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25.11.2012, 15:22

Überblick: Energie beendet die Eintracht-Serie - FCK rückt heran

Herthas Torlaune bringt Platz 2 - Boysen holt ein Remis

Am Sonntag unterstrich Hertha BSC seine Aufstiegsambitionen und siegte in Aue mit 4:0. Die Berliner überholen damit den FCK und sind wieder Zweiter. Der FC St. Pauli besiegte die dezimierten Duisburger mit 4:1, Ingolstadt ärgerte sich bei Boysens Trainer-Einstand mit Sandhausen über ein 1:1 gegen den Aufsteiger. Ein echtes Spitzenspiel lieferten sich am Samstag Cottbus und Ligaprimus Braunschweig, der die erste Niederlage hinnehmen musste. Der FCK blieb hingegen auch beim FSV ungeschlagen. Schmidt holte beim Debüt als 1860-Coach bei Union einen Zähler. Paderborn musste sich am Freitagabend gegen Dresden mit einem Punkt begnügen. Köln feierte gegen Bochum den zweiten Dreier in Serie. Im Aufsteigerduell zwischen Regensburg und Aalen reichten dem VfR zwölf Minuten zum Sieg.

Erster Jubel nach 24 Sekunden: Berlins Ramos traf sehr früh und brachte die Hertha in Aue auf Kurs.
Erster Jubel nach 24 Sekunden: Berlins Ramos traf sehr früh und brachte die Hertha in Aue auf Kurs.
© Getty ImagesZoomansicht

Hertha BSC hat auch das 13. Zweitligaspiel in Serie nichtverloren. Die Berliner behaupteten sich klar bei Erzgebirge Aue mit 4:0 und springen damit wieder auf Platz zwei. Die Hauptstädter legten gegen die Veilchen" los wie die Feuerwehr: Ramos nickt per Kopf nach 24 Sekunden zum 1:0-Führungstreffer ein. Es war das zweitschnellste Tor der Zweitliga-Geschichte - schneller war nur Wehens Benjamin Siegert, der am 5. Oktober 2007 in Fürth schon nach acht Sekunden traf. Nach dem Blitzstart spielte die Luhukay-Elf weiter flüssig nach vorne und kam durch Bastians zum 2:0: Er verlängerte Niemeyers Kopfball an den Oberkörper von Schröder und von dort fand die Kugel den Weg ins Auer Tor. Zwar hätte der FC Erzgebirge im Gegenzug fast zurückgeschlagen, doch an der prinzipiellen Überlegenheit konnte auch die große Leidenschaft der Elf von Trainer Karsten Baumann nichts ändern. Im zweiten Durchgang markierte Ronny per Foulelfmeter ganz cool den dritten Treffer - damit war die Messe für Aue gelesen. Für Berlin gab es Platz zwei mit zwei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Braunschweig zur Belohnung, die Sachsen dagegen stehen einen Rang vor dem Relegationsplatz.

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Bartels krönt seinen Auftritt mit zwei Toren

Der FC St. Pauli, der sich zuletzt für seine engagierte Leistung am Montag bei der Hertha nicht belohnte (0:1), arbeitet sich weiter aus den hinteren Regionen nach vorne. Die Elf von Trainer Michael Frontzeck feierte einen hochverdienten Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten MSV Duisburg. Die beiden vorentscheidenden Treffer markierte Bartels mit einem spektakulär anzusehenden Seitfallzieher und einem Schuss aus kurzer Distanz. Kurz nach dem Tor zum 2:1 flog der Duisburger Pamic mit der Ampelkarte vom Platz, den Schlusspunkt zum 4:1-Endstand setzte Saglik. In Hälfte eins hatte Ginczek die Hamburger mit seinem sechsten Saisontreffer in Front gebracht, der zwischenzeitliche Ausgleich gelang Kern mit einem als Flanke gedachten Ball aus 38 Metern - St-Pauli-Keeper Tschauner und sein Vordermann Kringe blickten sehr verdutzt aus der Wäsche. Mit der neunten Saisonniederlage rangiert der auch finanziell schwer angeschlagene MSV auf Platz 16.

