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27.02.2012, 22:10

Fürth marschiert - Paderborn schlägt Eintracht Frankfurt

Kein Serienriss: Aachen besteht auch am Rhein

Düsseldorf ist weiter auf der Suche nach dem nächsten Dreier, am Montagabend reichte es gegen Aachen nur zu einem torlosen Remis. So bleibt Greuther Fürth nach dem 6:2 gegen Bochum alleiniger Spitzenreiter. Paderborn bezwang am Sonntag Eintracht Frankfurt 4:2, ist nun punktgleich mit den Hessen und mit St. Pauli (0:0 gegen Braunschweig) - und 1860 drängt von hinten. Im Keller sprang der FSV Frankfurt auf zwölf.

Sascha Rösler und Tobias Feisthammel
Protagonisten der Topchancen: Fortunas Sascha Rösler und Aachens Tobias Feisthammel hatten Pech im Abschluss.
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Mit einem Sieg im Montagsspiel gegen Aachen hatte Düsseldorf die Chance, mit Tabellenführer Greuther Fürth nach Punkten gleichzuziehen. Die Serien der beiden Teams sprachen eher dagegen: Düsseldorf, seit fünf Ligaspielen sieglos, Aachen seit sieben Partien ungeschlagen. Mit Rückkehrer Rösler (nach Gelb-Rot-Sperre) in den Reihen beherrschten die Rheinländer zwar vorerst die Partie, doch auch Aachen zeigte gute Ansätze. Aufreger der ersten Hälfte: ein Handspiel von Levels, das durchaus mit einem Elfmeter für die Alemannia hätte geahndet werden können (23.).

Nach etwa einer Stunde drehten die Fortunen dann aber gehörig auf - doch Ilsö und zweimal Rösler vergaben drei gute Chancen beinahe im Minutentakt (59., 60., 63). Röslers Abend war in der 74. Minute beendet, für ihn kam Furuholm. Doch das änderte auch nicht viel: Die Fortuna zog aus dem Ballbesitz weiterhin zu wenig Ertrag, Aachen kam mittels schneller Konter immer wieder aussichtsreich vor das Tor der Hausherren - und hätte nach einer Ecke beinahe die Überraschung perfekt gemacht. Ilsö klärte jedoch bei Feisthammels Kopfball auf der Linie (86.). So fand die Partie letztlich keinen Sieger und die Serien beider Mannschaften blieben bestehen.

Proschwitz 15, Meier 12: SCP und Eintracht punktgleich

Der Toptorjäger eröffnete früh den Torreigen in Paderborn: Nick Proschwitz (re. Strohdieck)traf gegen Eintracht Frankfurt zum 15. Mal in dieser Saison.
Der Toptorjäger eröffnete früh den Torreigen in Paderborn: Nick Proschwitz (re. Strohdieck)traf gegen Eintracht Frankfurt zum 15. Mal in dieser Saison.
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Richtig eng kuscheln die Topmannschaften in der Zweiten Liga beisammen. Der SC Paderborn verschärfte die Situation im Aufstiegsrennen durch einen phasenweise furios herausgespielten 4:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt. Drei weitere Zähler für die Überflieger aus Ostwestfalen, die mit 46 Punkten gleichauf mit der Veh-Elf und dem FC St. Pauli liegen und nur einen Zähler hinter Primus Greuther Fürth platziert sind.

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Top-Torjäger Proschwitz eröffnete mit seinem 15. Saisontor schnell den Torreigen, Mittelfeldmann Kara schlenzte sehenswert zum 2:0 ins lange Eck. Die Hessen bewiesen Moral, Köhler mit einem Gala-Freistoß und Meier (Saisontor Nr. 12) glichen schnell aus. Doch wer gedacht hätte, die Comeback-Spezialisten würden den Spieß endgültig umdrehen, sah sich in Hälfte zwei getäuscht. Ein SCP-Doppelschlag Mitte des zweiten Durchgangs brach den Bann für Paderborn, das im ausverkauften Stadion frenetisch feierte. Armin Vehs Schützlinge landeten unsanft auf dem Teppich, Roger Schmidts Elf darf weiter auf die Aufstiegssensation hoffen.

