| Vorname: | Stephan |
| Nachname: | Schmidt |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | SC Paderborn 07 |
"Wir sind einfach mit der Kompaktheit und Aggressivität nicht zurechtgekommen", analysierte SC-Trainer Stephan Schmidt nach dem bitteren 0:4 beim VfL Bochum. "Das war eine verdiente Niederlage, nach dem 0:2 war die Partie auch vorentschieden." Eklatant war die Schwäche der Paderborner bei Standards, das 0:1 fiel wie das 0:2 nach einer Rzatkowski-Ecke von rechts auf den zweiten Pfosten. Schon etwas ratlos verwies Schmidt auf die Trainingsarbeit im Vorfeld: "Wir haben die Standards nicht verteidigen können, obwohl wir diese Situationen in der Woche trainiert haben."
Die Laune im SCP-Lager ist auf einem Tiefpunkt angekommen - so wie der Klub in der Tabelle, in der er in dieser Spielzeit noch nie schlechter notiert war als auf dem aktuellen zwölften Platz. "Dass es so nicht weitergehen kann, ist uns allen bewusst", erklärte Christian Strohdiek deutlich, Torhüter Lukas Kruse schlug der magere Auftritt heftig aufs Gemüt: "Wer jetzt mit guter Laune zur Weihnachtsfeier fährt, hat irgendetwas falsch gemacht."
Im neuen Jahr soll also alles besser werden - insbesondere das von Schmidt kritisierte Angriffsspiel ("Wir waren in der Offensive zu statisch."). Personell will dafür Manager Born die Weichen stellen. Kontakt aufgenommen hat Born bereits zu Mönchengladbach. Gesprächsthema: Elias Kachunga. Der 20-Jährige, der in der Vorsaison zunächst zwölf Tore in 18 Regionalliga-Spielen für die zweite Mannschaft der Borussia erzielte, ehe er dann nach der Winterpause zehn Drittliga-Tore in 17 Partien für den VfL Osnabrück erzielte, ist derzeit noch an Hertha BSC ausgeliehen. Bei den Berlinern kommt der Angreifer jedoch nicht zum Zug. In der Stürmerhierarchie rangiert er deutlich hinter Adrian Ramos, Sandro Wagner, Ben Sahar oder auch Sami Allagui, sodass es trotz einer guten Vorbereitung bisher nur zu zwei Kurzeinsätzen reichte. Und neue Konkurrenz kündigt sich bereits an: Pierre-Michel Lasoggas Rückkehr nach Kreuzbandriss steht bevor.
Bei der Hertha wäre Kachunga also entbehrlich, seinem Stammverein Mönchengladbach daran gelegen, dass der U-20-Nationalspieler Spielpraxis bekommt. Das wäre angesichts einer übersichtlich besetzten SCP-Offensive, in der sich vor allem Philipp Hoffmann (18 Spiele, fünf Tore, kicker-Notenschnitt 3,85), Deniz Yilmaz (16, 4, 4,06) und Daniz Naki (14, 2, 4,00) tummeln, sicherlich möglich.