Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

08.04.2012, 15:30

Überblick: St. Paulis Aufholjagd endet zu früh

Später Ausgleich in Paderborn und Ingolstadt

Aachen - erstmals mit Trainer Ralf Aussem - musste kurz vor Schluss in Ingolstadt den Ausgleich hinnehmen. Auch Paderborn glich gegen die "Löwen" spät aus, Bochum und der KSC trennten sich torlos. St. Pauli hat am Samstag den Patzer von Fortuna Düsseldorf in Rostock nicht nutzen können. Nach einer fulminanten Aufholjagd feierten die Hamburger zwar ein Remis, verpassten aber einen möglichen Sieg und Platz drei. An der Tabellenspitze hat Fürth wieder die Nase vorn, weil Frankfurt in Duisburg verlor.

Im Blickpunkt bei Aachen: Marco Stiepermann (li., gegen Ingolstadts Florian Heller).
Im Blickpunkt bei Aachen: Marco Stiepermann (li., gegen Ingolstadts Florian Heller).
© picture allianceZoomansicht

Der SC Paderborn kam nach dem 0:0 in Braunschweig am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV 1860 München nicht über ein 2:2 hinaus. Damit konnten die Ostwestfalen die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen und bleiben mit zwei Punkten Rückstand auf den Tabellendritten Düsseldorf auf Rang fünf. In der 27. Minute gingen die Löwen durch einen Volleyschuss von Rakic in Führung. Zwar glich Proschwitz per Foulelfmeter in der 66. Minute wieder aus, doch trotz Überzahl (Bülow hatte wegen Notbremse zudem die Rote Karte gesehen) geriet das Team von Trainer Roger Schmidt erneut in Rückstand: Volland zog mutig aus 25 Metern ab, der Ball schlug im linken oberen Eck ein. Doch damit nicht genug: Paderborn schlug erneut zurück und kam durch Alushi (85.) noch zum 2:2-Ausgleich.

- Anzeige -

Aachen kassiert bei Aussems Debüt Last-Minute-Ausgleich

Alemannia Aachen durfte unter dem neuen Trainer Ralf Aussem, der anstelle von Friedhelm Funkel den Verein nun in der Liga halten soll, im Kellerduell beim FC Ingolstadt lange auf einen Dreier hoffen, musste dann aber doch noch das 3:3 hinnehmen. Besonders Stiepermann stand auf Aachener Seite im Mittelpunkt: Nicht nur, dass er in der 13. und der 53. Minute für die Alemannen traf, er besorgte auch noch unglücklich den Ausgleich zum 1:1 (42.). Olajengbesi konnte jedoch umgehend (45.) die Gäste in Führung bringen. Nachdem Stiepermann nach der Pause das Ergebnis ausgebaut hatte, schien alles auf einen Sieg der Alemannen hinauszulaufen. Doch Leitl (77.) mit einem strittigen Foulelfmeter und Schäffler mit einem Kopfball (89.) kurz vor dem Ende retteten dem FCI schließlich doch noch einen Punkt.

Es hätte ein "Big Point" für die Aachener werden können, denn mit einem Sieg wären sie am KSC vorbeigezogen. Die Karlsruher kamen in Bochum immerhin zu einem torlosen 0:0. Der VfL dominierte zwar die Partie und hatte, beispielsweise durch den Kopfball von Dabrowski (22.) oder durch Kramer, der in der 33. Minute nur den Pfosten traf, einige gute Chancen. Am Ende reichte es jedoch gegen die defensiv eingestellten Badener nur zu einem Remis. Für die Karlsruher scheint es nun nur noch darum zu gehen, den Relegationsplatz zu sichern, denn der Rückstand zum gänzlich rettenden Ufer ist auf sechs Punkte angewachsen.

Die Zebras ärgern Frankfurt

Sukalo
Wilde Zebras: Sukalo (2.v.r.) erzielte die glückliche Führung.
© picture alliance

In Duisburg sorgten am Karsamstag zunächst einige tausend Frankfurter Fans für ein kleines Verkehrschaos, sodass Schiedsrichter Florian Steuer die Partie mit zehnminütiger Verspätung anpfiff. Als es dann losging kontrollierte die Eintracht zwar die Partie, doch die Führung fiel kurz vor der Pause auf der anderen Seite. Berberovic drosch dabei das Leder einfach vor den Kasten. Am Fünfer stand mehr zufällig Sukalo, der einfach den Fuß hinhielt und damit den Ball über die Linie drückte. Es kam sogar noch dicker für die Hessen. Bruno Soares legte zum 2:0 nach. Die Veh-Elf ließ aber eine echte Reaktion vermissen. Einfallslos und ohne Durchsetzungsvermögen stellte das Team die Duisburger vor sehr lösbare Aufgaben. Damit blieb der MSV zum fünften Mal in Serie ohne Niederlage und Frankfurt muss im Gegenzug Platz 1 wieder an Fürth abgeben.

