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18.07.2011, 22:07

Braunschweig zeigt im Löwenduell mehr Biss

Fortuna ringt starken VfL Bochum nieder

Düsseldorf setzte sich verdient gegen den VfL Bochum durch und bleibt zu Hause eine Macht. Der KSC und Duisburg lieferten sich einen wilden Schlagabtausch, aus dem die Badener letztlich als Sieger hervorgingen. Aufsteiger Braunschweig schlug 1860 München im Löwenduell, Paderborn nahm die Punkte aus Rostock mit. Eintracht Frankfurt feierte in Fürth die ersten drei Punkte und St. Pauli setzte sich verdient gegen Ingolstadt durch.

Matchwinner: Rösler, hier gegen Bochums Kopplin, brachte Düsseldorf per Fallrückzieher in Front.
Matchwinner: Rösler, hier gegen Bochums Kopplin, brachte Düsseldorf per Fallrückzieher in Front.
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Den 1. Spieltag komplettierten am Montagabend Düsseldorf und Bochum. Mit dem verdientermaßen besseren Ende für die Fortuna. Düsseldorf stellte mit dem Erfolg einmal mehr seine Heimstärke unter Beweis. Die letzte Niederlage vor eigener Kulisse datiert vom 27. September 2010. Damals hatte ausgerechnet der VfL Bochum durch einen 1:0-Sieg alle drei Punkte aus Düsseldorf entführt. Als einziger Neuzugang beim Team von Norbert Meier begann der aus Mainz gekommene Stürmer Grimaldi neben Rösler. Bei den Bochumern standen zwei Neuzugänge im Team. Friedhelm Funkel setzte auf den aus Augsburg gekommenen Sinkiewicz in der Abwehr, der als Ersatz für den frisch nach Saudi-Arabien gewechselten Yahia fungieren sollte. Im linken offensiven Mittelfeld stand zudem der von Drittligist Kickers Offenbach gekommene Österreicher Berger in der Anfangsformation.

Nach einem engagiert geführten ersten Durchgang fehlten in Düsseldorf nur die Tore, obwohl beide Teams gute Gelegenheiten hatten. Die Fortuna und der VfL boten zunächst ein höchst unterhaltsames Spiel. Mit viel Tempo und wenig taktischen Fesseln ging's Richtung Tor. Beide Teams scheiterten je einmal an der Querlatte. Die Fortuna war zunächst zwingender, in der Schlussphase des ersten Abschnitts hatte dann der VfL mehr Spielanteile. Nach dem Seitenwechsel legte Bochum noch eine Schippe drauf, doch die Fortuna fing sich schnell und ging durch ein Traumtor in Führung. Es kam noch schlimmer für die Funkel-Elf, denn Neuzugang Berger sah die Ampelkarte. Bochum antwortete mit Wut im Bauch, die Fortunen lauerten geschickt auf Konter und versuchten, die numerische Überlegenheit auszuspielen. Als Bröker kurz vor Schluss das 2:0 markierte, war die Messe gelesen.

Braunschweig zeigt im Löwenduell mehr Biss

Zimmermann, Kumbela und Kruppke
Torschützen unter sich: Die Braunschweiger Nico Zimmermann, Dominick Kumbela und Dennis Kruppke (v.l.).
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Der Karlsruher Wildpark machte seinem Namen am Sonntag alle Ehre. Denn wild ging es in der ersten Hälfte allemal zu zwischen dem KSC und dem MSV Duisburg. Nach gerade mal 17 Sekunden war mit Wolze einer von acht Neuzugängen in der Startelf bei den Zebras erfolgreich. Allerdings stand Vorbereiter Jula knapp im Abseits. Von Panik aber keine Spur beim ebenfalls mit sechs Neulingen gestarteten KSC: Es dauerte keine sechs Minuten, da hatten die Badener die Partie gedreht, bei den Duisburgern machte sich schon früh der Ausfall von Abwehrchef Bajic bemerkbar. Nach einem abgefälschten Freistoß von Staffeldt (22.) war MSV-Schlussmann Fromlowitz zum dritten Mal geschlagen, ehe Wolze den Torkreis mit seinem zweiten Treffer kurz vor der Pause schloss. Zur zweiten Hälfte hatten beide Teams offensichtlich ihr Pulver verschossen. Lavric vergab gegen die Ex-Kollegen die Vorentscheidung. Als der aufgebrachte Pliatsikas mit Gelb-Rot vom Platz flog (76.), war die Partie gelaufen.

