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08.10.2012, 22:07

Hertha rückt vor - Erster MSV-Sieg - FCK verpasst Rang 2

Kölner Chancenflut reicht nicht zum dritten Streich

Am Montagabend dominierte Köln gegen Dresden, mehr als ein Zähler sprang für die Rheinländer jedoch nicht heraus - 1:1. Braunschweig marschiert nach dem 3:0 gegen Bochum in Liga zwei klar vorneweg, Lautern konnte am Sonntag nicht folgen. Für den FCK reichte es nur zu einem Remis in Ingolstadt. Aalens Serie riss in Sandhausen. Aue klettert nach dem Sieg gegen Regensburg auf den Abstiegsrelegationsplatz. Schlusslicht Duisburg feierte am Samstag den ersten Dreier. Hertha gewann das Topduell gegen 1860, St. Pauli spielte gegen Union 2:2.

Anthony Ujah trifft zum 1:1
Oft vergeben, aber einmal getroffen: Anthony Ujah (am Boden) überwand Benjamin Kirsten per Kopf.
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Im Rheinland fragten sich die Fans am Montagabend, ob der FC nach zwei Siegen in Folge mit einem Triumph über Dresden endgültig in die Erfolgsspur einbiegt. Zunächst sah alles danach aus, die Kölner beherrschten in der ersten halben Stunde die Szenerie. Ein Missverständnis zwischen Eichner und Bigalke sowie eine schlafmützig wirkende Abwehr begünstigten jedoch den Treffer für die defensiv eingestellten Dresdner, die bis zur Pause sogar noch hätten erhöhen können. Der FC vergab indes auch nach Wiederanpfiff Chance um Chance, vor allem Ujah, Chihi und Bröker - der Ex-Dresdner traf in der 47. Minute per Kopf den Pfosten - bekamen das Leder einfach nicht über die Linie. Als Dresden nach einer kurzen Ecke den Dynamo vorübergehend ausgeschalten hatte, war's doch geschafft: Brecko hatte bei seiner Flanke alle Zeit der Welt, der Kapitän fand Ujah - 1:1 (77.). Der FC wollte mehr, rannte an, aber es reichte nicht gegen aufopferungsvoll kämpfende und auf Konter lauernde Sachsen. Damit bleibt Dynamo in der Tabelle vor der punktgleichen Stanislawski-Elf.

Lautern verspielt die Führung in Ingolstadt

Ingolstadts Andreas Schäfer (re.) bearbeitet FCK-Kapitän Albert Bunjaku.
Ingolstadts Andreas Schäfer (re.) bearbeitet FCK-Kapitän Albert Bunjaku.
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Die gute Nachricht für den FCK: Die "Roten Teufel" vom Betzenberg bleiben auch nach der Partie am Sonntag beim FC Ingolstadt ungeschlagen. Die schlechte: Lautern, bisher dreimal in drei Spielen siegreich in der Fremde, vergab neben reichlich Chancen eine 1:0-Führung und verpasste den Sprung auf die Aufstiegsplätze. Bunjaku, der wie Idrissou zuvor eine klasse Chance liegenließ, meldete sich nach überstandener Kniekehlenblessur mit dem Führungstor zurück, doch der FCI konnte sich auf Joker Schäffler verlassen. Die Oberbayern konnten ihre magere Heimbilanz - fünf Punkte aus fünf Spielen - nicht verbessern, lauern aber vier Zähler hinter Kaiserslautern (3.).

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Die sieglose Zeit für Aue ist vorbei, Trainer Karsten Baumann kann durchatmen. Nach fünf Spielen ohne Dreier (0/1/4) klappte es für Erzgebirge gegen Aufsteiger Regensburg - und durch dessen Mithilfe. Denn bei den ersten beiden Toren der Sachsen gaben einige Jahn-Akteure keine gute Figur ab. Aue verdiente sich den Sieg und klettert an St. Pauli vorbei auf den Abstiegsrelegationsrang. Der Aufschwung der Regensburger mit zwei Siegen am Stück dagegen ist gebremst.

Zum Derby der Aufsteiger kam es in Sandhausen, wo der bis dahin auswärtsstarke VfR Aalen (3/0/1) in der Fremde zum zweiten Mal leer ausging. Die Dais-Elf hatte nach drei Niederlagen in Folge die deftige Kritik von Präsident Jürgen Machmeier wohl verstanden und ging engagiert zu Werke. Onuegbus erstes Saisontor ebnete dem SVS den Weg zum zweiten Saisonerfolg. Für Aalen war es nach drei Dreiern ein kleiner Rückschlag.

Bochum sauer auf Stark: "Es kotzt uns wirklich an"

 VfL-Keeper Luthe wird von Dogan (r.) und Bicakcic angegangen, Letzterer köpft ein
Die Schlüsselszene in Braunschweig: VfL-Keeper Luthe wird von Dogan (r.) und Bicakcic angegangen, Letzterer köpft ein.
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Eintracht Braunschweig führt die Zweitligatabelle weiter unangefochten an, gegen Bochum gelang am Samstag mit 3:0 der fünfte Heimsieg im fünften Heimspiel. Das allerdings nicht ohne Aufreger: Bei Bicakcics Führungstor nach einer Ecke wurde VfL-Keeper Luthe im Fünfmeterraum hart angegangen, Referee Wolfgang Stark erkannte jedoch nicht auf Foul (21.). "Es kotzt uns wirklich an", schimpfte Jens Todt, Sportvorstand der bis dahin klar besseren Bochumer, in der Pause. Ademi war es nach Wiederanpfiff schließlich, der die temporeiche, hitzige und zeitweise von peitschenden Regenfällen begleitete Partie zugunsten der Eintracht entschied (63.). Der VfL, nach Kruppkes 3:0 klar unter Wert geschlagen, wartet damit seit fünf Spielen auf einen Dreier.

Erster Sieg! Der MSV atmet auf

Der Nachmittag im Stadion der Freundschaft begann für die Cottbuser mit einer positiven Nachricht - Trainer Rudi Bommer verlängerte bis 2014 - und endete mit einer negativen: Der ersten Auswärtsniederlage der Saison (1:3 bei Union) folgte prompt die erste Heimniederlage - 0:1 gegen Duisburg. Bommers Ex-Klub (2006 bis 2008) reichte ein Kopfballtreffer von Sukalo (20.) zum ersten Saisonsieg im neunten Anlauf. Energie versprühte ohne Stiepermann (Knieverletzung) und Adlung (Rotsperre) keinen Esprit, Farina scheiterte bei der besten Möglichkeit kurz vor Schluss am Pfosten. Letztlich gewann der MSV, von Reck-Nachfolger Kosta Runjaic spürbar wiederbelebt, verdient, aber ohne zu glänzen.

Spitzentreffen: Herthas Niemeyer (re.) gegen 1860-Akteur Bülow.
Spitzentreffen: Herthas Niemeyer (re.) gegen 1860-Akteur Bülow.
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Hertha: Klare Sache gegen 1860

Hertha hat das Spitzenspiel im Berliner Olympiastadion gegen 1860 München durch einen schnellen Doppelschlag in Durchgang zwei für sich entschieden. Bei strömenden Regen erwischten die Berliner - mit Ausfällen in der Abwehr (Hubnik, Bastians) - den besseren Start, ließen aber die Chance auf den Führungstreffer liegen. Die "Löwen" kämpften sich in die Partie, konnten aber auch nicht den passenden Nadelstich setzen. Nach torloser erster Hälfte der beiden aufstiegsambitionierten Teams klingelte es binnen kürzester Zeit zweimal im Gehäuse von 1860-Torwart Kiraly, der sieben Jahre für den Hauptstadtklub spielte (1997 bis 2004). Nach den Treffern von Ramos und Ben-Hatira fanden die Gäste schwer zurück ins Spiel und kassierten letztlich einen weiteren Ben-Hatira-Gegentreffer und somit die erste Saisonniederlage. Die Luhukay-Elf zieht in der Tabelle an den Sechzigern, die sich vom Aufstiegsrelegationsplatz verabschieden, vorbei.

Mattuschka klaut St. Pauli zwei Punkte

Noch ohne den neuen Trainer Michael Frontzeck, der erst am Samstag offiziell vorgestellt wird, musste sich St. Pauli unter dem Übergangstrio Meggle/Hain/Schultz gegen Union Berlin trotz Führung mit einem Punkt begnügen und bleibt in der unteren Tabellenhälfte hängen. Das Team vom Millerntor legte gegen die "Eisernen" druckvoll los, zwei Saglik-Chancen führten jedoch nicht zum 1:0. Das gelang den Gästen durch einen Mattuschka-Hammer. Davon erholte sich St. Pauli erst im zweiten Durchgang und drehte da auch das Spiel, ehe erneut Mattuschka das Leder zum 2:2 in die Maschen jagte.

Kapllani behält spät die Nerven

Der FSV Frankfurt, klasse in die Saison gestartet (4/2/0), hat seit dem 7. Spieltag den Faden verloren. Gegen Paderborn konnte die Möhlmann-Elf in letzter Minute die dritte Niederlage in Folge verhindern. "Wir sind kopflos angerannt", kritisierte Kapitän Schlicke nach der jüngsten Pleite gegen Aalen (0:3) und forderte Wiedergutmachung gegen den SCP. Doch der erwies sich als schwer zu knackende Nuss. Die Ostwestfalen hatten mehr vom Spiel und verdienten sich das Tor durch Hofmann (4. Saisontor), der FSV kam durch einen Handelfmeter spät aber noch zu einem Zähler.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
08.10.12
 
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