Bereits vor dem Spiel in Düsseldorf hatte Veh Rösler und dem Düsseldorfer Team unterstellt, sich mit Schauspielereien auf dem Platz auf unsportliche Art und Weise Vorteile zu verschaffen. "Zehn Elfmeter sprechen für sich", hatte sich der Frankfurter Trainer vor der Reise in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt echauffiert.
Am Montagabend kam in der Schlussminute gegen die Eintracht der elfte hinzu. Furuholm war nach einem Duell mit Anderson zu Boden gegangen. Schiedsrichter Dr. Brych ließ erst weiterlaufen, folgte dann dem Hinweis seines Assistenten Salver und entschied auf Strafstoß. Eine harte Entscheidung, die Veh auch am Dienstag noch für falsch hält. "Es war kein Elfmeter, ganz einfach", ist sich der Eintracht-Coach sicher.
Doch richtig auf die Palme brachte ihn das Verhalten von Fortunas Routinier Rösler. Der habe ihn nach dem verwandelten Strafstoß und dem Ausgleich von Langeneke beschimpft, sagte Veh bei einer Pressekonferenz am Dienstag. "Das allerschlimmste für mich ist, dass er als Leader hingestellt wird", so Veh, für den Rösler "ein Schauspieler" ist. "Es ist schade für den deutschen Fußball, dass man dafür nicht bestraft wird." Und weiter: "Was der treibt, hat mit Fußball nichts zu tun."
Bei ihm und seiner Mannschaft werde es "so etwas nicht geben", bekräftigte der Trainer, der, wie er sagt, nicht weiß, warum er vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt worden war.