Ingolstadt lässt einen Angriff zu - und der hilft Boysen

Im Spiel eins nach Gerd Dais wollte der SV Sandhausen beim FC Ingolstadt die Trendwende schaffen, und das gelang beim Einstand des neues Trainers Hans-Jürgen Boysen beim SVS zumindest zur Hälfte. Die Oberbayern führten dank eines Treffers von Stürmer Eigler lange Zeit mit 1:0 und hätten in Durchgang zwei das Ergebnis in die Höhe schrauben können, doch die Mannschaft von Trainer Thomas Oral agierte in vorderster Front zu umständlich. Sandhausen gefiel in den ersten 45 Minuten durch taktische Disziplin und startete im zweiten Durchgang nur einen einzigen Angriff: Klotz schüttelte Matip ab und überwand FCI-Keeper Özcan mit einem überlegten Außenist-Schuss. Trotz des überraschenden Punktgewinns bleibt die Boysen-Elf auf dem letzten Platz stehen.

Schmidt-Premiere mit drei Debütanten - Eriksson auf der Tribüne

Erstmals saß am Samstag der bisherige Regionalliga-Coach Alexander Schmidt als Verantwortlicher auf der 1860-Trainerbank. Der 34-Jährige baute das Löwen-Ensemble bei Union Berlin gehörig um, mit Wannenwetsch und später Ziereis und Wood verschaffte er drei Schützlingen aus der U 21 das Zweitliga-Debüt. Der Schuss schien aber zunächst nach hinten loszugehen, als Stuff seine Lufthoheit ausspielte und die "Eisernen" in Führung brachte. Doch nach der Pause brachte das Zusammenspiel der "etablierten" Stoppelkamp und Lauth das 1:1, ehe der Kapitän wenig später sogar das 2:1 folgen ließ. Nach Nemecs Abstauber teilten sich die Teams letztlich mit einem 2:2 die Punkte beim Schmidt-Einstand. Wie lange dieser im Amt bleiben wird? Wie schon in der Vorwoche saß erneut Sven-Göran Eriksson beim Spiel der "Löwen" auf der Tribüne.

FCK bleibt auch im 15. Spiel ohne Niederlage

Mit einer abgeklärten Vorstellung kam der 1. FC Kaiserslautern zum Auswärtssieg am Bornheimer Hang. Bunjaku stellte per Foulelfmeter früh die Weichen zum Erfolg, mit einer guten Organisation ließen die "Roten Teufel" anschließend wenig zu. Der FCK erspielte sich ein Chancenplus, verpasste es aber, frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen. So stand der achte Saisonsieg der Pfälzer bis zum Ende auf wackligen Füßen und zumindest in einer Szene bemühte das Foda-Team sein Glück, als ein Handspiel von Idrissou im eigenen Strafraum nicht geahndet wurde. Bei der Einweihung der neuen Haupttribüne, die die Zuschauer-Kapazität auf 12.542 erhöht, musste der FSV damit eine Pleite gegen das nun einzig ungeschlagene Team im deutschen Profifußball hinnehmen.

Heimstarke Cottbuser knacken Braunschweig

Guillaume Rippert klärt per Seitfallzieher
Ein echtes Spitzenspiel boten Cottbus und Braunschweig. Guillaume Rippert klärt hier für Energie per Seitfallzieher.
© picture alliance

Denn die Erfolgsserie von Eintracht Braunschweig nahm in Cottbus ein abruptes Ende. Beide Mannschaften wurden im Stadion der Freundschaft den Erwartungen an ein Spitzenspiel gerecht, lieferten sich inbesondere im ersten Durchgang einen temporeichen Schlagabtausch. Nachdem in der Anfangsphase auf beiden Seiten die Torjäger zugeschlagen hatten, brachte kurz vor dem Pausenpfiff Innenverteidiger Börner die Cottbuser mit einem schulmäßigen Kopfball nach Ecke des zurückgekehrten Stiepermann mit 2:1 in Front. Im zweiten Abschnitt lauerten die Lausitzer gegen nun drückende Braunschweiger vor allem auf Konter. Ausgerechnet Brinkmann, der nach überstandenem Mittelfußbruch zu seinem ersten Einsatz für Energie kam, sorgte mit einem sehenswerten Treffer für die Entscheidung. Die Eintracht kassierte damit die erste Saisonniederlage und verlor zudem noch Theuerkauf, der in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Kölner Höhenflug

