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06.05.2012, 15:22

Karlsruhe sicherte sich die Relegation

Fortuna verteidigt Platz 3 - Aachen steigt ab

Das Relegationsspiel um die Bundesliga steht: Hertha BSC trifft auf Fortuna Düsseldorf! Die Rheinländer erreichten mit Mühe ein 2:2 gegen lange in Unterzahl spielende Duisburger, der Kantersieg von St. Pauli gegen Paderborn war damit wertlos. Genauso wie der Erfolg der Aachener, die trotz des 2:1 bei 1860 absteigen müssen. Schließlich gewann der KSC gegen Eintracht Frankfurt und sicherte sich somit Rang 16. Zweitligameister ist damit Greuther Fürth - trotz eines 2:2 in Rostock.

Düsseldorfs Lukimya erzielt das zwischenzeitliche 2:1 gegen Duisburg.
Düsseldorfs Lukimya erzielt das zwischenzeitliche 2:1 gegen Duisburg.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Rennen um Platz drei stritten sich mit Düsseldorf, St. Pauli und Paderborn drei Mannschaften, wobei die Kiez-Kicker und der SC im direkten Duell am Millerntor aufeinandertrafen. Die Fortuna sicherte sich nach einem verrückten Nachmittag schließlich Rang drei.

Platz 3: Fortuna zittert erfolgreich

Die Mannschaft von Norbert Meier hatte vor dem 34. Spieltag die besten Aussichten, denn sie hatten es in der eigenen Hand. Doch im Straßenbahnderby erwies sich der MSV Duisburg als der erwartet widerborstige Gegner, der gegen hypernervöse Düsseldorfer dank Exslager auch noch früh in Führung ging. Die Fortuna steckte diesen Schock schnell weg und kam per Doppelschlag durch Fink und Lukimya zur 2:1-Führung. Noch beim Jubel über Düsseldorfs zweites Tor kam es zu einer Rudelbildung, in dessen Verlauf MSV-Stürmer Exslager per Ampelkarte vom Platz flog. Im zweiten Abschnitt hatten die zahlenmäßig überlegenen Fortunen eine Reihe von hochkarätigen Chancen, doch war ihre Verwertung äußerst mangelhaft. Dennoch: Das 2:2 reichte für Platz drei, weil Paderborn bei St. Pauli weit unter seinen Möglichkeiten blieb.

St. Pauli gewinnt das Endspiel - und verpasst die Relegation

Im direkten Duell zwischen dem FC St. Pauli und dem SC Paderborn hatten beide Teams lange Zeit ein Ohr in Düsseldorf. Nachdem die Mannschaften sehr schwer in die Partie fanden und sich viele Fehler im Passspiel leisteten, wurden die Hamburger als erstes zielstrebiger und gingen nach einer Ecke durch Sobiech in Führung. Nun hatte der Kiez-Klub das Spiel klar im Griff und erhöhte durch Kruses 13. Saisontor zum 2:0 noch vor der Pause. Auch im zweiten Abschnitt konnte Paderborn dem Spiel keine Wende geben, vielmehr erzielte Bruns nach rund einer Stunde das vorentscheidende 3:0 und Volz markierte kurz darauf das 4:0. In der Schlussminute erzielte Naki dann den 5:0-Endstand. Die Anhänger des FC St. Pauli fingen auf der Tribüne schon das Zählen an, doch der Rückstand im Torverhältnis gegenüber Düsseldorf war schlussendlich um fünf Tore zu groß. Dennoch verabschiedete sich die Schubert-Elf mit einer sehr überzeugenden Leistung vom heimischen Publikum und geht als undankbarer Tabellenvierter durchs Ziel.

Florian Bruns
Jubelte über das zwischenzeitliche 3:0 gegen Paderborn: Florian Bruns.
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Abstieg: Aachen gewinnt das Endspiel - und verpasst die Relegation

Im Keller wurde der zweite direkte Absteiger neben Hansa Rostock gesucht und das Team, das in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 3. Liga - Jahn Regensburg - bestehen muss. Aachen, Karlsruhe, Aue und Cottbus hießen die vier Zitter-Teams, letztlich muss die Alemannia den bitteren Gang in die 3. Liga antreten und der KSC bekommt die Chance auf den Ligaerhalt in zwei weiteren Spielen.

