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29.08.2011, 22:05

Überblick: St. Pauli patzt - Fürth bleibt oben

Müder Montagskick im Erzgebirge

Das Ostduell zwischen Aue und Cottbus bot wenig Unterhaltung, es fielen keine Tore im Erzgebirge. Am Sonntag verlor St. Pauli erstmals in dieser Saison, Braunschweig verhalf Greuther Fürth zur Tabellenführung. Eintracht Frankfurt kam gegen Paderborn nicht über ein Remis hinaus, die "Löwen" dagegen bezwangen den 1. FC Union. Keinen Sieger sah das Westderby am Samstag zwischen Aachen und Düsseldorf. Karlsruhe verlor gegen den FSV Frankfurt 0:4. Am Freitag gewann Greuther Fürth in Bochum.

Schlitte gegen Adlung
Torlos - und auch ein bisschen trostlos: Kevin Schlitte gegen Energie Daniel Adlung.
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Am Montagabend stand zum Abschluss des 6. Spieltags das Ostderby zwischen Aue und Cottbus auf dem Programm. Die Lausitzer konnte auf den zuletzt angeschlagenen Bittencourt zurückgreifen, doch auch der Shooting-Star der Gäste brachte kaum Farbe in die wenig unterhaltsame Partie. Die erste Chance ergab sich erst nach 31 Minuten, als König an Energie-Schlussmann Kirschbaum scheiterte. Auf der anderen Seite verzog Adlung aus aussichtsreicher Position knapp (36.). Das war's dann aber auch in Hälfte eins - und es wurde nicht wesentlich besser. Etwas agiler wirkte noch die Truppe aus dem Erzgebirge - und hatte Mitte der zweiten Hälfte die beste Gelegenheit der Partie, als König per Drehschuss die Latte traf. Letztlich fehlte beiden Teams die letzte Konsequenz im Abschluss und die Risikobereitschaft, um ein torloses Remis zu verhindern. Cottbus verpasst somit, nach Punkten mit Tabellenführer Greuther Fürth gleichzuziehen.

St. Pauli verliert die Spitze

Dominick Kumbela gegen Fin Bartels
Braunschweigs Kumbela (vo.) ist einen Schritt schneller als St. Paulis Bartels.
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Nun hat es also auch den FC St. Pauli erwischt. Der Bundesliga-Absteiger und bisherige Tabellenführer verlor am Sonntagnachmittag mit 0:1 bei Eintracht Braunschweig und musste den Platz an der Sonne an die SpVgg Greuther Fürth abtreten. Unglücksrabe bei den Kiez-Kickern war Keeper Tschauner, der einen eigentlich harmlosen Kruppke-Kopfball durch die Finger rutschen ließ (65.).

Dennoch ging der Erfolg in Ordnung. Denn ein Unterschied zwischen dem Bundesliga-Absteiger und dem Drittliga-Aufsteiger war zu keinem Zeitpunkt festzustellen. Vor ausverkauftem Haus an der Hamburger Straße hatten die Hanseaten zwar ein optisches Übergewicht, die besseren Chancen lagen aber auf Seiten der Niedersachsen. In der hektischen Schlussphase war zudem der junge Eintracht-Keeper Davari mehrfach auf dem Posten. Durch den Dreier mischt das Team von Trainer Torsten Lieberknecht weiter in der Spitzengruppe mit.

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Frankfurt kann zu Hause nicht gewinnen - 1860 schon

Dort ist auch weiterhin Eintracht Frankfurt zu finden, obwohl die Hessen weiter auf den ersten Heimsieg seit dem 19. März (2:1 gegen den FC St. Pauli) warten müssen. Gegen den SC Paderborn reichte es für die Veh-Elf nur zu einem torlosen Remis. Es war bereits die dritte Punkteteilung im dritten Heimspiel, das 4:0 im Lokalderby gegen den FSV Frankfurt war ein offizielles Auswärtsspiel. Zwar waren die Hessen über weite Strecken der Partie die aktivere Elf, doch eine Lücke im Deckungsverbund der Ostwestfalen fanden sie nicht.

Der TSV 1860 München demonstrierte dagegen, wie es vor eigenem Publikum geht. Die "Löwen" gewannen gegen den 1. FC Union Berlin mit 3:1 (1:1) und feierten damit den dritten Dreier im dritten Heimspiel. Matchwinner für das Team von Trainer Rainer Maurer war Volland, der mit zwei Toren die Weichen auf Sieg stellte (22., 53.). Den dritten Treffer der Sechziger markierte Aigner (54.). Für die Eisernen konnte Mosquera zwischenzeitlich nur ausgleichen (24.). Für die Köpenicker bleibt also in der Fremde (fast) nichts zu holen, nur einen Punkt konnten sie bisher mitnehmen.