Jubeltraube: Die Kölner feiern Doppel-Torschütze Ujah (Mitte).
Jubeltraube: Die Kölner feiern Doppel-Torschütze Ujah (Mitte).
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Der 1. FC Köln erlebt einen kleinen Höhenflug. Nach dem 0:0 gegen Duisburg und dem 2:0-Auswärtssieg bei 1860 München feierte die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski am Freitagabend auch gegen den VfL Bochum einen verdienten 3:1-Erfolg. Schon in der ersten Halbzeit legte der FC den Grundstein zum Sieg, als Ujah und McKenna zwei Tore erzielten. Bemerkenswert war der Vorgang beim Kanadier, denn zwölf Minuten vor seinem Kopfballtreffer war der Abwehrmann nach einem Zusammenprall bewusstlos zu Boden gegangen und musste behandelt werden. Im zweiten Durchgang warteten die VfL-Anhänger vergeblich auf eine Aufholjagd der Neitzel-Elf. Dies lag auch daran, dass der FC trotz weniger Ballbesitz die Partie - vor allem in der Defensive - im Griff hatte. In der Schlussphase machte dann Ujah mit seinem zweiten Tor an diesem Abend alles klar, immerhin war dem VfL in der Schlussminute noch der Ehrentreffer vergönnt.

Dresden kommt doppelt zurück

Auch der SC Paderborn konnte zuletzt auf eine stolze Serie blicken: Drei Siege und drei Unentschieden spülten die Ostwestfalen in der Tabelle nach vorne, auch wenn Trainer Stephan Schmidt unmittelbar vor der Partie gegen Dresden sein Team nichts als Spitzenteam tituliert sehen wollte. Gegen die Dynamos, die zuletzt einen dramatischen 2:1-Sieg gegen den FSV Frankfurt feierten, ging Paderborn im ersten Abschnitt zweimal in Front, doch die Sachsen schlugen zweimal zurück, so dass es mit einem verdienten 2:2 in die Pause ging. Bitter kam es für den Dresdner Schuppan, der gegen den FSV noch doppelt traf, in Paderborn jedoch den Ball kurios ins eigene Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 beförderte. Im zweiten Abschnitt blieb die Partie weiterhin ausgeglichen, doch keines der beiden Teams vermochte den dritten Treffer zu erzielen, sodass ein leistungsgerechtes 2:2-Remis unter dem Strich stand. Durch die Punkteteilung verpasste es Paderborn, vorübergehend auf Platz vier zu springen.

Bittere zwölf Minuten für den Jahn

Im Aufsteigerduell zwischen Jahn Regensburg und dem VfR Aaalen gelang den Oberpfälzern wieder kein Dreier unter dem neuen Trainer Franz Gerber. Nach einer 2:4-Pleite in Ingolstadt und einem 3:3 gegen Union musste der Jahn trotz einer Halbzeitführung eine ganz bittere 1:3-Heimniederlage hinnehmen. Den Regensburger Führungstreffer erzielte Haag unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff, doch in der zweiten Halbzeit erhöhten die Aalener das Tempo und das Risiko. Die Hasenhüttl-Elf belohnte sich mit furiosen zwölf Minuten: Zwischen der 76. und der 88. Minute drehten Valentini, Lechleiter und Reichwein die Partie zugunsten des VfR. Regensburg wartet damit seit sieben Partien auf ein Erfolgserlebnis und bleibt im Keller.

25.11.12
 
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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Eintracht Braunschweig26:934
 
2Hertha BSC30:1232
 
31. FC Kaiserslautern28:1631
 
4Energie Cottbus23:1428
 
5FC Ingolstadt 0420:1724
 
6SC Paderborn 0723:1623
 
7VfR Aalen18:1423
 
81860 München17:1421
 
9FSV Frankfurt19:1821
 
101. FC Köln18:1820
 
111. FC Union Berlin21:2118
 
12FC St. Pauli17:1818
 
13VfL Bochum15:2814
 
14Dynamo Dresden18:2513
 
15Erzgebirge Aue17:2513
 
16MSV Duisburg12:2812
 
17Jahn Regensburg18:2810
 
18SV Sandhausen14:3310
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