Braunschweig frech am Millerntor

Zumal auch der FC St. Pauli Federn ließ, der vom Ex-Paderborner Coach Andre Schubert gecoacht wird. Die Elf vom Millerntor kam gegen Eintracht Braunschweig nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste den dritten Sieg in Reihe sowie den Sprung auf Platz eins. Die Hanseaten hatten vor der Pause Probleme, gegen defensiv geschickt agierende "Löwen" durchzukommen. Und nach dem Wechsel wurde die Eintracht frecher, Reinhardt (46., Außenpfosten) und vor allem Pfitzner mit einer Riesenchance (69.) hätten einen Auswärtssieg herbeiführen können. St. Paulis Kapitän Boll kassierte die fünfte Gelbe und fehlt im Topspiel bei 1860 München.

FSV beklagt Amri-Ausfall und bezwingt den KSC

Der Karlsruher SC musste nach sieben Punkten aus drei Spielen beim FSV Frankfurt einen Tiefschlag hinnehmen. Die Andersen-Elf unterlag mit 1:2, obwohl die gastgebenden Bornheimer auf der Stadionbaustelle in Hälfte eins Winterneuzugang Amri durch Schien- und Wadenbeinbruch verloren. Der mit Amri vom FCK gekommene Micanski erzielte indes im vierten Spiel für den FSV sein viertes Tor und stellte die Weichen auf den ersten Heimsieg im zwölften Versuch. Die gelungene Antwort auf das Derbydebakel gegen die Eintracht (1:6) wurde mit dem Sprung auf Rang zwölf belohnt. Doch ein komfortables Polster auf die Abstiegszone sieht anders aus: Zwischen dem FSV und dem Vorletzten KSC sind's nur zwei Punkte Abstand.

Fürther Tormaschine läuft auf Hochtouren: 6:2 gegen Bochum!

Freuen sich über ihre Treffsicherheit: Fürther Torschützen Asamoah und Prib.
Freuen sich über ihre Treffsicherheit: Fürther Torschützen Asamoah und Prib.
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Die SpVgg Greuther Fürth musste am Samstag gegen ihren Angstgegner VfL Bochum antreten. Das 4:1 im Hinspiel war der erste Erfolg der Franken gegen den Klub aus dem Revier - der zweite fiel noch deutlicher aus. Die SpVgg schickte die Bochumer mit einem 6:2 nach Hause und krallte sich damit Platz eins. Allerdings war das klare Ergebnis zunächst keineswegs zu erwarten. Bochum startete energisch, griff früh an und belohnte sich durch Inui mit dem Führungstor. Doch dann kippte das Spiel, weil die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann zwei schwere Verletzungen zu beklagen hatte: Delura verdrehte sich wieder das Knie, bei Aydin brach nach einem harten Zweikampf mit Asamoah das Wadenbein. Da der Gegner geschockt war, übernahmen die Fürther fast mühelos das Kommando. Asamoah glich aus, Vogt stocherte den Ball mit der Pike ins eigene Netz zur Fürther Halbzeitführung. Nach dem Wechsel drückte die Büskens-Elf aufs Tempo und zogen unaufholbar davon. Trotz weiterer schöner SpVgg-Treffer und einer Ampelkarte für Toski blieb der Glanzpunkt dem Bochumer Kramer vorbehalten: Mit Übersteigern, dem Zidane-Trick und einem Doppel-Tunnel narrte er die komplette Fürther Defensive und machte das zwischenzeitliche 2:4.

