
Sicher ist, dass die Chancenverwertung mal wieder ein Manko darstellte. "Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag passt nicht", analysiert Kader-Manager Jörg Jakobs (42).
Stoff für Diskussionen liefert in jedem Fall die Idee von Holger Stanislawski (43), seinem Kader von Spiel zu Spiel ein neues System mit zudem ständig wechselndem Personal vorzugeben. Eine Doppelrotation. So kritisierte Ex-FC-Profi Harald Konopka beim FC-Stammtisch: "Diese ewige Wechselei bringt die Mannschaft nicht voran." Laufwege, so Konopkas Kritik, könnten so nicht eingeschliffen werden. Eine Argumentation, die man anführen kann. Klare und greifende Automatismen haben sich im Kölner Offensivspiel noch nicht herausgebildet.
Für die FC-Profis ist Stanislawskis Herangehensweise - die Spieler erfahren Aufstellung und System meist erst am Spieltag - anspruchsvoll und gewöhnungsbedürftig. Dass dies kein einfacher Weg ist, räumt Jakobs ein: "Das taktische Paket ist einfach eine Hausnummer. Das kann am Anfang auch mal hemmen. Es gibt Phasen, in denen wir es nicht hinbekommen haben, Ballbesitz in Abschlusssituationen münden zu lassen." Doch er hat keine Zweifel an dem Konzept: "Das ist Stanis Weg, um zum Erfolg zu kommen. Er hat auch schon in St. Pauli gezeigt, dass man damit nachhaltig Erfolg haben kann." Die Voraussetzung dafür sieht Jakobs gegeben, da Stanislawski immer wieder Optionen für die verschiedenen Systeme aufzeigt: "Er arbeitet viel im positionsspezifischen Bereich im Offensivspiel, bringt den Spielern Lösungsmöglichkeiten nahe."
Doch bislang bleiben die Ergebnisse aus. Ein Umstand, den Jakobs in Kauf nimmt, weil er in Stanislawskis Ansatz eine große Chance sieht: "Es ist eine Frage der Zeit, bis es besser greift. Das dauert etwas länger, aber dann kann man ein höheres Niveau erreichen." Anders als mit Trainern, die sich fast nur auf ein Defensiv-Konzept stützen, die Offensive kaum weiterentwickeln. Solange diesnicht gelingt und man weiter Punkte liegen lässt, bietet Stanislawski mit der Doppelrotation aber Angriffsflächen, wie Jakobs weiß: "Er ist ein sehr mutiger Trainer. Stani geht damit ein Risiko ein."
Rotiert wird in Kürze auch in der Geschäftsführung des FC: Für die spätestens zum Saisonende ausscheidenden Claus Horstmann (47) und Oliver Leki (39) soll der Nachfolger zeitnah präsentiert werden. Wie aus Stuttgart verlautet, soll Alexander Wehrle (37), Vorstandsreferent beim VfB, der Auserwählte sein.
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| Verein | Name | Datum | Position |
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21.03.13
Mittelfeld
Wolfsburg: Meisterkapitän von 2009 geht zu Atletico Mineiro |
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07.02.13
Abwehr
Augsburg: Innenverteidiger wechselt nach China |
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| Zeit | Sender | Sendung |
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