"Wichtig für uns ist, ungeschlagen und oben dran zu bleiben." Was FCK-Trainer Franco Foda im Vorfeld ausgab, setzten seine Schützlinge am Montagabend gegen Aue gut um. Den ersten Aufreger gab es allerdings im Lauterer Strafraum, wo Sylvestr im Zweikampf mit Heintz zu Fall kam (6.). Schiedsrichter Robert Hartmann ließ weiterspielen, im Gegenzug gingen die Hausherren in Führung. Aue hielt kämpferisch gut dagegen und wurde durch einen Hochscheidt-Kopfball zum 1:1 belohnt. Doch ein glänzend aufgelegter Baumjohann entschied die Partie zu Gunsten der "Roten Teufel": Ein Fallrückzieher in Häfte eins, ein "Tunnel" für Aues Torwart Männel nach der Pause - der Ex-Schalker brachte den FCK auf Kurs. Als die Gäste sich durch Rot für Sylvestr selbst dezimiert hatten, legte Baumjohann noch einen tollen Pass nach. Idrissou vollendete zu seinem achten Saisontor zum 4:1-Endstand, mit dem die Pfälzer erstmals in der Spielzeit auf einen direkten Aufstiegsrang springen.
Im Pokal hatte Dynamo Dresden den Europa-League-Teilnehmer Hannover 96 am Rande einer Niederlage. In der Liga setzte es am Sonntag nun eine ärgerliche 0:2-Heimniederlage gegen Union Berlin, der Absturz auf die Abstiegsränge droht den Sachsen weiterhin. Beide Treffer für die Gäste erzielte Mainz-Leihgabe Fabian Schönheim. Die "Eisernen", die in Offenbach aus dem Pokal flogen (0:2) und auch in der Liga zuletzt gegen Paderborn den Kürzeren zogen (0:1), haben dagegen nun ein Sechs-Punkte-Polster auf Platz 16.
Unter Interimscoach Karsten Neitzel gelang dem VfL Bochum immerhin ein kleiner Befreiungsschlag: Gegen Energie Cottbus schaffte das Ruhrteam nach 0:2 noch den 2:2-Ausgleich. Es war zunächst nicht der Tag von Keeper Philipp Heerwagen: Erst lenkte er einen Schuss von Boubacar Sanogo unglücklich per Kopf ins eigene Netz. Und auch bei Sanogos zweitem Treffer war er unglücklich beteiligt: Ein Pfostenschuss prallte von seinem Rücken genau in den Lauf des heranstürmenden Ivorers. Doch nach dem Anschlusstreffer von Sinkiewicz (73.) war das Spiel wieder offen, beide Teams drängten auf den nächsten Treffer. Der gelang dann in der 89. Minute Dedic für die Bochumer, die damit die Abstiegsränge verlassen konnten.
Aufsteiger VfR Aalen hat die 1:4-Klatsche im Pokal gegen Dortmund gut verdaut - und kam gegen den Ex-Bundesligisten 1. FC Köln zu einem 2:0-Erfolg. Das Team von Trainer Holger Stanislawski war zwar meist am Ball, agierte im Spiel nach vorne aber viel zu harmlos. Der Sieg durch Tore von Dausch (31.) und Cidimar (77.) war somit nicht einmal unverdient. Beide Teams liegen somit im Mittelfeld, der zwischenzeitliche Aufwärtstrend der Kölner ist aber erst einmal gestoppt.

Ersatzgeschwächt - na und? Der FC St. Pauli hat am Samstag ohne zahlreiche verletzte Spieler (u.a. Bartels, Kalla, Bruns) erstmals drei Punkte aus München entführt und den Aufwärtstrend unter Trainer Michael Frontzeck bestätigt. Zunächst hieß es: Volley Boll! Der Mittelfeldmann traf infolge einer Ecke zur Führung (27.), um fünf Minuten später vom Platz zu traben. Er war ebenfalls angeschlagen ins Spiel gegangen. Von 1860 kam offensiv nur wenig, auch Lauths Latten-Kopfball kurz nach der Pause taugte nicht zum Weckruf: Nur Momente später verlängerte Münchens Schindler einen Einwurf unglücklich auf St. Paulis Schindler, Ginczek schloss zum 2:0 ab (53.). Die "Löwen" wussten darauf keine Antwort und verlieren deshalb mit dem vierten sieglosen Spiel in Folge die Aufstiegsränge aus dem Blick.
Pfiffe in München, Pfiffe auch in Duisburg: Der MSV hat das Unternehmen "erster Heimsieg der Saison" erneut verpasst. Gegen den FSV Frankfurt offenbarte die Defensive zu viele Schwächen, die Partie war schon zum Pausenpfiff so gut wie verloren. War bei Konrads 1:0 (34.) noch Glück dabei, ging bei Verhoeks 2:0 (38.) alles schief bei den "Zebras": Erst wurde das Abseits nach einer Ecke aufgehoben, dann reklamierte die halbe Hintermannschaft, anstatt Verhoek am Nachschuss zu hindern. Wenigstens der eingewechselte Exslager machte in einem insgesamt mäßigen Zweitligaspiel nach der Pause ein wenig Betrieb, belohnt mit dem Anschlusstor (80.). Für einen Punkt reichte das nicht mehr, der MSV bleibt Letzter. Und der FSV mischt weiter ganz oben mit.
