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03.12.2012, 22:10

Überblick: St. Pauli zeigt gegen die Roten Teufel Biss

Braunschweig marschiert - Hertha zieht dank Ronny nach

Herbstmeister Braunschweig bleibt in der Erfolgsspur und gewann auch beim FSV Frankfurt. Am Montag zog Verfolger Hertha BSC nach und vergrößerte ganz nebenbei den Vorsprung auf Cottbus (4.). Köln siegte am Sonntag verdient gegen Ingolstadt, während Duisburg ein großer Befreiungsschlag in Paderborn gelang. Am Samstag ärgerte St. Pauli Aufstiegsaspirant FCK. Aue mühte sich zu einem Punkt gegen Sandhausen, Union gewann glücklich gegen Bochum. In Regensburg gab es am Freitag keine Tore, dafür zwei Platzverweise.

Schuss ins Glück: Ronny trifft zum 2:1.
Schuss ins Glück: Ronny trifft zum 2:1.
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Am Montagabend verpasste es Cottbus, näher an die Aufstiegsränge heranzurutschen. Vielmehr ging Energie im Stadion der Freundschaft zum zweiten Mal in dieser Saison leer aus (Heimbilanz 6/1/2). Musste Braunschweig in der Lausitz vor gut einer Woche noch die Punkte beim 1:3 abgeben, machte es Eintracht-Verfolger Hertha besser. Zwar mussten die Berliner in einem umkämpften Spiel nach einer knappen Stunde durch Sörensen den Ausgleich hinnehmen, doch die Hauptstädter konnten sich einmal mehr auf Ronny, Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Herthaner, verlassen. Der machte kurz vor dem Ende mit seinem achten Saisontor den 2:1-Erfolg der Luhukay-Elf perfekt. Hertha, seit 15 Spielen ungeschlagen und das beste Auswärtsteam der Liga (5/3/1), untermauerten Platz zwei und damit die eigenen Ambitionen mit Blick auf die Bundesliga. Cottbus bleibt auf Rang vier stecken.

Braunschweig besteht auch am Bornheimer Hang

Glückliche Braunschweiger Torschützen: Orhan Ademi (li.) jubelt mit Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke.
Glückliche Braunschweiger Torschützen: Orhan Ademi (li.) jubelt mit Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke.
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Der Klassenprimus bleibt in der Erfolgsspur und entführte die Punkte auch am Sonntag vom Bornheimer Hang. Herbstmeister Braunschweig war das spielerisch stärkere Team. Der FSV war enorm bemüht, konnte sich aber keine klaren Torchancen herausspielen. Der Klassenprimus ging kurios durch Kruppke in Front und erhöhte noch vor der Pause zum verdienten 2:0. Nach der Pause startete Braunschweig druckvoll, ließ es aber bald ruhiger angehen. Der FSV gestaltete die Partie ausgeglichen, brachte die Eintracht-Defensive aber kaum einmal in Bedrängnis. Insgesamt höhepunktarm plätscherte das Spiel über weite Strecken dahin. Kurz vor dem Ende brachte Konrad den FSV nochmal ran. Am Ende stand aber ein verdienter Erfolg der Lieberknecht-Elf, die die Hinrunde mit stolzen 40 Punkten abschließt.

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Köln schlägt Ingolstadt

Fünfmal reichte es für Köln daheim nur zu einem Remis, gegen geordnete, aber zu harmlose Ingolstädter holten die "Geißböcke" wieder mal drei Zähler vor eigenem Publikum. Köln hatte im ersten Spielabschnitt mehr vom Spiel, fast zwei Drittel Ballbesitz, rannte aber meist einfallslos an. Pech hatten die "Geißböcke", dass Chihi schon nach einer halben Stunde mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Feld musste. Gefährlicher war zwar der FC Ingolstadt, der aber einmal in der Defensive nicht aufpasste und kurz vor dem Halbzeitpfiff die Quittung erhielt. Nach Wiederanpfiff gab es zunächst viel Leerlauf. Köln verwaltete, die Oberbayern strahlten keine Gefahr aus. Mit zunehmender Spieldauer schaltete der FC mit einem agilen Ujah nochmal einen Gang hoch und brachte den FCI ein paarmal arg in Bedrängnis. Insgesamt fuhren effiziente Kölner einen hoch verdienten Sieg ein.

