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02.04.2012, 22:08

Eintracht auf Kurs - Fürth strauchelt - KSC-Dreier

Entscheidung vertagt: Kein Sieger im Topspiel

Das Spitzenspiel zwischen Düsseldorf und St. Pauli fand am Montag keinen Sieger - die Gäste erkämpften in Unterzahl ein verdientes 0:0. Der neue Spitzenreiter Frankfurt liegt damit schon sieben Punkte vor Platz drei. Das Debüt von Karlsruhes neuem Coach Markus Kauczinski gelang, die Badener siegten gegen Union. Ingolstadt und Duisburg trennten sich ebenso remis wie Cottbus und der FSV Frankfurt. Rostock schöpft nach dem Sieg bei den Löwen neue Hoffnung.

Hitziges Topspiel in Düsseldorf
Hitziges Topspiel in Düsseldorf: Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte einiges zu tun.
© Getty ImagesZoomansicht

Über 45.000 Zuschauer sorgten in Düsseldorf am Montagabend für prickelnde Topspiel-Atmosphäre. Im Duell Dritter gegen Vierter waren beide Teams vor allem im ersten Abschnitt jedoch erst einmal um Sicherheit bemüht. Wenig Risiko, kaum Torchancen. Düsseldorf kam der Führung durch Fink nahe. St. Pauli, von Trainer Schubert durchaus offensiv aufgestellt, brachte den Ball einmal im Netz unter - Ebbers stand jedoch im Abseits.

Nach dem Wechsel übernahm St. Pauli mehr und mehr die Kontrolle. Rothenbach verfehlte das Tor aus wenigen Metern knapp, auch Fortuna-Torhüter Almer musste mehrfach eingreifen. Die Partie wurde nun zunehmend hitziger. Immer wieder dabei: Zambrano, der von Schiedsrichter Stark zunächst eine letzte Ermahnung erhielt, wenige Minuten später dann aber mit Gelb-Rot vom Platz musste (73.). Auf dem Weg vom Feld spuckte der Peruaner Rösler an und darf sich auf ein Nachspiel gefasst machen. In Überzahl drängte nun die Fortuna, der in der Offensive alles in allem aber einfach zu wenig einfiel. So blieb es beim 0:0, das die Entscheidung im Rennen um Platz 3 weiter offen lässt und auch die Konkurrenz aus Fürth und Frankfurt erfreuen dürfte.

Kauczinskis Traumdebüt: KSC hofft wieder

Christian Timm gegen Christian Stuff
Auf dem Weg zum Befreiungsschlag: Karlsruhes Timm (li.) enteilt dem Berliner Stuff und erzielt das 1:0.
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Das Debüt von Markus Kauczinski als Cheftrainer beim Karlsruher SC ist gelungen. Die Badener gewannen am Sonntagmittag mit 2:0 (1:0) gegen den 1. FC Union Berlin und kletterten in der Tabelle auf den Relegationsrang 16. Matchwinner für den KSC war Timm, der bereits in der 13. Minute das Siegtor erzielte.

Kauczinski, der bereits zum vierten Mal, aber erstmals als Cheftrainer in der Verantwortung steht, beendete für die Karlsruher damit eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg. Die Eisernen, die im Mittelfeld jenseits von Gut und Böse liegen, verloren zum zweiten Mal in Folge. Die Badener verdienten sich den Erfolg durch eine tadellose kämpferische Einstellung, die Berliner ließen zudem ihre Chancen liegen.

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Keinen Sieger sah das Kellerduell zwischen dem FC Ingolstadt und dem MSV Duisburg. Die beiden Kontrahenten trennten sich im direkten Duell mit 1:1 (0:0). Bruno Soares brachte die Zebras zunächst in der 54. Minute in Führung, Schäffler glich sieben Minuten vor dem Abpfiff aus. Die Oberbayern überstanden damit auch das elfte Spiel in Folge ohne Niederlage, der MSV gab erstmals nach zwei Siegen am Stück wieder Punkte ab. Der eine Zähler bringt beide Teams nicht wirklich weiter, könnte aber auf der anderen Seite am Ende noch wichtig sein.

1:1 (1:0) hieß es auch am Ende zwischen Energie Cottbus und dem FSV Frankfurt. Für die Lausitzer zeichnete Rangelov (19.) für die zwischenzeitliche Führung verantwortlich, Yelen glich in der 87. Minute durch einen Strafstoß aus. Das Spiel bewegte sich auf eher mäßigem Niveau und hatte eigentlich auch keinen Sieger verdient. Beide Teams verpassten im Kampf gegen den Abstieg einen Big Point und müssen mit einem Auge weiterhin nach unten schielen.