Ligaprimus Braunschweig musste im Pokal gegen Freiburg (0:2) seine erste Saisonpleite hinnehmen. Am Freitagabend gegen den im Pokal ebenfalls unterlegenen Aufsteiger Sandhausen (0:3 bei Schalke) zeigten sich die Löwen gut erholt. Dass Braunschweig erst kurz vor der Pause dank eines Kopfballtreffers von Kumbela in Front ging, war hauptsächlich das Verdienst des guten Keepers Ischdonat. Kumbela setzte indes kurz nach Wiederanpfiff da an, wo er aufgehört hatte. Der Eintracht-Angreifer musste nach einer Ecke nur den Fuß hinhalten (50.). Spiel entschieden? Von wegen. Löning traf nur Sekunden nach seiner Einwechslung (62.), Kumbela agierte nach Ischdonat-Patzer sträflich fahrlässig (68.), brachte beim Schuss auf das leere Tor nicht genug Kraft hinter den Ball, so dass Ischdonat seinen Fehler reparierte. Es sollte sich nicht mehr rächen, obwohl der SVS sich redlich mühte. Braunschweig bleibt damit in der Liga ungeschlagen - und durfte sich über das Ergebnis aus Berlin zusätzlich freuen.
In der Hauptstadt bekam die zuhause ungeschlagene Hertha (4/1/0) Besuch vom in der Fremde unbesiegten Ingolstadt (3/2/0). Die Serien durften beide behalten, denn das Verfolgerduell fand keinen Sieger. Zunächst schienen die Berliner Oberwasser zu haben, Ronny stellte bei einem indirekten Freistoß im Strafraum Keeper Özcan auf die Probe. Der FCI legte seine Zurückhaltung aber sehr schnell ab und hatte fortan die besseren Gelegenheiten. Beispiele: Caiubys Lattenschuss (31.) und Uludags Großchance (32.), die Kraft gerade noch entschärfte. Ingolstadt agierte weiterhin sehr ballsicher, während die Hertha sich schwer tat, Durchschlagskraft zu entwickeln. Der gerade eingewechselte Allagui hatte in der zweiten Hälfte dann doch die Führung auf dem Fuß - Özcan wusste die Großchance zunichte zu machen (75.). Ingolstadt durfte somit verdient einen Punkt mit nach Oberbayern nehmen.
Vor dem Spiel in Regensburg hatte SCP-Coach Schmitt das Ziel klar formuliert. Ein Sieg sollte her - und nach 12 Minuten befanden sich die Ostwestfalen bereits auf dem richtigen Weg. Hofmann ließ Keeper Wiegers, der Jahns Hofmann (muskuläre Probleme) im Tor vertrat, mit einem platzierten Kopfball keine Chance. Regensburg agierte in der ersten Hälfte nach drei Pleiten in Folge verunsichert und brachte keine gefährliche Offensivaktion zustande. Erst in Hälfte zwei bot sich die erste gute Chance, Sembolo scheiterte jedoch an Kruse (61.). Auf der anderen Seite verpasste Vrancic bei einem Konter die Entscheidung (70.). So blieb es in der chancenarmen und mitunter unansehnlichen Partie bis in die Schlussphase spannend. In der 87. Minute führte jedoch Zeitz mit dem 2:0 die Entscheidung zugunsten des SCP herbei.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Eintracht Braunschweig | 21:5 | 30 |
| 2 | ![]() | 1. FC Kaiserslautern | 25:15 | 24 |
| 3 | ![]() | Hertha BSC | 19:11 | 23 |
| 4 | ![]() | Energie Cottbus | 18:12 | 22 |
| 5 | ![]() | FSV Frankfurt | 18:14 | 21 |
| 6 | ![]() | FC Ingolstadt 04 | 15:11 | 20 |
| 7 | ![]() | VfR Aalen | 15:12 | 19 |
| 8 | ![]() | SC Paderborn 07 | 19:13 | 18 |
| 9 | ![]() | 1860 München | 14:10 | 17 |
| 10 | ![]() | 1. FC Union Berlin | 16:16 | 15 |
| 11 | ![]() | FC St. Pauli | 12:15 | 14 |
| 12 | ![]() | 1. FC Köln | 13:17 | 13 |
| 13 | ![]() | Erzgebirge Aue | 15:18 | 12 |
| 14 | ![]() | VfL Bochum | 8:22 | 10 |
| 15 | ![]() | Dynamo Dresden | 14:20 | 9 |
| 16 | ![]() | Jahn Regensburg | 12:18 | 9 |
| 17 | ![]() | SV Sandhausen | 10:21 | 9 |
| 18 | ![]() | MSV Duisburg | 9:23 | 8 |
| 1. Kumbela, Domi | Eintracht Braunschweig | ![]() |
| Spiele: 30 | Tore: 19 | |
| 2. Ronny | Hertha BSC | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 18 | |
| 3. Ginczek, Daniel | FC St. Pauli | ![]() |
| Spiele: 30 | Tore: 17 | |
| 4. Idrissou, Mohamadou | 1. FC Kaiserslautern | ![]() |
| Spiele: 31 | Tore: 17 | |
| 5. Sanogo, Boubacar | Energie Cottbus | ![]() |
| Spiele: 31 | Tore: 15 | |