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26.03.2012, 14:05

Karlsruhe: Kauczinski übernimmt

Der KSC gibt Andersen den Laufpass

Der Karlsruher SC hat sich am Montag von Trainer Jörn Andersen getrennt. Der Norweger, der erst im November die Nachfolge von Rainer Scharinger angetreten hatte, muss nach nur zwei Siegen in 13 Ligaspielen mit den Badenern seinen Hut nehmen. Nachfolger Andersens ist Markus Kauczinski, der bislang die Regionalliga-Mannschaft des KSC trainierte.

Aus in Karlsruhe: Jörn Andersen verabschiedet sich von seinen Spielern.
Aus in Karlsruhe: Jörn Andersen verabschiedet sich von seinen Spielern.
© imagoZoomansicht

Kauczinski war zuvor schon dreimal als Interimstrainer eingesprungen, zuletzt nach Scharingers Entlassung und vor der Verpflichtung Andersens im November 2011. Das einzige Spiel unter seiner Leitung gewann der Vorletzte mit 3:2 gegen Ingolstadt. Erst in der vergangenen Woche erwarb Kauczinski erfolgreich die Fußballlehrer-Lizenz.

Der 41-jährige sei keine Übergangslösung, betonte Sportdirektor Oliver Kreuzer, der sich mit Kauczinski auf eine Zusammenarbeit bis Juni 2014 geeinigt hat. Kreuzer habe die Entlassung Andersens der Klubspitze vorgeschlagen: "Wir sind dem Vorschlag von Sportdirektor Oliver Kreuzer gefolgt, aufgrund der sportlichen Situation und des Tabellenstandes zu reagieren", sagte Präsident Ingo Wellenreuther am Montag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Zuvor hätte sich die Klubspitze am Wochenende beraten. "Wir haben Herrn Andersen nichts vorzuwerfen. Menschlich, charakterlich und von seiner professionellen Einstellung her hat er alles gegeben", so Wellenreuther.

Kauczinski habe in der Vergangenheit bewiesen, "dass er es kann und dass die Mannschaft auf ihn hört". Kreuzer rechnet indes mit Tagen, "auf die man sich nicht freut". Aber: "Wir wissen, dass Markus Kauczinski die Mannschaft auf den Punkt vorbereiten kann und hoffen, dass er das Ruder rumreißen kann", so Kreuzer. Der Relegationsplatz sei "absolut machbar".

Kauczinski selbst schätzt die derzeitige Situation als "brenzlig, aber nicht ausweglos" ein. Für die kommenden Partien zeigte sich Kauczinski optimistisch: "Wir werden die Punkte holen, die wir brauchen." Wie genau sein Trainerteam aussehen wird, ist derzeit noch offen.

"Wir werden die Punkte holen, die wir brauchen": Markus Kauczinski.
"Wir werden die Punkte holen, die wir brauchen": Markus Kauczinski.
© imago

Talfahrt ging zuletzt nahtlos weiter

Die Niederlage in Fürth ließ die sportliche Talfahrt des KSC nahtlos weitergehen. Der KSC blieb unter Andersen auswärts ohne Sieg. Überhaupt: Mit dem Norweger gelangen in 13 Spielen erst zwei Erfolge insgesamt, warum, das wusste der nun entlassene Trainer nicht. "Große Gründe kenne ich nicht."

Höllentempo Richtung 3. Liga - Kauczinski muss die Reißleine ziehen, nachdem aus den vergangenen fünf Partien nur ein Zähler heraussprang. Da hilft es auch nichts, wenn man phasenweise in Fürth mithalten konnte. Der KSC agierte insgesamt ineffektiv, ohne Zug zum Tor und war dem Tabellenführer läuferisch deutlich unterlegen. "Die Situation ist nicht schön, aber es wird noch gehen", strahlte Andersen am Wochenende noch verhaltenen Optimismus aus. Sein Hinweis für die Zukunft: "Wir müssen Tore machen. Ohne Tore kann man nicht gewinnen!" Aber auch verhindern: Mit 57 Gegentreffern hat der KSC die mit Abstand meisten kassiert.

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weitere Infos zu Andersen

Vorname:Jörn
Nachname:Andersen
Nation: Norwegen


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