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14.02.2012, 12:34

Düsseldorf/Frankfurt: Ein Elfmeter erhitzt die Gemüter

Hübner: "Das ist eine Katastrophe"

Der Zweitliga-Gipfel in Düsseldorf am Montagabend erhitzte die Gemüter - vor allem die der Eintracht aus Frankfurt. Bis kurz vor Ende schienen die Hessen der neue Tabellenführer im deutschen Unterhaus zu sein, ehe ein Pfiff von Schiedsrichter Dr. Felix Brych die Elf von Trainer Armin Veh aus allen Träumen riss. Heftige Diskussionen folgten, am 1:1 zwischen der Fortuna und der Eintracht änderte dies letztlich aber nichts mehr. Düsseldorf genießt, Frankfurt tobt.

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Stein des Anstoßes: Düsseldorfs Furuholm im Zweikampf mit Frankfurts Anderson.
Stein des Anstoßes: Düsseldorfs Furuholm im Zweikampf mit Frankfurts Anderson.
© imago Zoomansicht

Schon vor der Partie flogen die Giftpfeile hin und her, die aufreibenden 91 Minuten änderten daran nichts. Frankfurt ging durch ein Tor von Köhler, der von Meier traumhaft bedient wurde, gut 20 Minuten vor dem Ende in Führung, ehe der Schlussspurt der Düsseldorfer mit einem umstrittenen Foulelfmeter zum 1:1 in der Nachspielzeit führte. Ausgerechnet ein Strafstoß, der elfte für die Rheinländer in dieser Spielzeit! "Veh wollte exakt auf solche Situationen hinweisen, wie wir sie jetzt wieder gesehen haben", erklärte Manager Bruno Hübner, nachdem Eintracht-Coach Veh im Vorfeld die Fortuna als "Schauspieltruppe" abgekanzelt hatte und auch kein gutes Haar an Torjäger Sascha Rösler ließ.

Meier: "Hut ab vor seiner Entscheidung"

"Diese Debatte hat die Woche beherrscht. Wir haben sogar Zeitlupenstudien angefertigt, um zu zeigen, dass die meisten Strafstöße zweifellos berechtigt waren. Und beim Hinspiel in Frankfurt haben wir einen wichtigen Elfer nicht bekommen", kommentierte Fortuna-Trainer Norbert Meier und legte sich fest: "Den Elfmeter kann man geben, der Schiedsrichter-Assistent hatte die beste Sicht. Hut ab vor seiner Entscheidung."

Veh wurde im Anschluss an den Ausgleich nach einem Disput mit Rösler, der dafür Gelb-Rot sah, auf die Tribüne geschickt und verweigerte im Anschluss an die Partie die obligatorische Pressekonferenz. Die Frankfurter fühlten sich um den Sieg und damit die Tabellenführung, die Düsseldorf behält, gebracht. "Das ist eine Katastrophe, es war so ein lächerlicher Elfmeter", schimpfte Hübner.

Bruchhagen poltert

Nicht zu bremsen war nach der Partie Heribert Bruchhagen. "Die Methode der Fortuna hatte wieder Erfolg", schimpfte der Eintracht-Vorstandschef via TV im hr-"heimspiel!" über den Elfmeterpfiff, den er als "nicht hinnehmbar" einstufte. "Wir sind um die Früchte unserer Arbeit gebracht worden." Die Schuld schob er aber nicht alleine dem Unparteiischen und seinem Assistenten zu, sondern regte sich vielmehr über die Fortuna-Bank und Trainer Norbert Meier auf, die "nach jeder Aktion die Arme hochgerissen" und so die Unparteiischen beeinflusst hätten. "In Düsseldorf sollten sich wegen solcher Szenen alle mal hinterfragen", meinte Hübner abschließend.

Unter dem Strich bleibt ein Spitzenspiel, das nicht nur sportliche Höhepunkte lieferte. Mit dem 1:1 bleibt Düsseldorf Tabellenführer, die Eintracht rutscht auf Rang drei ab, die führenden Teams sind noch enger aneinandergerutscht. Zumindest tabellarisch.

14.02.12
 
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