Aue ertrotzt sich ein Remis gegen Fürth

Körpertäuschung: Aues Torschütze Savran (re.) verlädt Fürths Schmidtgal.
Körpertäuschung: Aues Torschütze Savran (re.) verlädt Fürths Schmidtgal.
© imagoZoomansicht

Die SpVgg Greuther Fürth musste sich am Samstag in Aue mit einem 1:1 begnügen und verlor die Tabellenführung an Eintracht Frankfurt. Aue machte Fürth schon in Hälfte eins lange das Leben mit aggressiver Zweikampfführung schwer und setzte selbst immer wieder Akzente. Bitter für Fürth: Rechtsverteidiger Nehrig musste wegen einer Oberschenkelverletzung früh vom Feld (22.). Kurz vor der Pause war die Veilchen-Hintermannschaft jedoch einmal unaufmerksam. Occean nutzte das gnadenlos zur Führung aus und schraubte sein Trefferkonto auf 16. Nach dem Seitenwechsel hielt Aue weiter stark dagegen, suchte sein Heil im Vorwärtsgang und kam verdient zum Ausgleich. Greuther Fürth kam im strömenden Regen gegen die aufmerksamen Erzgebirger offensiv lange nicht so zum Zug, wie es die Franken sonst gewohnt sind. In der Schlussphase vergaben die Büskens-Schützlinge zudem einige gute Gelegenheiten.

Borg hält Hansas Hoffnung wach

Hansa Rostock schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf und ergatterte mit dem 1:0-Sieg beim TSV 1860 München drei eminent wichtige Zähler. Für die "Löwen" dagegen ist der Aufstiegszug nun wohl endgültig abgefahren.

Rostock bleibt das Verletzungspech treu. Innenverteidiger Holst schied früh mit einer Oberschenkelverletzung aus (18.). Ansonsten müsste man über die erste Hälfte das Mäntelchen des Schweigens hängen. Was die Kontrahenten an Unzulänglichkeiten boten, war über weite Strecken kaum zumutbar. Kein Tempo, keine Ideen, eklatante Fehler. Logische Konsequenz war die Nullnummer zur Pause. Nach Wiederanpfiff präsentierten sich die Münchner lebhafter, engagierter und erspielten sich nun auch Gelegenheiten. Hansa zeigte aber tolle Moral, große Einsatzbereitschaft und hielt dagegen. Phasenweise entwickelte sich ein Schlagabtausch ohne großes Mittelfeldgeplänkel. Beide Teams gingen aber erschreckend fahrlässig mit den Chancen um. Hansa-Trainer Wolf hatte aber ein glückliches Händchen, wechselte Borg ein, der per Kopf spektakulär und unter unglücklicher Mithilfe von 1860-Torhüter Kiraly Rostocks Siegtreffer erzielte.

Die Frankfurter Eintracht marschiert weiter

Mohamadou Idrissou, Andreas Luthe und Erwin Hoffer
Die Frankfurter Idrissou (li.) und Hoffer jubeln, Bochums Keeper Luthe ist geschlagen.
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Eintracht Frankfurt hat am Freitagabend gegen Bochum den nächsten Schritt Richtung Oberhaus gemacht. Der hessische Aufstiegsaspirant besiegte den VfL leicht und locker mit 3:0 (3:0) und feierte damit den fünften Dreier in Folge. Dagegen setzte sich die Negativserie der Bochumer, die die fünfte Niederlage in den letzten sechs Partien kassierten, fort.

Bereits nach einer guten halben Stunde war die Partie nach den Treffern von Idrissou (18.), Meier (32.) und Hoffer (35.) für die Elf von Trainer Armin Veh entschieden. In der zweiten Hälfte taten sich beide Teams dann nicht mehr großartig weh, so dass es bis zum Abpfiff durch Schiedsrichter Frank Willenborg beim 3:0 blieb.

Paderborn lässt erneut Punkte liegen

Der SC Paderborn hat im Rennen um Rang drei erneut Punkte liegen lassen. Das Team von Trainer Roger Schmidt kam bei Eintracht Braunschweig nicht über ein torloses Remis hinaus und wartet damit bereits seit vier Partien auf einen Sieg. Bei den Niedersachen hatte Schmidt allerdings arge Personalsorgen, Wemmer und Alushi mussten daher in der Abwehr aushelfen. Zumindest in Hälfte zeigten beide Teams eine abwechslungsreiche Begegnung, der lediglich die Tore fehlten. Nach dem Seitenwechsel nahm das Niveau jedoch kontinuierlich ab, den Sieg hatte eigentlich niemand verdient. Folgerichtig ging das torlose Remis in Ordnung.

Aachen taumelt und entlässt Funkel

Alemannia Aachen taumelt dem Abstieg entgegen. Der ehemalige Bundesligist verlor gegen Dynamo Dresden mit 0:1 (0:0) und musste die fünfte Niederlage am Stück quittieren. Die Sachsen dagegen feierten nach drei Spielen ohne Sieg und Tor mal wieder ein Erfolgserlebnis. Aachen war das Bemühen anzumerken, Lauf- und Einsatzbereitschaft waren durchaus vorhanden. Doch bei allem Engagement, es fehlten einfach die Mittel, um die gut stehende Defensive der Dynamos auszuhebeln. Die Angriffe Dresdens wirkten durchdachter und zielstrebiger, Dynamo war gefährlicher. Torjäger Dedic war dann im zweiten Versuch in der 59. Minute zur Stelle und erzielte das Siegtor.

Zwei Tage später reagierten die Verantwortlichen bei der Alemmia und zogen mit der Entlassung von Trainer Friedhelm Funkel die Reißleine. Der bisherige U-23-Coach Ralf Außem soll nun die Rettung noch schaffen.

02.04.12
 
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