

Ismaik: Ich würde gern ein schlagkräftiges Team auf die Beine stellen, das professionell und kollegial zusammenarbeitet, so dass wir an die erfolgreichen alten Tage des Vereins anknüpfen können. Doch das können wir nicht mit Streitigkeiten und ständigen Gerüchten erreichen. Mein Traum ist es, den Geist dieses Traditionsklubs wieder heraufzubeschwören und ich werde alles dafür tun.

Interview: Mounir Zitouni

Der neue starke Mann bei 1860 München in Bildern
Erfolge, Affären, Abenteuer: Sven-Göran Eriksson
Sven-Göran Eriksson
Besuch bei den Löwen

Schon bei der Partie zwischen Union Berlin und 1860 München im November war Sven-Göran Eriksson als Beobachter gesichtet worden. Als er wenige Tage später auf der Ehrentribüne der Löwen Platz nahm, war klar: Mit dem Schweden läuft etwas! Eriksson war schon immer ein Mann, der die Herausforderung gesucht hat.
© imago

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