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23.02.2012, 16:56

"Löwen": Stolz ja, Euphorie nein

1860: Jäger voller Freude

Bei 1860 München läuft es richtig rund, das 2:1 gegen Herbstmeister Fortuna Düsseldorf hat das Selbstvertrauen weiter erhöht. Nur sechs Punkte Rückstand sind es noch auf den Relegationsplatz. Aber: Trainer Reiner Maurer (51) stapelt weiter tief.

Reiner Maurer
Seit sieben Spielen sind die "Löwen" mit ihm ungeschlagen: Reiner Maurer.
© picture allianceZoomansicht

Am Montag ist Florian Hinterberger mit Krawatte zur Arbeit erschienen. Der Sportchef des TSV 1860, sonst eher sportlich-leger gekleidet, begründete seine Garderobe nicht etwa mit dem Faschings-Endspurt, sondern mit demonstrativer Zufriedenheit nach dem 2:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf: "Ich trage immer Krawatte, wenn wir am Vortag einen Tabellenführer gestürzt haben." Das war nun schon zum zweiten Mal in dieser Saison der Fall. Ende November waren die Münchner die Ersten, die damals Eintracht Frankfurt in die Knie zwangen.

Eine Portion Stolz gönnen sich die Löwen, Euphorie hingegen nicht. Der Umgang des Vereins mit dem aktuellen Höhenflug ist - entgegen dem Wesen dieses Vereins - stocknüchtern.

19 von 21 möglichen Punkten aus den letzten sieben Spielen haben zwar das "Selbstvertrauen gesteigert", wie Vizekapitän Daniel Bierofka anmerkte. Überschwang verbietet jedoch erstens die Tabelle, in der die Löwen weiterhin sechs Punkte hinter Platz drei liegen (bei einem Spiel weniger).

Zweitens verbietet ihn der Trainer selbst. "Wir sind bisher gut damit gefahren, den Ball flach zu halten", sagt Reiner Maurer, "und das werden wir auch weiterhin tun." Inoffiziell haben die Löwen natürlich längst ihre Chance gewittert. Nicht nur die neue Heimstärke (25 Punkte bisher), auch die von allen Beteiligten gelobte Harmonie im Kader spricht für eine Fortsetzung der Aufholjagd. Und anders als zu Beginn der Saison kann der Trainer seit mehreren Wochen die gleiche Elf aufbieten.

Unser Abstand ist immer noch so, dass es ein Abstand ist.Florian Hinterberger

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Zudem freut sich der Trainer, mit Guillermo Vallori (29) und Maximilian Nicu (29) zwei "hervorragende Spieler dazubekommen zu haben". Nicu steht sogar vor seinem Startelf-Debüt und soll im Spiel bei Union Berlin den gelbgesperrten Kevin Volland ersetzen. Mit seinen Personalentscheidungen liegt Maurer derzeit goldrichtig. Und die Mannschaft weiß auch, dass der Trainer in der Lage ist, eine Mannschaft zu einer Sieges-Serie anzuspornen: Im Jahr nach dem Abstieg 2004 sprang Maurer als Notnagel ein, blieb 16 Mal in Folge ungeschlagen und verpasste nur um ein Haar den Aufstieg in die Bundesliga: "So eine Serie ist heute äußerst schwierig, dafür ist die Liga zu ausgeglichen", stapelt Maurer aber weiterhin tief.

Sportchef Hinterberger drückt es so aus: "Unser Abstand ist immer noch so, dass es ein Abstand ist." Zumindest bis zum Nachholspiel in Aue (14. März) dürfen sich die Löwen hinter solchen Aussagen verstecken. Krawatten für künftige Jubelfeiern sind jedoch schnell organisiert - und noch schneller gebunden.

23.02.12
 

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