Duell der Löwen geht an Braunschweig

22.000 Fans sahen das Duell zwischen den Braunschweiger und den Münchner Löwen - es sollte ihr Schaden nicht sein. Kapitän Kruppke sorgte für einen klasse Start des Drittliga-Aufsteigers, die Münchner kamen in der 22. Minute zum Ausgleich durch Volland. Ein umstrittener Treffer, da zuvor Keeper Petkovic im Luftduell behindert wurde. An Zimmermanns Traumtor (35.) gab es hingegen nichts zu deuteln, ebensowenig an Kumbelas Treffer zum 3:1, bei dem Buck keine gute Figur machte. Es sollte der Anfang einer bösen Fehlerserie des Münchners werden. Nach Bucks Foul Foul an Kumbela gab es zurecht Elfmeter, den Kruppke allerdings verschoss. In der 58. Minute war das Spiel für Buck beendet - Gelb-Rot. Zwar zeigten die Münchner Löwen auch in Unterzahl Zähne (Halfar traf die Latte), letztlich durften die Braunschweiger aber eine gelungene Wiederkehr ins deutsche Unterhaus feiern.

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Das traf für Mitaufsteiger Rostock nicht zu. Zwar kam auch die Hansa-Kogge zunächst gut in Fahrt, der agile Semmer markierte in der 19. Minute den Führungstreffer. Doch nur zwei Minuten später hielt Brückner aus kurzer Distanz drauf und sorgte so für den Ausgleich. In der über weite Strecken ausgeglichenen Partie nahm der Mut zum Risiko nach der Pause ab. So entwickelte sich eine eher tempoarme Begegnung, bei der "Phantom" Mintal auf Seiten der Hanseaten zunächst kaum in Erscheinung trat. Paderborns Proschwitz tat dies hingegen mit Bravour. Per Flachschuss traf der Angreifer in seiner ersten Zweitligabegegnung gleich spielentscheidend (81.). Hansa drückte in den Schlussminuten noch einmal auf den Ausgleich, die Versuche von Wiemann und Mintal waren jedoch nicht mehr von Erfolg gekrönt.

St. Pauli feiert Heimsieg in der Fremde

Völlig losgelöst: St. Paulis Fabian Boll (Mitte) feiert den ersten seiner Treffer gegen Ingolstadt.
Völlig losgelöst: St. Paulis Fabian Boll (Mitte) feiert den ersten seiner Treffer gegen Ingolstadt.
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Bei hochsommerlichen Temperaturen gelang Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli gegen den FC Ingolstadt in Lübeck (wegen des Becherwurfs beim Spiel gegen Schalke 04 am 1. April) ein verdienter Auftakterfolg. Unter dem neuen St. Pauli-Coach Andre Schubert schafften es beim Saisonstart drei Neuzugänge in die Anfangsformation: Das Tor hütete Tschauner, davor hatten sich Schachten und Sobiech einen Platz in der ersten Elf erkämpft. FCI-Coach Benno Möhlmann setzte fast ausschließlich auf die eingespielte Elf der vergangenen Spielzeit. Mit Mittelfeldspieler Haas war lediglich ein Neuer in der Startelf dabei.

Die Hamburger bestimmten die zäh startende und später abwechslungsreiche und schnelle Partie gegen die defensiv gut organisierten Gäste über weite Strecken, blieben aber zunächst ohne Durchschlagskraft. Die Führung der Kiezkicker bald nach Wiederanpfiff brachte Leben ins Spiel - gegen nicht chancenlose Oberbayern mit dem besseren Ende für die Schubert-Schützlinge.

Aue: Mit Herz und Leidenschaft zum ersten Dreier

Erzgebirge Aue ist der Auftakt in die neue Saison geglückt. Die Sachsen gewann in einem rassigen Spiel gegen Alemannia Aachen mit 1:0. Mit Waterman (Tor), Erb, Stiepermann und Sibum fanden sich gleich vier Neuzugänge in der Startelf der Alemannia wieder. Dagegen setzte Aues Trainer Rico Schmitt auf Kontinuität und ieß von den Sommertransfers nur König von Beginn an auflaufen.

Lange Zeit fehlte die klaren Torchancen im Erzgebirgsstadion, dafür wurde man von beiden Mannschaften durch viel Herz und Leidenschaft entlohnt. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Nach 53 Minuten sorgte Müller für die vielumjubelte Führung der Schmitt-Elf. Aachen stemmte sich danach zwar noch einmal verzweifelt gegen die drohende Niederlage, blieb dabei aber erfolglos.

