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02.03.2012, 13:11

München: Qualität und Teamgeist stimmen

1860: Plötzlich stark - aber warum?

Noch scheinen beim TSV 1860 nicht alle dem aktuellen Höhenflug zu trauen. Der ersten Trainingseinheit nach dem 1:0-Erfolg bei Union Berlin, dem fünften Sieg in Folge, wollten gerade mal elf Zaungäste live beiwohnen - keine Erfolgsfans, eher der graumelierte Typ Grantler. Und obwohl mit dem FC St. Pauli ein Aufstiegskonkurrent erwartet wird, ist der ganz große Run auf die Tickets bislang ausgeblieben.

Brust raus: "Löwen"-Mittelfeldspieler Stefan Aigner erzielte fünf Tore in den vergangenen sechs Spielen.
Brust raus: "Löwen"-Mittelfeldspieler Stefan Aigner erzielte fünf Tore in den vergangenen sechs Spielen.
© imagoZoomansicht

Nach sechs eher kläglichen Anläufen in Richtung Bundesliga-Rückkehr herrscht offenbar noch immer eine Grundskepsis im Umfeld. Doch das kann sich schnell ändern, dazu muss das Team nur weiter so auftreten wie bisher. Die "Löwen" sind im Zeitraffertempo zu einem Spitzenteam gereift, das enge Spiele gewinnt, selbst wenn der Gegner mächtig Druck ausübt. Plötzlich stark, aber warum? Das fragt sich so mancher Fan, der bis kurz vor Weihnachten mit dem üblichen Saisonausklang im Mittelmaß gerechnet hatte.

Selbst Trainer Reiner Maurer muss lange nach Worten suchen, um das Unerklärbare zu erklären. Gebetsmühlenartig spricht er von einem gewachsenen Team, das nur marginal verändert wurde, er lobt die hohe Qualität in der Offensive und die verbesserte Kompaktheit in der Defensive. Eher beiläufig gibt er aber den entscheidenden Hinweis.

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Die Mannschaft von 2005, mit der er 16 Mal in Folge unbesiegt blieb und am Ende undankbarer Vierter wurde, sei "qualitativ hochwertig, aber charakterlich schwierig" gewesen. Diesmal stimmt offenbar beides. "München ist ein heißes Pflaster, wo schnell Neid oder sonst was aufkommt", sagt Maurer. "Diesmal ist in der Kabine nichts festzustellen, das den Betriebsfrieden stören könnte."

Elf Freunde mit gegenseitigem Vertrauen

Klingt nach Sepp-Herberger-Romantik, elf Freunden und rosaroten Wölkchen. Und siehe da: Auch die Spieler zeichnen ein Heile-Welt-Bild, das fast schon kitschig wirkt. Vizekapitän Daniel Bierofka schwärmt von einem Zusammenhalt, "den wir in den vergangenen Jahren nie hatten". Abwehrchef und Hobbywirt Necat Aygün, in dessen Osteria sich die Spieler auch privat treffen, stellt den Teamgeist sogar auf dem Platz fest. "Wir da hinten wissen, dass die Jungs vorne immer für ein, zwei Tore gut sind. Und die vorne wissen, dass wir hinten den Laden dicht halten." Dieses gegenseitige Vertrauen sorge dafür, dass die "Löwen" selbst "längere Drangphasen überstehen" - und nun seit acht Spielen unbesiegt sind.

Geht's nach dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, früher Aufsichtsratsmitglied, kann der "Löwen"-Lauf noch zwölf Spiele lang anhalten. Wie Ude mitteilte, sei der Rathausbalkon für weißblaue Feierlichkeiten reserviert. Ein erster Anflug von Euphorie. Geht doch.

Richard Rösener

02.03.12
 

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weitere Infos zu Bierofka

Vorname:Daniel
Nachname:Bierofka
Nation: Deutschland
Verein:1860 München II
Geboren am:07.02.1979

weitere Infos zu Aygün

Vorname:Necat
Nachname:Aygün
Nation: Deutschland
Verein:1860 München
Geboren am:26.02.1980

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