Schon vor der Partie flogen die Giftpfeile hin und her, die aufreibenden 91 Minuten änderten daran nichts. Frankfurt ging durch ein Tor von Köhler, der von Meier traumhaft bedient wurde, gut 20 Minuten vor dem Ende in Führung, ehe der Schlussspurt der Düsseldorfer mit einem umstrittenen Foulelfmeter zum 1:1 in der Nachspielzeit führte. Ausgerechnet ein Strafstoß, der elfte für die Rheinländer in dieser Spielzeit! "Veh wollte exakt auf solche Situationen hinweisen, wie wir sie jetzt wieder gesehen haben", erklärte Manager Bruno Hübner, nachdem Eintracht-Coach Veh im Vorfeld die Fortuna als "Schauspieltruppe" abgekanzelt hatte und auch kein gutes Haar an Torjäger Sascha Rösler ließ.
"Diese Debatte hat die Woche beherrscht. Wir haben sogar Zeitlupenstudien angefertigt, um zu zeigen, dass die meisten Strafstöße zweifellos berechtigt waren. Und beim Hinspiel in Frankfurt haben wir einen wichtigen Elfer nicht bekommen", kommentierte Fortuna-Trainer Norbert Meier und legte sich fest: "Den Elfmeter kann man geben, der Schiedsrichter-Assistent hatte die beste Sicht. Hut ab vor seiner Entscheidung."
Veh wurde im Anschluss an den Ausgleich nach einem Disput mit Rösler, der dafür Gelb-Rot sah, auf die Tribüne geschickt und verweigerte im Anschluss an die Partie die obligatorische Pressekonferenz. Die Frankfurter fühlten sich um den Sieg und damit die Tabellenführung, die Düsseldorf behält, gebracht. "Das ist eine Katastrophe, es war so ein lächerlicher Elfmeter", schimpfte Hübner.
Nicht zu bremsen war nach der Partie Heribert Bruchhagen. "Die Methode der Fortuna hatte wieder Erfolg", schimpfte der Eintracht-Vorstandschef via TV im hr-"heimspiel!" über den Elfmeterpfiff, den er als "nicht hinnehmbar" einstufte. "Wir sind um die Früchte unserer Arbeit gebracht worden." Die Schuld schob er aber nicht alleine dem Unparteiischen und seinem Assistenten zu, sondern regte sich vielmehr über die Fortuna-Bank und Trainer Norbert Meier auf, die "nach jeder Aktion die Arme hochgerissen" und so die Unparteiischen beeinflusst hätten. "In Düsseldorf sollten sich wegen solcher Szenen alle mal hinterfragen", meinte Hübner abschließend.
Unter dem Strich bleibt ein Spitzenspiel, das nicht nur sportliche Höhepunkte lieferte. Mit dem 1:1 bleibt Düsseldorf Tabellenführer, die Eintracht rutscht auf Rang drei ab, die führenden Teams sind noch enger aneinandergerutscht. Zumindest tabellarisch.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Fortuna Düsseldorf | 45:22 | 44 |
| 2 | ![]() | SpVgg Greuther Fürth | 47:18 | 43 |
| 3 | ![]() | Eintracht Frankfurt | 44:21 | 43 |
| 4 | ![]() | FC St. Pauli | 41:24 | 42 |
| 5 | ![]() | SC Paderborn 07 | 33:22 | 42 |
| 6 | ![]() | 1860 München | 42:28 | 35 |
| 7 | ![]() | 1. FC Union Berlin | 36:32 | 34 |
| 8 | ![]() | Eintracht Braunschweig | 26:24 | 30 |
| 9 | ![]() | VfL Bochum | 28:32 | 27 |
| 10 | ![]() | Dynamo Dresden | 36:39 | 25 |
| 11 | ![]() | Energie Cottbus | 21:33 | 24 |
| 12 | ![]() | MSV Duisburg | 27:33 | 20 |
| 13 | ![]() | Alemannia Aachen | 20:28 | 19 |
| 14 | ![]() | Erzgebirge Aue | 17:33 | 19 |
| 15 | ![]() | FSV Frankfurt | 21:38 | 18 |
| 16 | ![]() | FC Ingolstadt 04 | 23:41 | 16 |
| 17 | ![]() | Karlsruher SC | 21:44 | 16 |
| 18 | ![]() | Hansa Rostock | 18:34 | 15 |