Noch hat ihn das Geschäft nicht verdorben. Er lacht oft und kann "nicht verstehen, dass manchen Profis Autogrammschreiben lästig" ist. "Davon hat man doch früher geträumt", sagt er: "Die Fans gehen ins Stadion, um dein Team zu sehen. Viele tragen deinen Namen auf dem Trikot. Das muss doch Freude pur sein."
Malochen, aber locker bleiben und Spaß haben - so spricht und denkt der 21-Jährige, der sich als "absolutes Familientier" bezeichnet. Als er nach dem Kreuzbandriss im Mai 2012 Teile der Reha in Gelsenkirchen ableistete, zog er wieder bei seiner Mutter, die ihn managt, und den drei Geschwistern ein: "Ich brauchte Distanz zum Sport, sonst hätte es einen Fußballbekloppten wie mich zerrissen." Diese Zeit ist nun vorbei.
Lasogga greift wieder an. Auch in der U 21. Der wuchtige Angreifer lässt keinen Zweifel daran, bei der Europameisterschaft in Israel dabei zu sein: "Wir wollen so etwas Großes schaffen wie 2009." Deutschland holte damals - unter anderem mit Neuer, Hummels, Khedira und Özil - den EM-Titel.
Im Dezember kehrte er ins Teamtraining der Berliner zurück. "Bei den ersten Kopfbällen dachte ich noch, mein Gott, bist du das?", gesteht er. Aber nun funktionieren Timing und Torinstinkt wieder prächtig: "Gegen Frankfurt gab es auf der Tribüne so einen Moment, als Klandt den Ball Niemeyers nach vorne prallen ließ, da spürte ich: Da wäre ich gewesen." So erzielte Lasogga viele seiner 21 Tore in 57 Einsätzen für Hertha. Er hielt intuitiv irgendein Körperteil in die Flugbahn. "Diesen Instinkt hat man - oder eben nicht. Und ich bin glücklicher Besitzer dieser Gabe."
Lasogga ist keiner, der grübelt. Jammern ist ihm fremd: "Ich war in der Reha nicht völlig durch den Wind, als so viele Stürmer kamen." Er malochte lieber. "Und zwar so hart, dass einige meinten: Du bist doch krank", erzählt er. Zurück im Training "habe ich mich reingehauen und nicht spüren lassen, dass ich sieben Monate weg war. Im Gegenteil. Ich bin noch stärker geworden". Prominente Konkurrenten wie Allagui, Sahar, Wagner oder Ramos schrecken ihn nicht. "Ich habe überhaupt keine Angst vor diesen Leuten. Qualität setzt sich am Ende durch." In Herthas Sturm "will ich die Nummer eins werden".
Uwe Röser
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| Verein | Name | Datum | Position |
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21.03.13
Mittelfeld
Wolfsburg: Meisterkapitän von 2009 geht zu Atletico Mineiro |
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07.02.13
Abwehr
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| Zeit | Sender | Sendung |
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| 22:30 | SKYS2 | Wrestling: WWE |
| 22:30 | SKYBU | Sky Sport News |
| 23:00 | SDTV | Corinthians (BRA) - Boca Juniors (ARG) |
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