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17.03.2011, 13:25

Hertha: Die Gründe für die neue Stabilität

Ohne Konkurrenz

Der Spitzenreiter hat die Schlagzahl erhöht. Vor allem auswärts ist Hertha BSC derzeit eine Klasse für sich. Wird Ingolstadt am Freitag zum Stolperstein?

Herthas Peter Niemeyer bejubelt das 2:0 in Fürth
Derzeit nicht zu stoppen: Herthas Peter Niemeyer bejubelt das 2:0 in Fürth.
© picture allianceZoomansicht

Von einem "Sechs-Punkte-Spiel" sprach Manager Michael Preetz hernach, auch Trainer Markus Babbel bilanzierte nach dem souveränen 2:0 in Fürth zu Wochenbeginn: "Das war ein ganz wichtiger Schritt zu unserem Ziel." Hertha scheint der Konkurrenz zu enteilen, für die neue Stabilität gibt es Gründe.

Auswärtsstärke:

Hertha führt die Gegner auf deren Plätzen seit Monaten vor. Schon im letzten Auswärtsspiel 2010 in Augsburg war Hertha besser (1:1), seitdem gab es souveräne Erfolge in Oberhausen (3:1), Bielefeld (3:1), Karlsruhe (6:2), Aachen (5:0) und Fürth (2:0). Fünf Auswärtssiege am Stück - nur 1980/81, noch in der zweigleisigen 2. Liga, waren die Berliner mit sechs Erfolgen in Serie besser. "Auswärts", konstatiert Manager Preetz genüsslich, "haben wir 2011 noch nichts liegen lassen." Mehr Räume, weniger Ballast - das spielt Hertha in der Fremde in die Karten.

Effizienz:

Babbels Elf kreiert nicht nur deutlich mehr Chancen als in der Hinrunde, sie nutzt sie auch besser. Das Fürth-Spiel war beispielhaft - der ersten Chance entsprang das 1:0. In Aachen (10. Minute), Bielefeld (18.), Oberhausen (7.) sowie gegen Union (13.) und Cottbus (16.) gelang sehr früh die Führung. 29 (!) Treffer erzielte Hertha bislang in neun Rückrundenspielen - zehn mehr als die zweitbeste Offensive des Jahres 2011 (Düsseldorf, 19).

Lufthoheit:

Zwölf Tore per Kopf in dieser Saison, nur Cottbus (14) ist stärker. Und in der Defensive ist Hertha aus der Luft kaum zu bezwingen, kassierte erst ein Kopfballtor (Liga-Bestwert). Mit Hubnik (1,92m), Mijatovic (1,91), Niemeyer (1,91), Lasogga (1,89), Ramos (1,85) und Edelreservist Friend (1,95) haben etliche Profis Gardemaß - und nutzen das aus. Nach Freistößen ist nur Cottbus (zehn Tore) erfolgreicher als die Berliner, die neunmal trafen - allein sechsmal in der Rückrunde. "Wenn die Bälle gut geschlagen werden, sind wir nur schwer zu verteidigen", sagt Babbel. Seinem in der Winterpause klar formulierten Auftrag, fortan mehr Standard-Tore zu produzieren, kamen die Profis nach.

Balance:

Durch Eberts Rückkehr (nach Kreuzbandriss) kann Babbel jetzt die Flügel-Formation bringen, die ihm schon im Sommer vorschwebte: Der pfeilschnelle Rukavytsya, der im Herbst oft rechts aushalf, spielt nun links - und Ebert (Babbel: "Er ist ein besonderer Spieler mit genialen Momenten") startet auf rechts derzeit durch. Dass Hertha zuletzt auswärts zweimal mit der Doppelsechs Niemeyer/Lustenberger zu null gewann, ist kein Zufall. "Beide", sagt Babbel, "bringen sehr viel Fußball-Intelligenz mit." Mit ihnen bekam Herthas Spiel das zuvor streckenweise vermisste Gleichgewicht. Raffael, nach Meinung vieler Experten der begabteste Profi der 2. Liga, rückte deshalb ins zweite Glied. Am morgigen Freitag in Ingolstadt ist er wieder gefragt: Niemeyer fehlt gelbgesperrt, Lustenberger kämpft gegen die Nachwirkungen einer Wadenverhärtung und bangt um seinen Einsatz.

Steffen Rohr

 
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