St. Paulis Aufholjagd endet zu früh

St. Paulis Fin Bartels freut sich über das 3:3.
Ausgleich: St. Paulis Fin Bartels freut sich über das 3:3.
© picture alliance

Das Spiel beim FSV Frankfurt hatten sich die zuletzt glücklosen Hamburger anders vorgestellt. Noch ehe sich die Defensive ordentlich sortiert hatte, lag St. Pauli durch einen Treffer von Gaus bereits zurück. Der Aufwecker? Nein. St. Pauli verteidigte weiter dilettantisch. Fast im Minutentakt erhöhten die Hessen auf 2:0 und 3:0. Die Entscheidung? Auch nein. Denn plötzlich wendete sich das Blatt. Nach 23 Minuten verkürzte Ebbers, ehe es richtig hektisch wurde. Nach einer vermeintlichen Notbremse zückte Schiedsrichter Unger Rot gegen Schlicke und gab Elfmeter. Zentimetergenau setzte Kruse den Ball in die linke Ecke, so dass es nur noch 2:3 stand, als es in die Pause ging. Der Wahnsinn ging unmittelbar nach dem Wechsel weiter: Anpfiff, Tor - 3:3. Bartels schob nach gerade mal 15 Sekunden zum Ausgleich ein. Es folgten zahlreiche hochkarätige Chancen, doch Tore wollten hüben wie drüben keine mehr fallen, sodass es für die Kiezkicker trotz der tollen Aufholjagd eher zwei vergebene Punkte waren und der Patzer der Düsseldorfer nicht genutzt wurde.

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Rein tabellarisch hatte die Partie zwischen den beiden Aufsteigern Dresden und Braunschweig wenig Spannung zu bieten, da sich beide Teams im gesicherten Mittelfeld eingerichtet haben. Dafür bemühten sich die Akteure anderweitig, um für Unterhaltung zu sorgen. Mit einem herrlichen Fallrückzieher brachte Poté Dynamo zunächst in Front. Vrancic wollte sich das nicht bieten lassen und glich mit einem ebenfalls sehenswerten Schuss aus 17 Metern vor der Pause aus. Per Kopf sorgte Kumbela kurzfristig für die Wende, aber der glänzend aufgelegte Poté glich mit seinem zweiten Treffer zum 2:2-Endstand aus.

Donnerstag: Kleeblatt hält weiter Kurs

Fürths Heinrich Schmidtgal (l.) gegen den Cottbuser Daniel Adlung.
Rasant unterwegs: Fürths Heinrich Schmidtgal (l.) gegen den Cottbuser Daniel Adlung.
© imagoZoomansicht

Die SpVgg Greuther Fürth hat auf das 1:1 in Aue nach zuvor fünf Siegen in Folge am Donnerstagabend mit einem Sieg gegen Cottbus reagiert und klopft immer kräftiger an die Tür zur Bundesliga! Vor allem zu Hause sind die Franken mit nun bereits 13 Saisonsiegen eine Macht. Allerdings hatte die Büskens-Elf gegen die seit sechs Spielen sieglosen Lausitzer (0/4/2) mehr Mühe als ihr lieb war. In den ersten 45 Minuten ging es hoch her: Ein Tor, eine Rote Karte, ein verschossener Elfmeter und ein Treffer, der nicht gegeben wurde. Am Ende ging Fürth mit einem 1:0 in die Pause. Selbst in Unterzahl wehrten sich die Gäste nach Kräften, konnten die SpVgg - die durch Occeans 17. und Sararers 8. Saisontreffer noch nachlegten - aber nicht vom Dreier abbringen.

Düsseldorf bleibt stecken

Während Fürth einen Aufstiegsplatz untermauerte, stottert der Motor der vor dem Spieltag auf Rang drei notierten Fortuna kräftig weiter. Nach drei Unentschieden hintereinander gingen die Düsseldorfer in Rostock komplett leer aus und müssen nach der zweiten Auswärtsniederlage im Aufstiegsrennen kräftig zittern. Dagegen schöpft Hansa mit dem zweiten Sieg in Folge Hoffnung im Abstiegskampf. Die Gäste erwischten den besseren Start, doch spätestens nach dem Führungstreffer von Weilandt befanden sich die Ostseestädter in der Spur. Die Meier-Elf tat sich schwer, musste einen weiteren Gegentreffer hinnehmen und vergab zu allem Überfluss noch einen Elfmeter. Jovanovics Anschlusstor reichte nicht.

Aues Savran lässt den Punkt liegen

Im dritten Donnerstagsspiel verpasste es Aue an der Alten Försterei bei Union, sich weiter von den hinteren Regionen abzusetzen. Ein beherzter Beginn mit drei guten Möglichkeiten reichte nicht. Ede (9.) bestrafte die Nachlässigkeit der Gäste, mit dem Führungstreffer im Rücken lief es bei den "Eisernen" besser. In der umkämpften Partie behielt Berlin am Ende die drei Punkte, weil der Ex-Unioner Savran kurz vor Schluss eine Riesenchance liegen ließ. Die Neuhaus-Elf hat Wiedergutmachung für die 0:2-Niederlage bei den abstiegsbedrohten Karlsruhern betrieben.

08.04.12
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -