
"Wir hatten uns viel vorgenommen und kamen gut ins Spiel. Aber uns ist es im Verlauf nicht gelungen nach vorne zu spielen", erkannte der FCI-Trainer, zu dessen Amtsantritt im November 2011 es ebenfalls eine Heimpleite (0:1) gegen 1860 setzte. "Da sind wir zu grün gewesen und müssen dazulernen", legte Oral nach und könnte dabei auch an Stürmer Caiuby gedacht haben. Der Brasilianer hatte in der 59. Minute freistehend vor Gästetorwart Gabor Kiraly den Ausgleich auf dem Fuß. Während Rechtsverteidiger Andreas Schäfer das FCI-Spiel im Aufbau als zu "nervös und zu hektisch" befand, wurde Kapitän Stefan Leitl deutlich: "1860 war uns in allen Belangen überlegen und hat verdient gewonnen. So einfach ist das."
Diesen Worten hatte Reiner Maurer noch etwas hinzuzufügen. "Das war ein hervorragender Auftritt. Wir haben in 90 Minuten nur eine Chance zugelassen", frohlockte der "Löwen"-Trainer, der sein Team auch in Sachen Dominanz und Zweikampfverhalten in allen Belangen überlegen sah.
Auch technisch konnten die Münchner beim dritten Auswärtsspiel in Folge ohne Gegentor überzeugen. Besonders sehenswert war der Treffer von Innenverteidiger Guillermo Vallori, der den Ball erst volley annahm und dann per Heber im Netz versenkte. "Da war viel Glück dabei. So ein Tor gelingt dir einmal in ein paar Jahren", gab sich der 30-Jährige bescheiden, der zusammen mit Abwehrchef Necat Aygün eine tadellose Leistung in der Abwehrzentrale ablieferte. "Wir standen gut und haben fast die ganze Zeit über das Spiel dominiert", beendete Daniel Halfar schließlich die Münchner Lobeshymnen.