Benyamina trifft gegen seinen Ex-Verein

Silvio trifft vom Punkt.
Das erste Saisontor in der 2. Liga: Unions Silvio verwandelt einen selbst herausgeholten Strafstoß.
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Ganze 40 Minuten waren gespielt, bis schließlich am Bornheimer Hang nach einer mäßigen Partie mit viel Mittelfeldgeplänkel endlich das erste Saisontor der Zweitligasaison 2011/12 fiel: Unions Silvio wurde im Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst. Nach der Pause bemühte sich der FSV redlich, dem Spiel eine Wendung zu geben. Doch Union stand zunächst sicher und ließ den Gegner kaum Möglichkeiten, einen Spielzug zu Ende zu bringen. So war es ausgerechnet Karim Benyamina, der erst im Sommer von Union zum FSV gewechselt war, vorbehalten, nach einer Unaufmerksamkeit der Berliner mit einem Volleyschuss den Ausgleich das 1:1 zu markieren (80.). Gueye hatte sogar die Chance zum Siegtreffer, doch sein Elfmeter in der Nachspielzeit ging über das Tor.

Cottbus findet erst nach der Pause in die Saison

Nachdem sich der 35-Tore-Sturm des FC Energie nach München (Nils Petersen) bzw. Duisburg (Emil Jula) verabschiedet hatte, bot Trainer Claus-Dieter Wollitz Rückkehrer Dimitar Rangelov als einzige Sturmspitze - und einzige "Neu"-Verpflichtung auf. Auch Dynamo musste die durch den Weggang von Alexander Esswein (Nürnberg) und Dani Schahin (Fürth) entstandene Lücke schließen. Die Neuzugänge Pavel Fort (Bielefeld) und Filip Trojan (Duisburg) liefen vorne von Beginn an auf, Trainer Ralf Loose bot zudem die Neuverpflichtungen Dennis Eilhoff (Tor), Martin Stoll (Abwehr) sowie Marcel Heller und Marvin Knoll (Mittelfeld) auf.

Nach einer schnellen, aber an Torraumszenen armen Anfangsphase, sorgte Dynamo-Neuzugang Knoll für den ersten großen Aufreger, als er in der 29. Minute frei vor dem Tor die große Chance zur Gäste-Führung hatte, jedoch zu unentschlossen im Abschluss war. Besser machte es kurz vor dem Seitenwechsel dann Trojan, der per Kopf (45.) den nicht unverdienten Führungstreffer erzielte. In der zweiten Halbzeit legten die Gastgeber eine Schippe drauf und wurden durch Adlungs Ausgleich belohnt (57.). In der 66. Minute war dann der frisch eingewechselte Dennis Sörensen zur Stelle und traf für die Lausitzer zur 2:1-Führung. Cottbus ließ es nun langsamer angehen und überließ Dynamo wieder häufiger den Ball. Am Sieg des Heimteams sollte dies aber nichts mehr ändern.

Eintracht dreht die Partie aus dem Nichts

Nöthe (unten) legte vor, doch dann kam Frankfurt, hier mit Jung, und siegte.
Nöthe (unten) legte vor, doch dann kam Frankfurt, hier mit Jung, und siegte.
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Eintracht Frankfurt hat in Fürth einen Fehlstart in die 2. Bundesliga vermieden. Dank eines Doppelpacks von Alex Meier und eines Last-Minute-Tores von Joker Matmour kamen die Hessen zu einem 3:2 bei der SpVgg. Im ersten Abschnitt profitierten die Franken vor allem von ihrer Effektivität. Nöthe nutzte zweimal die Unachtsamkeiten in der Eintracht-Defensive aus und sorgte für die 2:0-Pausenführung. Die Hessen agierten phasenweise gefällig nach vorne, doch zu echten Chancen kam der Bundesliga-Absteiger nicht - nur Caio hatte ein Tor auf dem Fuß.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit drückten die Fürther gleich wieder mächtig aufs Tempo, doch Prib verpasste kurz nach dem Wechsel das 3:0, als er am Pfosten scheiterte. Weil Fürth seine Chancen liegen ließ, keimte bei Frankfurt weiter die Hoffnung, zumal Meier wie aus dem Nichts erst verkürzte und dann ausglich. Nun war das Duell wieder völlig offen - beide Mannschaften spielten auf drei Punkte, doch am Ende jubelte Frankfurt dank eines abgefälschten Schusses von Joker Matmour in der Schlussminute.

 
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