MSV feiert Befreiungsschlag

Den sportlich und finanziell angeschlagenen Duisburgern gelang in Paderborn ein enorm wichtiger Dreier, der den MSV weg vom Tabellenende und den Abstiegsplätzen führte. Beide Teams überzeugten zunächst vor allem mit Einsatz. Laufbereitschaft und Kampfgeist. Abgesehen von fünf kurzweiligen Minuten mit mehreren Großchancen, bewegte sich die Partie in Hälfte zwei aber spielerisch eher auf niedrigem Niveau. Die Torhüter Hofmann und Kruse hielten hinten dicht. Kruse stand nach einer knappen Stunde erneut im Mittelpunkt. Der Keeper flog nach einer Notbremse an Jovanovic vom Platz. Kern ließ beim fälligen Elfmeter Kruse-Ersatz Lück (21 Jahre, Profi-Debüt) keine Chance. Paderborn investierte in Unterzahl mutig in die Offensive, fand aber kaum eine Lücke im MSV-Defensivverbund. Den "Zebras" boten sich Räume für gefährliche Konter. Der eingewechselte Perthel ließ Lück mit einem satten Linksschuss keine Chance.

Samstag: St. Pauli beendet den FCK-Nimbus

Daniel Ginczek
Appetit auf Tore: Daniel Ginczek markierte gegen den FCK seinen siebten Saisontreffer.
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St. Pauli musste gegen Kaiserslautern ohne den Rot-gesperrten Bartels auskommen, sein Trainer Michael Frontzeck hatte die beim 0:1 in Braunschweig getroffene Entscheidung im Vorfeld als "Witz" bezeichnet. Die Kiez-Kicker gerieten gegen die Pfälzer in der ersten Hälfte mächtig unter Druck - gleich dreimal musste das Aluminium für die bieder wirkenden Hamburger retten, auch der nach einer Gelbsperre zurückgekehrte Idrissou brachte das Leder nicht im Tor unter. Ginczek schon: Der St.-Pauli-Angreifer drehte in der zweiten Hälfte auf und belohnte sich in der 67. Minute mit dem Führungstreffer. In der Schlussviertelstunde setzte der FCK alles auf eine Karte, allerdings ohne Erfolg. Die Pfälzer müssen damit als letzter bisher ungeschlagener deutscher Profiklub eine Niederlage hinnehmen und büßen wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg ein, während die Norddeutschen den Sprung ins gesicherte Mittelfeld geschafft haben.

Aue müht sich trotz langer Überzahl zum Remis

Aue erwischte nach dem Überraschungssieg in Ingolstadt (2:1) auch gegen die ebenfalls formstarken Sandhäuser einen Start nach Maß. Hochscheidt stellte schon in der 8. Minute seine hervorragende Technik unter Beweis, traf per Heber zur Führung. Nach einer Ecke allerdings war der SVS in Person von Löning (39., Kopfball) zur Stelle, obwohl die Auer den Verlauf der ersten Halbzeit bestimmten. Als Pischorn es schaffte, nach Wiederanpfiff zwei Gelbe Karten in drei Minuten zu bekommen (47., 50.), schien Aue wieder auf der Siegerseite zu sein. Doch von wegen: Löning nutzte das Auer Abwehrchaos in der 62. Minute, seine Vorlage nickte Fießer clever ein. Paulus rettete den Erzgebirglern mit seinem Tor zum 2:2 per Foulelfmeter (80., Ischdonat an Hensel) immerhin noch einen Punkt.