Die Aachener nahmen auch in ihrem Endspiel bei 1860 München all ihren Mut zusammen und spielten munter nach vorne. Zum Lohn gab es den Führungstreffer durch Streit, den zwar der scheidende Löwe Aigner zwischenzeitlich egalisierte, doch Uludag brachte die Westdeutschen mit einem sehenswerten Schlenzer noch vor der Pause wieder in Front. Dieses 2:1 verteidigte die Mannschaft von Trainer Ralf Aussem bis zum Schlusspfiff, doch dieser Dreier sollte sie nicht auf den Relegationsplatz hieven, weil die Karlsruher nicht mitspielten. Die Alemannen steigen somit als Tabellenvorletzter direkt ab und folgen damit Rostock in die 3. Liga.

Der KSC sichert Platz 16

Frankfurts Meier gegen Karlsruhes Charalambous
Tor zu Platz 16: Frankfurts Meier gegen Karlsruhes Charalambous, der den goldenen Treffer erzielte.
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Zum Schrecken der Aachener verlor die bereits aufgestiegene Frankfurter Eintracht beim KSC mit 0:1. Die Karlsruher sicherten damit aus eigener Kraft den Relegationsplatz. Das entscheidende Tor im Wildpark erzielte Linksverteidiger Charalambous nach bereits neun Minuten. Die zweite Niederlage in Folge für die Hessen bedeutete gleichzeitig, dass die SpVgg Greuther Fürth den Platz an der Sonne verteidigte und sich die "Meister-Felge" sicherte.

Aue und Cottbus vergaben am 33. Spieltag ihre Matchbälle und mussten somit auch bis zum Schluss zittern. Der FC Erzgebirge empfing zuhause den VfL Bochum und ging dank Kapitän Klingbeil auch früh in Führung. Die Sachsen hatten im strömenden Regen alles im Griff, doch dann leisteten sich le Beau und Keeper Männel ein Riesen-Missverständnis, so dass der VfL das 1:1 bejubeln durfte. Kurz darauf nutzte Curri einen Konter zum erneuten Führungstor für die Elf von Trainer Karsten Baumann. Diesen Vorsprung verteidigte der FC Erzgebirge und sicherte sich damit die Klasse.

Die Cottbuser hatten die Unioner aus Berlin zu Gast und schafften ebenfalls mit einem 2:1 den Klassenerhalt. In einer dramatischen Phase im ersten Abschnitt, als Unions Karl einen wiederholten Elfmeter verschoss, stand den Lausitzern das Wasser schon bis zum Hals. Im zweiten Durchgang ließ zunächst Adlung die Bommer-Elf mit dem 1:0 durchatmen, doch Ede schlug für die Eisernen postwendend zurück. Nun war es eine extrem brisante Partie, die Rangelov mit dem 2:1 für den FC Energie entschied.

Büskens macht die SpVgg zum Meister

Für die SpVgg Greuther Fürth war vor dem Duell Spitzenreiter gegen Schlusslicht klar: Gewinnen die Kleeblätter in Rostock, ist ihnen der Meistertitel im deutschen Unterhaus nicht mehr zu nehmen. In der 35. Minute brachte Nöthe die Mittelfranken nach einer klasse Kombination auf "Schalen"-Kurs. Die Rostocker wehrten sich aber tapfer, Gusche markierte in der 59. Minute den Ausgleich. Damit war der mögliche Rekord als Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren in einer Zweitligasaison für die Fürther dahin. Das war's aber noch lange nicht: Sararer traf aus leicht abseitsverdächtiger Position zum 2:1, in der 90. Minute machte der scheidende Mintal (zu 1. FC Nürnberg II) den Rostockern noch ein unerwartetes Abschiedsgeschenk - 2:2. Für die Meisterschaft der Kleeblätter reichte es trotzdem, da Eintracht Frankfurt in Karlsruhe verlor.

Um die gute alte Goldene Ananas ging es in den Begegnungen zwischen Braunschweig und Ingolstadt sowie zwischen dem FSV Frankfurt und Dresden. Die Braunschweiger legten gleich schwungvoll los, Correja beendete die vier Spiele währende Tor-Durststrecke schon in der 4. Minute. Kurz vor der Pause glich Knasmüllner allerdings für die Bayern aus, in der 55. Minute war jedoch Korte für die Löwen zur Stelle, Merkel setzte den 3:1-Schlusspunkt.

Am Bornheimer Hang tat sich in der ersten Hälfte herzlich wenig, dem FSV und Dynamo fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Der Führungstreffer der Sachsen entschädigte jedoch für einiges - Dedic überlistete Keeper Klandt mit einer klugen Bogenlampe (58.). Die Hessen kamen jedoch in Person von Micanski (73.) noch zum 1:1-Ausgleich.

 
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