FSV im Torrausch - Nullnummer im umkämpften Westduell

Leichtes Spiel in Karlsruhe: Der FSV Frankfurt feiert seinen ersten Saisonsieg.
Leichtes Spiel in Karlsruhe: Der FSV Frankfurt feiert seinen ersten Saisonsieg.
© picture alliance

Der Karlsruher SC ist im Bundesliga-Unterhaus auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Scharinger-Elf unterlag auch gegen den bislang sieglosen FSV Frankfurt klar mit 0:4 und rutscht durch die dritte Schlappe in Serie weiter gen Abstiegszone. Benyamina stellte mit zwei Treffern vor der Pause die Weichen und verunsicherte die Badener sichtlich. Die von KSC-Kapitän Iashvili geforderte Defensivarbeit schlug nicht an, bereits zwölf Gegentreffer sprechen gegen den Ex-Erstligisten. Frankfurt, das seine bisherige Torausbeute (2) verdreifachte, hatte leichtes Spiel und überflügelte den Kontrahenten im Klassement.

Tabellenrechner 2.Bundesliga


Hart umkämpft war das Westderby zwischen Aachen und Düsseldorf, in dem sich die Alemannia nach dem 0:0 in Rostock einen zweiten Saisonpunkt ergatterte. Der für den beim Aufwärmen verletzten Kratz in die Startelf gerutschte Torjäger Auer vergab in der Schlussphase der ersten Hälfte zwei Großchancen (Ratajczak!), ehe auf der Gegenseite U-21-Nationalspieler Beister fulminant den Pfosten traf (45.). Im zweiten Abschnitt scheiterte auch Bröker für Düsseldorf am Aluminium. Mit kleinen Schritten meldet sich Aachen in der Zweiten Liga zurück, während die Tormaschine der Fortuna ins Stocken geriet. Sportdirektor Wolf Werner erkannte schon zur Pause gegenüber "Sky": "Die Härte schmeckt uns nicht." Zudem habe seine Mannschaft nach vorne zu wenig gemacht. Alemannen-Coach Peter Hyballa indes gestand, dass er vor dem Spiel gegen den NRW-Rivalen "Typen" und "die eine oder andere Grätsche mehr" gefordert hatte.

Freitag: Fürth ist nicht zu stoppen

Die SpVgg Greuther Fürth eilt in der Zweiten Liga weiter von Sieg zu Sieg. Die Franken gewannen am Freitagabend dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit 4:1 (1:1) beim VfL Bochum und feierten den sechsten Pflichtspielsieg in Folge. Gleichzeitig war es auch der dritte Dreier auf fremden Plätzen in Folge - Rekord für die Kleeblätter!

Nach ausgeglichener erster Halbzeit drehte das Team von Trainer Mike Büskens im zweiten Durchgang auf und überzeugte durch schnelles Offensivspiel und Effektivität im Abschluss. Die Bochumer waren aber keineswegs chancenlos, doch eigene Unzulänglichkeit, SpVgg-Keeper Grün oder das Aluminium verhinderten eine höhere Torausbeute. Die Bochumer hinken den Erwartungen nach der vierten Niederlage weit hinterher und hängen im Tabellenkeller fest.

Ingolstadt und Duisburg mit ersten Siegen

Sercan Sararer
Greuther Fürths Doppeltorschütze Sararer zeigt es an: Die Franken marschieren weiter von Erfolg zu Erfolg.
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Jubel herrschte beim FC Ingolstadt. Die Audistädter gewannen gegen Hansa Rostock mit 3:1 (1:0) und konnten so endlich den ersten Dreier der Saison einfahren. Allerdings benötigte das Team von Trainer Benno Möhlmann zwei Elfmeter, um den Sieg sicherzustellen. Leitl (75., 90. + 4) blieb zweimal eiskalt und ließ sich auch nicht davon beeindrucken, dass der erste Strafstoß zweifelhaft war. Zuvor traf Moritz Hartmann mit einem haltbaren Schuss (22.), Pannewitz glich für die Nordostdeutschen (56.) zwischenzeitlich aus. Der Aufsteiger muss damit im Gegensatz zum FCI weiter auf den ersten Dreier der Saison warten.

Auch der MSV Duisburg atmete am Freitagabend nach dem 3:0 (1:0) gegen Dynamo Dresden tief durch. Denn durch den Erfolg gegen die Sachsen schaffte der Pokalfinalist der Vorsaison ebenfalls den ersten Sieg. Bajic brach kurz vor der Pause mit einem Traumtor den Bann (44.), Neuzugang Jula beruhigte dann nach 79 Minuten endgültig die Gemüter. Zudem unterlief Dresdens Gueye in der Schlussphase noch ein Eigentor.

29.08.11
 
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