Baumanns Debüt bleibt ohne Lohn

Rico Schmitt ist im Erzgebirge Historie - ein Sieg aus elf Spielen war den Verantwortlichen in Aue zu wenig. Nun soll Karsten Baumann die Sachsen wieder in die Spur bringen, doch bei dessen Debüt gab es keine Punkte. Der FC Erzgebirge verlor mit 0:2 beim FC Energie Cottbus und befindet sich weiterhin auf Talfahrt. Für die Mannschaft von Trainer Rudi Bommer trugen sich Sörensen mit einem strammen Rechtsschuss und Rangelov per Elfmeter in die Torschützenliste ein. Letzter brauchte gegen Erzgebirge-Keeper Männel zwei Versuche, ehe der Endstand unter Dach und Fach war. Die Auer zeigten sich phasenweise ebenbürtig, doch hatten sie bei Königs Lattenkracher zum möglichen Ausgleich Pech.

Die Zebras gallopieren gen Abgrund

Der MSV Duisburg bleibt im neuen Jahr weiterhin ohne Punkt. Die Zebras verloren am Freitagabend bei Dynamo Dresden verdient mit 0:2 und konnten sich nicht von den abstiegsbedrohten Teams absetzen. Die Sachsen indes zeigten aufsteigende Form. Nachdem die Mannschaft von Trainer Ralf Loose zuletzt beim Aufstiegsanwärter Paderborn "nur" ein 2:2 holte, war der zweite Heimsieg im neuen Jahr (zuvor 3:1 gegen Fürth) gegen die Duisburger hochverdient. Dynamo ließ dem MSV in der Offensive fast keinen Stich und schlug nach dem Seitenwechsel per Doppelschlag eiskalt zu: Erst köpfte Fort die Führung, 120 Sekunden später lupfte Dedic den Ball nach einem weiten Abstoß von Keeper Kirsten über den herausstürzenden MSV-Torwart in die Maschen zum Endstand.

Eiskalte Löwen in Köpenick

Weiter auf dem Vormarsch: 1860, hier Lauth gegen Unions Karl, gewannn auch in Berlin.
Weiter auf dem Vormarsch: 1860, hier Lauth gegen Unions Karl, gewannn auch in Berlin.
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Vier Siege in Folge, seit sieben Spielen ungeschlagen, sechs Punkte hinter Rang drei bei einem Spiel weniger - das war die Ausgangslage der "Sechziger" vor dem Duell mit Union Berlin an der Alten Försterei. Kein Wunder, dass TSV-Trainer Reiner Maurer sich vor der Partie gespannt zeigte, "wohin die Reise nun gehen wird." Die Antwort: Weiter supersteil weiter nach oben. Die Münchner feierten in der Hauptstadt einen glücklichen 1:0-Auswärtssieg, der sie weiter in den Kreis der Aufstiegskandidaten befördert. Die Löwen starteten mit breiter Brust und hatten durch Lauths Kopfstoß auch die Chance zur Führung, doch im zweiten Durchgang agierten die Unioner druckvoller. So konnte sich die Maurer-Elf auch beim guten Keeper Kiraly bedanken, der mit einigen Paraden das zu-Null sicherte. In der Schlussphase entschied dann der erste durchdachte Löwen-Angriff in Hälfte zwei das Spiel: Aigner spielte mit Lauth Doppelpass und drosch das Leder zum Siegtreffer aus zehn Metern unter die Latte.

Rostock gegen Ingolstadt - Letzter gegen Vorletzter. Für beide Mannschaften zählte angesichts der Tabellensituation nur ein Dreier - und den fuhren die Oberbayern ein. Der FCI siegte an der Ostsee mit 2:1 und setzte die Abstiegskonkurrenten damit unter Druck. Den besseren Start erwischten allerdings die Hanseaten: Borg versenkte einen Elfmeter ganz cool zur Halbzeitführung. Doch im zweiten Abschnitt münzten die Gäste ihre Überlegenheit in Tore um. Der Ausgleich resultierte aus einem unglücklichen Eigentor durch den Rostocker Gusche. Nach dem Ausgleichstreffer spielten beide Mannschaften weiter nach vorne, doch dann ließ sich der FC Hansa eiskalt auskontern: Ikeng schloss den Tempogegenstoß über Heller und Nemec souverän ab. Für die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf ein absoluter Genickschlag.

27.02.12
 
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