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18.04.2011, 22:06

Überblick: Hertha unbeirrt - Bochum patzt

Effektiver FCA schafft sich ein dickes Polster

Der FC Augsburg marschiert Richtung Bundesliga, der KSC schwebt weiter in Abstiegsgefahr. Greuther Fürth bezwang Paderborn und erhöhte so den Druck auf Bochum, das bereits am Freitag in Ingolstadt patzte. Auch Aue mischt nach dem Sieg in Aachen wieder um Rang drei mit. RWO gab in Bielefeld im letzten Moment den Sieg aus der Hand. Derweil eilt Hertha nach dem Sieg über Osnabrück unbeirrt zurück in die Bundesliga.

Dank dem Vorbereiter: Augsburgs Torschütze Werner (re.) freut sich mit Baier.
Dank dem Vorbereiter: Augsburgs Torschütze Werner (re.) freut sich mit Baier.
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Der FC Augsburg baute am Montagabend durch einen 1:0-Auswärtserfolg beim Karlsruher SC seinen Vorsprung auf die drittplatzierten Bochumer auf sechs Punkte aus und klopft so immer vehementer an die Tür zum Oberhaus.

In einem flotten und unterhaltsamen ersten Durchgang war der abstiegsbedrohte KSC sogar spielbestimmend und zeigte sich im Vorwärtsgang couragiert. Durch einen überlegt vorgetragenen und durch Werner kühl abgeschlossenen Spielzug nahmen die Fuggerstädter den Hausherren aber den Wind aus den Segeln (28.).

Nach Wiederanpfiff blieb im Wildpark hüben wie drüben vieles Stückwerk. Das Scharinger-Team mühte sich zwar - ohne allerdings die dazu nötigen kreativen Impulse - um den Ausgleich. Die Augsburger Abwehr, die seit nunmehr 521 Minuten keinen Gegentreffer hinnehmen musste, zeigte sich hingegen gut sortiert und sorgte dafür, dass die Augsburger Minimalführung auch bis zum Abpfiff Bestand hatte.

Kaplan stellt die Weichen für Greuther Fürth

Mike Büskens und Burak Kaplan
Greuther Fürths Trainer Mike Büskens (li.) beglückwünscht Kaplan nach dem Führungstor gegen Paderborn.
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Am Sonntagnachmittag gewann die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 (0:0) gegen den SC Paderborn und rückt durch den Dreier bis auf einen Zähler an den VfL Bochum heran, der den Relegationsrang belegt.

Allerdings mussten die Franken gegen die Ostwestfalen lange Zeit dicke Bretter bohren, die Partie entwickelte sich zu einem Geduldsspiel. Was auch daran lag, dass das Büskens-Team zu viele Chancen liegen ließ. Ein Freistoß Kaplans in der 57. Minute brach dann aber den Bann. Die SpVgg strahlte zwar danach auch keine Sicherheit aus, Haas vertrieb aber letzte Zweifel am Sieg (86.). Der SCP muss nach dem neunten Spiel ohne Sieg weiter um den Klassenerhalt bangen.

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Mit im Aufstiegsrennen dabei ist auch wieder Erzgebirge Aue. Die Sachsen überraschten mit einem 5:1 (1:1) bei Alemannia Aachen und sind nun nur noch drei Zähler vom Relegationsplatz entfernt. Aachen ließ im zweiten Durchgang zu viele Chancen liegen und wurde vom Schmitt-Team dafür eiskalt abgestraft: Zwischen der 71. und der 76. Minute schraubte Aue das Ergebnis auf 5:1. Aachen war demoralisiert und ergab sich der zweiten Niederlage in Folge, Aue beendete seine Mini-Krise von zuvor drei sieglosen Spielen.

RWO kassiert "Last-Minute-Ausgleich" in Bielefeld

Lange Zeit hielt Rot-Weiß Oberhausen den letzten Strohhalm im Abstiegskampf in der Hand, doch in einem denkwürdigen Spiel entriss Bielefelds Tadic in allerletzter Sekunde den Niederrheinern noch den Sieg. Am Ende hieß es nach nervenaufreibenden 90 Minuten 3:3 (1:0) - wohl zu wenig für RWO, das zudem den Rückschlag des "Last-Minute-Ausgleichs" verarbeiten muss. Das Kapitel Zweite Liga neigt sich für Bielefeld endgültig dem Ende entgegen, am Montag dürfte mit der Entscheidung des Ligavorstands über einen Punktabzug das Buch endgültig zugeklappt werden. Die Arminen haben Gelder aus dem Sicherungsfond beantragt, es droht der Verlust von bis zu drei Zählern.