Bochum im Pech und bei Standards schwach

Union empfing den VfL Bochum, und es ging gleich perfekt los für die Köpenicker, Karl stand bei seinem Kopfballtreffer (3.) nach einem Kohlmann-Freistoß mutterseelenallein. Die Bochumer ließen sich aber nicht beirren, Dedic (23.) war nach einer klugen Kombination der dankbare VfL-Abnehmer. Dann stand Referee Dietz im Blickpunkt: Aydins Treffer fand keine Anerkennung, da Dedics vorangegangener Einsatz zu berherzt gewesen sein soll - die Proteste der Bochumer waren durchaus verständlich. Sinkewicz' Ellbogeneinsatz gegen Terodde hätte man hingegen ahnden müssen. Union also im Glück - und kurz nach der Pause wieder eiskalt. Diesmal war Nemec nach einer Ecke per Kopf zur Stelle (51.). Die Bochumer steckten zwar nicht auf und hatten auch diverse Einschussmöglichkeiten. Es reichte aber nicht mehr zum erneuten Ausgleichstreffer, auch weil Union-Keeper Haas kurz vor Schluss glänzend gegen Scheidhauer parierte.

Kein Sieger am Freitag

Nach eiskalten 90 Minuten trennten sich Aalen und 1860 München mit einem 1:1, doch zunächst hieß die Frage: Wird überhaupt gespielt? Mit vereinten Kräften musste auf der Ostalb zunächst der Schnee vom Spielfeld geräumt werden, was dann auch rechtzeitig gelang. Doch besonders sehenswert war die erste Hälfte leider nicht. Bei den Löwen versuchte es Bierofka mit einem Fernschuss, auf der anderen Seite kam Barth nach einem Freistoß einen Schritt zu spät, um einzuköpfen. Unschöner Höhepunkt war Lauths Ellbogen im Gesicht von Reichwein, der Schiedsrichter hatte die Szene übersehen. Besser wurde es nach dem Wechsel, Aalen lauerte weiterhin auf Konter und brachte einen bis zum Ende durch. Lechleiter beendete den torlosen Freitagabend. Die Freude darüber währte gerade mal sieben Minuten, dann erzielte auf der anderen Seite Wood, der über den halben Platz spazierte, den Ausgleich. Für den 20-Jährigen war es sein erstes Tor bei den Profis.

Wiegers hält einen Punkt fest

Trojan scheitert beim Elfmeter an Wiegers
Nervenspiel: Dresdens Trojan scheitert beim Elfmeter an Wiegers.
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Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt ging es in der Partie zwischen Regensburg und Dresden zunächst recht heiß zu und trotzdem stand am Ende ein torloses Remis zu Buche. Dabei ging es vielversprechend los. Die größte Gelegenheit hatte Kitambala in der Anfangsphase, der Wiegers mit einem wuchtigen Schuss testete. Der Schlussmann stand auch weiterhin im Mittelpunkt. Nach einer Notbremse von Kamavuaka gegen Poté musste zunächst der Kongolese vom Feld. Den fälligen Elfer, von Trojan geschossen, parierte aber Wiegers. In der Nachspielzeit zur ersten Hälfte musste Losilla auch den Platz verlassen, auch er sah die Rote Karte. Neben dem bunten Abend gab es aber auch Torchancen auf beiden Seiten, dennoch blieb es nach 45 Minuten beim 0:0. Nach dem Wechsel kam nicht mehr viel von den Akteuren, die sich gegenseitig neutralisierten. Als Poté Keeper Wiegers doch noch mal testete, war er zur Stelle und aus Sicht von Regenburg wohl der Mann des Tages.

03.12.12
 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Eintracht Braunschweig29:1040
 
2Hertha BSC33:1436
 
31. FC Kaiserslautern29:1832
 
4Energie Cottbus25:1928
 
5VfR Aalen19:1525
 
 1860 München19:1525
 
71. FC Union Berlin25:2324
 
8FSV Frankfurt23:2124
 
9FC Ingolstadt 0421:2024
 
101. FC Köln20:1924
 
11SC Paderborn 0723:1923
 
12FC St. Pauli18:1921
 
13Erzgebirge Aue21:2817
 
14Dynamo Dresden18:2515
 
15MSV Duisburg15:3015
 
16VfL Bochum17:3314
 
17SV Sandhausen19:3614
 
18Jahn Regensburg19:2912
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