Lasogga und Ramos in Bundesligaform

Pierre-Michel Lasogga
Es geht Richtung Bundesliga: Pierre-Michel Lasogga erzielte einen Doppelpack.
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Am Samstag stand das Duell zwischen Hertha BSC und dem VfL Osnabrück im Fokus. Nachdem der erhoffte Umschwung mit Joe Enochs beim VfL ausblieb, schickte der Verein Heiko Flottmann in den Kampf. Doch die Aufgabe beim Ligaprimus war undankbar und letztlich eben auch nicht machbar. Trotz einiger guter Gelegenheiten führte Berlin dank eines Doppelschlags kurz vor der Pause bereits mit 2:0. Spätestens als Lasogga mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 erhöhte, war die Messe gelesen und die 45.000 Zuschauer feierten bereits den Aufstieg, der der Hertha nur noch theoretisch zu nehmen ist. Mitten in die Partystimmung hinein erhöhte Ramos sogar noch und freute sich ebenfalls über einen Doppelpack. Dagegen wird es nach der Nullrunde für Osnabrück auf dem Relegationsplatz langsam richtig ungemütlich.

Völlig entspannt konnten die Spieler von Cottbus und Duisburg in ihre Partie gehen. Der Zug in die Bundesliga fährt wohl ohne die beiden ab und so fehlte letztlich auch der letzte Einsatz. Duisburg stand hinten zunächst sicher, während die Lausitzer zwar das Spiel bestimmten, sich aber eben auch nicht entscheidend durchsetzen konnten. Und so hatte Sahan für die Gäste die größte Chance. Nach dem Wechsel war die Partie dann schnell entschieden. Petersen und Sörensen brachten ihr Team binnen drei Minuten entscheidend in Front. Und weil die Gegenwehr der Gäste ausblieb, legte Petersen mit Treffer Nummer 23 nach. Der Anschlusstreffer von Duisburg hatte nur noch kosmetischen Wert. Damit beträgt der Rückstand für die Lausitzer auf den Relegationsplatz noch sieben Punkte.

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Rückschlag für Bochum

Ingolstadts Stefan Leitl gegen die Bochumer Johansson und Bönig
Waren nur Slalomstangen: Ingolstadts Stefan Leitl gegen die Bochumer Johansson und Bönig
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Der VfL Bochum musste nach dem 0:2 im Montagsspiel gegen Spitzenreiter Hertha BSC mit dem 0:3 in Ingolstadt am Freitagabend die nächste bittere Niederlage einstecken. Und diese bahnte sich schon nach weniger als einer Minute an, als Moritz Hartmann mit dem ersten Schuss traf. Die Westdeutschen agierten behäbig, hatten kaum konstruktive Angriffsversuche aufzuweisen und lagen nach etwas mehr als einer halben Stunde nach einer Ecke durch Karls Treffer mit 0:2 im Hintertreffen. In der Halbtzeitpause reagierte VfL-Trainer Friedhelm Funkel und brachte mit Freier und Dedic frische Offensivkräfte, doch ließ sich die FCI-Defensive davon nicht groß beeindrucken. Vielmehr drängte die Möhlmann-Elf auf den dritten Treffer, den schließlich Kapitän Leitl erzielte und damit dem Aufstiegsaspiranten endgültig den Zahn zog. Bitter für den VfL auch, dass Yahia nach 62 Minuten die Ampelkarte sah. Im Keller machten die Ingolstädter damit einen weiteren Sprung nach oben und distanzieren sich immer mehr vom Relegationsplatz. Bochum bleibt Dritter, doch dem Revierklub sitzt die SpVgg Greuther Fürth (nur ein Punkt dahinter) im Nacken.

Fortuna fühlt sich pudelwohl im Provisorium

Düsseldorf musste umziehen - wegen des Eurovision Song Contests wich die Fortuna ins neu errichtete Ausweichstadion aus. Zum Einstand kamen knapp 19.000 Zuschauer und die freuten sich über das forsche Auftreten der Düsseldorfer gegen Union Berlin, das über die gesamte Spielzeit extrem schwach auftrat. Zum Lohn gab es für die Meier-Elf eine beruhigende 2:0-Halbzeitführung durch Röslers umstrittenen Handelfmeter und Lambertz' Flachschuss. Auch im zweiten Durchgang fanden die Eisernen keinen richtigen Zugang zu diesem Spiel und mussten folgerichtig die drei Punkte durch eine 0:3-Niederlage den Fortunen überlassen.

Auftamen bei Boysen dank Joker N'Diaye

Für den FSV Frankfurt lief es in der bisherigen Rückrunde alles andere als optimal. Nur sechs Zähler standen im Jahr 2011 auf der Habenseite, doch gegen den TSV 1860 rissen die Hessen das Ruder herum. Die Löwen führten nach 45 Minuten verdient, doch als Trainer Hans-Jürgen Boysen mit N'Diaye für Defensivorganisator Schlicke auf Offensive setzte, kippte das Spiel. Erst machte der Senegalese per Kopfball durch Kiralys Beine den Ausgleich, ehe er sogar noch per Scherenschlag den sehenswerten 2:1-Siegtreffer für den FSV erzielte. Damit dürfte die Elf von Bornheimer Hang dem Klassenerhalt einen entscheidenden Schritt näher gekommen sein.

18.04.11
 
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